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Pflanzliches Mittel: Salbei

Wirkungsweise

Die Lösung zum Einnehmen enthält ätherisches Öl aus Salbei.

Entzündungen von Mund­schleimhaut und Zahn­fleisch

In klinischen Studien konnte ein alkoholischer Auszug aus Salbeiblättern das Aufkommen von bestimmten Erregern in der Mundhöhle stärker verringern als ein Scheinmedikament. Dass dies auch zu einer Verminderung von Plaque führt und Zahnfleisch- oder Mundschleimhautentzündungen verhindert, ist nicht untersucht. Die therapeutische Wirksamkeit bei Mundschleimhautentzündungen ist somit nicht ausreichend nachgewiesen, das Mittel somit wenig geeignet.

Übermäßiges Schwitzen

Das Mittel soll die Schweißkanäle und deren Poren verengen und auf diese Weise die Schweißbildung hemmen. Allerdings gibt es dazu keine stichhaltigen klinischen Studien. Die therapeutische Wirksamkeit ist somit nicht ausreichend nachgewiesen, das Mittel zur Behandlung von übermäßigem Schwitzen wenig geeignet. Aufgrund des Alkoholgehalts verbietet sich eine langfristige Anwendung, die bei übermäßigem Schwitzen jedoch meist unumgänglich ist.

Anwendung

Da die Tropfen Thujon enthalten und somit ein Nervengift, sollten Sie sie nicht länger als zwei Wochen anwenden.

Entzündungen von Mund­schleimhaut und Zahn­fleisch

Die Lösung wird direkt aus der Flasche mit einem Wattestäbchen auf die entzündeten Stellen aufgetragen oder mit Wasser verdünnt für eine Mundspülung verwendet.

Achtung

Der Inhaltsstoff Thujon in ätherischem Salbeiöl kann bei längerfristiger Einnahme epileptische Krämpfe auslösen und in hoher Dosierung die Nieren schädigen. Wenn Sie das Mittel anwenden, müssen Sie deshalb strikt auf die Anwendungsbeschränkung (nicht länger als zwei Wochen) achten und ebenso darauf, dass Sie das Mittel nicht überdosieren. Thujon ist ein Nervengift, die Symptome einer Vergiftung ähneln denen einer Überdosis Alkohol.

Die Tropfen enthalten Alkohol. Personen mit Alkoholproblemen dürfen diese Mittel nicht einnehmen. Auch Leberkranke und Menschen mit Anfallleiden sollten den Alkoholgehalt berücksichtigen. Darüber hinaus kann Alkohol die Wirkung vieler Arzneimittel (z. B. Schlaf- und Beruhigungsmittel, Psychopharmaka, starke Schmerzmittel, einige Mittel bei hohem Blutdruck) verstärken.

Gegenanzeigen

Wenn Sie eine Lebererkrankung haben, sollten Sie das Mittel nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt einsetzen. Da es ohnehin als "wenig geeignet" erachtet wird, sollten Sie besser ganz darauf verzichten.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Das Mittel kann eine Magenverstimmung und Durchfall hervorrufen.

Muss beobachtet werden

Wenn sich die Haut verstärkt rötet und juckt und sich außerdem Bläschen bilden, reagieren Sie vermutlich allergisch auf den Wirkstoff. Dann sollten Sie das Mittel absetzen. Sind die Hauterscheinungen einige Tage nach dem Absetzen nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Sofort zum Arzt

Wenn sich der juckende Hautausschlag verstärkt und zusätzlich Herzrasen, Atemnot, Schwäche und Schwindel auftreten, müssen Sie das Mittel sofort absetzen und unverzüglich den Notarzt (Telefon 112) rufen, weil es sich um eine lebensbedrohliche  Allergie handeln kann. Dies kommt nur in Einzelfällen vor.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Kinder unter zwölf Jahren dürfen das Mittel wegen des Thujongehaltes nicht bekommen. Auch ist der hohe Alkoholgehalt zu bedenken.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Aufgrund des hohen Alkoholanteils und des Gehalts an Thujon dürfen Sie das Mittel in Schwangerschaft und Stillzeit nicht anwenden.

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