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Pflanzliches Mittel: Goldrute

Wirkungsweise

Echte Goldrute (Solidago virgaurea) wurde in der traditionellen Medizin als Tee getrunken, um die Nierenleistung zu erhöhen. In Tierversuchen wirkte das Kraut der Goldrute entwässernd, entzündungshemmend, schmerz- und krampflindernd sowie antibakteriell.

Harn- und Nierensteine

Die Verwendung von Goldrutenextrakt bei Harn- und Nierensteinen beruht auf dem Gedanken, dass Steingrieß von viel Flüssigkeit herausgespült werden kann. Ob der Goldrutenextrakt zum Einnehmen dazu beitragen kann und damit dabei hilft, dem Auftreten von Harn- und Nierensteinen vorzubeugen, ist nicht ausreichend nachgewiesen. Wahrscheinlich genügt es, reichlich zu trinken. Aus diesem Grund wird seine Anwendung als "wenig geeignet" bewertet.

Harnwegsinfektionen, Reizblase

Die Anwendung von Goldrutenextrakt soll sich auf Harnwegsinfekte positiv auswirken. Die klinischen Studien hierzu sind jedoch von unzureichender methodischer Qualität und können deshalb nicht als Wirksamkeitsnachweis gewertet werden. Die Mittel gelten daher als "wenig geeignet".

Anwendung

Wenn beabsichtigt ist, mit diesen Mitteln eine Durchspülungstherapie durchzuführen, müssen Sie zusätzlich viel trinken. Die Mittel allein liefern die dafür notwendige Flüssigkeitsmenge nicht.

Gegenanzeigen

Personen mit einer Herzinsuffizienz in fortgeschrittenem Stadium sollten die Wirkung dieser Mittel nicht mit einer Durchspülungstherapie unterstützen, indem sie viel trinken. Das würde das Herz zusätzlich belasten, weil es viel Flüssigkeit bewältigen muss. Das Gleiche gilt für Menschen mit deutlich eingeschränkter Nierenfunktion.

Nebenwirkungen

Muss beobachtet werden

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf das Mittel. Haben Sie sich das Mittel zur Eigenbehandlung ohne Rezept besorgt, sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen einige Tage nach dem Absetzen nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Über die Risiken einer Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine Erkenntnisse. Sicherheitshalber sollten Sie das Mittel nicht anwenden.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Über die Risiken einer Anwendung bei Kindern unter zwölf Jahren gibt es keine Erkenntnisse. Sicherheitshalber sollten sie das Mittel nicht bekommen.

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