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Schilddrüsenhormon + Jod: Levothyroxin + Kaliumjodid (Kombination)

Wirkungsweise

Bei Schilddrüsenerkrankungen wird mitunter eine festgelegte Kombination des Schilddrüsenhormons Levothyroxin mit Kaliumjodid eingesetzt, statt einer der beiden Einzelstoffe – Testergebnisse Kombination Schilddrüsenmittel.

Üblicherweise wird bei einem Jodmangelkropf Jod gegeben, um die Schilddrüsenaktivität zu drosseln. Verkleinert sich der Kropf dadurch nicht ausreichend, wird statt des Jods Levothyroxin eingesetzt.

In einer Studie wurde geprüft, ob eine Kombination aus Jod und Levothyroxin den beiden Einzelwirkstoffen überlegen ist. Untersucht wurden Menschen mit einem Jodmangelkropf, bei dem es knotige Veränderungen gab. Sowohl bei der Behandlung mit Jod als auch einer Scheinbehandlung verbesserte sich nichts. Nur bei den Teilnehmern, die Levothyroxin bekamen, und bei denen, die das Kombinationsmittel erhielten, verkleinerten sich die knotigen Bereiche. Die Verkleinerung durch das Kombinationsmittel war etwas stärker als durch Levothyroxin allein. Konkret hieße das z. B., dass ein Knoten, der durch Levothyroxin auf 2 Milliliter schrumpfte, durch das Kombinationsmittel auf 1,8 Milliliter verkleinert würde. Diesen geringfügigen Unterschied spüren die Betroffenen nicht. Ob sich die Beschwerden deutlicher verbessern oder im Anschluss bei weniger Betroffenen eine Schilddrüsenentfernung oder Radiojodtherapie notwendig ist, darüber gibt die Studie keine Auskunft. Damit ist nicht ausreichend nachgewiesen, dass die festgelegte Kombination für die Patienten einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Anwendung von Levothyroxin allein besitzt.

Die Mittel werden daher als "wenig geeignet" eingestuft.

Alle weiteren Angaben entsprechen denen von Levothyroxin und Kaliumjodid.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs