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Pflanzliches Magenmittel: Ätherische Öle (Kombination)

Wirkungsweise

Diese Kapseln enthalten die ätherischen Öle von Pfefferminze und Kümmel. Beide Öle wirken krampflösend, entblähend und in hoher Dosierung auch antibakteriell. Krämpfe von Magen- und Darmmuskulatur, Völlegefühl und Blähungen – wie sie nicht nur bei Reizmagen häufig auftreten, sondern auch bei Reizdarm – können sich damit bessern. Die derzeitige Studienlage ist allerdings noch unbefriedigend, sodass das Mittel bei Reizmagen nur mit Einschränkung geeignet ist. Weitere Studien sind erforderlich, um den therapeutischen Stellenwert abschließend zu bestimmen.

Anwendung

Sie nehmen zweimal täglich eine Kapsel mindestens eine halbe Stunde vor dem Essen unzerkaut und mit kalter Flüssigkeit ein. Wenn Sie das Mittel mit warmer Flüssigkeit oder gleichzeitig mit warmen Mahlzeiten einnehmen, verursacht es häufiger unerwünschte Wirkungen (z. B. Aufstoßen, Übelkeit).

Sie dürfen die magensaftresistenten Kapseln nicht zerbeißen, weil die ätherischen Öle dann vorzeitig freigesetzt werden und die Schleimhaut in Mund und Speiseröhre reizen können. Außerdem beeinträchtigt Pfefferminzöl dann den Schließmechanismus zwischen Magen und Speiseröhre, sodass leicht Sodbrennen entsteht. Bei korrekter Anwendung werden die Öle erst im Darm freigesetzt.

Wenn Sie das Mittel bereits eine Woche lang eingenommen haben und die Beschwerden trotzdem weiter bestehen oder in Abständen immer wieder auftreten, sollten Sie diese von einem Arzt abklären lassen.

Gegenanzeigen

Unter folgenden Bedingungen dürfen Sie das Mittel nicht einnehmen:

  • Ihre Leber ist schwer geschädigt.
  • Der Gallengang ist verschlossen.
  • Die Gallenblase ist entzündet oder Sie haben ein anderes Gallenleiden.

Wenn bei Ihnen der Magen nur wenig Magensäure bildet, sollten Sie auf die Anwendung der Weichkapseln verzichten. Denn dann werden die ätherischen Öle schon vorzeitig im Magen freigesetzt. Das führt dort zu vermehrten unerwünschten Wirkungen und beeinträchtigt die Wirksamkeit im Darm.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wenn Sie gleichzeitig Antazida, säurehemmende oder säureblockierende Mittel (bei Sodbrennen, Speiseröhrenentzündung, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren) anwenden, sollten Sie Carmenthin im Abstand von einer Stunde dazu einnehmen, weil diese Mittel den magensaftresistenten Überzug der Kapseln zerstören. Dann werden die ätherischen Öle bereits im Magen freigesetzt, was dort zu vermehrt auftretenden unerwünschten Wirkungen führen kann und ihre Wirksamkeit im Darm beeinträchtigt.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Bei empfindlichen Personen können bei Daueranwendung Magenbeschwerden wie Sodbrennen auftreten, insbesondere wenn der Schließmuskel am Mageneingang nicht richtig funktioniert. Dann sollten Sie das Mittel nicht weiter anwenden.

Muss beobachtet werden

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf das Mittel. Haben Sie sich das Mittel zur Eigenbehandlung ohne Rezept besorgt, sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen auch einige Tage nach dem Absetzen nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Hat dagegen ein Arzt Ihnen das Mittel verordnet, sollten Sie ihn aufsuchen, um zu klären, ob es sich tatsächlich um eine allergische Hautreaktion handelt, Sie das Mittel ersatzlos absetzen können oder ein Alternativmedikament benötigen.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Da keine Erfahrungen bei der Anwendung in dieser Altersklasse vorliegen, sollten Sie das Mittel Kindern unter zwölf Jahren nicht geben.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs