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Pflanzliches Mittel: Mohnpflanzenpresssaft

Wirkungsweise

Mohnpflanzenpresssaft enthält neben Morphin Substanzen, die die Muskulatur des Darms entspannen, darunter Papaverin. Das Mittel ist eine Zubereitung aus den Fruchtkapseln des Schlafmohns. In welchen Mengen die einzelnen Komponenten darin enthalten sind, ist nicht angegeben. Die therapeutische Wirksamkeit bei krampfartigen Beschwerden des Magen-Darm-Trakts ist nicht ausreichend belegt, das Mittel ist deshalb zu deren Behandlung wenig geeignet.

Für dieses Mittel gelten grundsätzlich auch die Angaben wie für Morphin. Weil es aber nur eine sehr geringe Menge Morphin enthält, sind auch die möglichen Risiken dieses Wirkstoffs eher gering.

Weitere Informationen finden Sie außerdem unter Opioide allgemein: Was ist das Besondere an diesen Wirkstoffen?

Achtung

Das Mittel enthält Alkohol. Personen mit Alkoholproblemen dürfen es nicht einnehmen. Auch Leberkranke und Menschen mit Anfallleiden sollten den Alkoholgehalt berücksichtigen. Darüber hinaus kann Alkohol die Wirkung vieler Arzneimittel (z. B. Schlaf- und Beruhigungsmittel, Psychopharmaka, starke Schmerzmittel, einige Mittel bei hohem Blutdruck) verstärken.

Die Lösung enthält als Konservierungsmittel Parabene. Wenn Sie auf Parastoffe allergisch reagieren, dürfen Sie das Mittel nicht anwenden.

Gegenanzeigen

Unter folgenden Bedingungen dürfen Sie Paveriwern nicht anwenden:

  • Sie haben eine Erkrankung der Atemwege oder eine anderweitig bedingte Einschränkung der Atemfunktion.
  • Die Funktion der Nebennieren ist gestört (Morbus Addison, Phäochromozytom).
  • Es besteht eine Schilddrüsenunterfunktion.
  • Der Blutdruck ist aufgrund eines Flüssigkeitsmangels zu niedrig.
  • Sie haben eine Erkrankung der Gallenwege.
  • Sie haben eine akute Lebererkrankung.
  • Die Bauchspeicheldrüse ist entzündet.
  • Sie haben eine Engstelle im Darm oder leiden an einer entzündlichen Darmerkrankung.
  • Ihre Prostata ist vergrößert und Sie haben Probleme beim Wasserlassen oder Ihre Harnwege sind aus anderen Gründen verengt oder verkrampft.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wenn Sie gleichzeitig Medikamente anwenden, die im zentralen Nervensystem dämpfend wirken, verstärken sich die Mittel gegenseitig in ihrer Wirkung. Zu diesen Medikamenten gehören alle alkoholhaltigen Präparate sowie Antihistaminika (bei Allergien), Betablocker (bei hohem Blutdruck), Beruhigungsmittel, Schlafmittel und Antidepressiva.

In Kombination mit einem Wirkstoff aus der Gruppe der MAO-Hemmer wie Tranylcypromin (bei Depressionen) können plötzliche Erregungszustände mit Schweißausbrüchen und niedrigem Blutdruck auftreten.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Bei 1 bis 10 von 1 000 Behandelten treten Übelkeit oder Verstopfung auf.

Muss beobachtet werden

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf das Mittel. Haben Sie sich das Mittel zur Eigenbehandlung ohne Rezept besorgt, sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen auch einige Tage nach dem Absetzen nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Auch Probleme beim Atmen (Asthmaanfälle) können auf eine Allergie hinweisen.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit dürfen Sie das Mittel nicht anwenden.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Es liegen für Kinder und Jugendliche keine ausreichenden Untersuchungen zu diesem Mittel vor. Da es ohnehin als "wenig geeignet" bewertet wird, sollten Kinder und Jugendliche es nicht bekommen, auf keinen Fall dürfen Sie es Kindern unter einem Jahr geben.

Bedenken Sie, dass dieses Mittel Alkohol enthält.

Zur Verkehrstüchtigkeit

Das Mittel kann die Aufmerksamkeit und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Dann sollten Sie nicht aktiv am Verkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und keine Arbeiten ohne sicheren Halt verrichten.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs