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Schälmittel: Chloressigsäure

Wirkungsweise

Mit Chloressigsäure lassen sich die stark verhornten Hautschichten von Warzen gut aufweichen und ablösen. Allerdings verätzt das Mittel die Haut sehr viel stärker als Salicylsäure und ist deshalb zur Behandlung von Warzen nur mit Einschränkung geeignet.

Das Mittel ist als Medizinprodukt zugelassen, nicht als Arzneimittel.

Anwendung

Waschen Sie die betroffene Hautstelle gründlich mit Wasser und Seife und trocknen Sie sie sorgfältig ab. Anschließend tupfen Sie mit dem der Packung beiliegenden Spatel einmal wöchentlich eine kleine Menge des Mittels auf die Warze und lassen es antrocknen. Die umgebenden Hautschichten sollten Sie mit Zinkpaste oder Vaselin abdecken, damit sie nicht verätzt werden. Vor der nächsten Anwendung sollten Sie die betroffenen Hautstellen warm baden und die aufgeweichten Hautschichten abtragen.

Sie können davon ausgehen, dass es mehrere Wochen dauert, bis Sie die Warze auf diese Weise Schicht für Schicht abgetragen haben.

Achten Sie darauf, dass Sie das Mittel nicht in der Nähe von Schleimhäuten, Augen, Nase oder Mund anwenden. Auch Warzen im Genitalbereich dürfen Sie damit nicht behandeln.

Achtung

Wenn die Warze blutet oder eingerissen und verletzt ist, dürfen Sie das Mittel erst anwenden, nachdem die Haut wieder verheilt ist.

Gegenanzeigen

Unter folgenden Bedingungen dürfen Sie das Mittel nicht anwenden:

  • Die Warze wurde operativ entfernt, vereist oder gelasert. Anschließend dürfen Sie das Mittel eine Woche lang nicht anwenden, falls die Warze noch nicht vollständig verschwunden ist.
  • Sie haben Diabetes mellitus und infolge davon eine Empfindungsstörung in den Gliedmaßen, an denen die Warzen sitzen (Fuß, Hand).
  • Sie haben arterielle Durchblutungsstörungen in den Beinen.

Auch Muttermale und Alterswarzen dürfen Sie mit dem Mittel nicht behandeln.

Wenn Ihre Haut dazu neigt, sehr wulstige Narben (Keloide) zu bilden, sollten Sie das Mittel nicht anwenden, weil Chloressigsäure diese Tendenz verstärken kann. An den behandelten Stellen bilden sich dann harte, erhabene Knötchen mit verhornter, graugelblicher Oberfläche.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Bei 1 bis 10 von 100 Behandelten kann sich die Haut röten und brennen. Diese Hautreizungen treten vor allem dann auf, wenn Sie das Mittel unmittelbar nach Entfernen einer Warze oder auf verletzte Warzen aufbringen oder wenn die gesunde Haut vor der Behandlung nicht mit Zinksalbe oder Vaselin abgedeckt wurde.

Muss beobachtet werden

In Einzelfällen bildet sich ein Hautausschlag mit Bläschen. Es kann sein, dass Sie auf das Mittel allergisch reagieren. Dann sollten Sie das Mittel absetzen. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

In Einzelfällen kann es an der behandelten Stelle auch zu einer überschießenden Narbenbildung kommen. Sollten Sie eine deutliche Verhärtung und gegebenenfalls Verfärbung der Haut bemerken, sollten Sie diese einem Arzt zeigen.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Über die Risiken einer Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine Erkenntnisse. Sicherheitshalber sollten Sie das Mittel daher nicht anwenden.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs