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Örtlich betäubendes Mittel: Polidocanol + Kälberblut (Kombination)

Wirkungsweise

Polidocanol ist ein örtlich betäubender Wirkstoff, der bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, das Schmerzempfinden herabsetzt, indem er die Reizweiterleitung in den Nerven blockiert.

Über die Wirkung von getrocknetem eiweißfreiem Kälberblutkonzentrat gibt es in der wissenschaftlichen Fachliteratur keine Angaben. Angeblich soll es dazu beitragen, dass sich Wunden schneller schließen, so z. B. bei Verletzungen der Mundschleimhaut, bei Prothesendruckstellen, aufgeschürftem Zahnfleisch nach der Entfernung von Zahnstein oder nach operativen zahnärztlichen Eingriffen. Solche Wunden heilen jedoch meist auch ohne medikamentöse Hilfe schnell ab. Angesichts eines möglichen BSE-Risikos sollten Arzneimittel mit Extrakten aus Rinderbestandteilen nicht mehr verwendet werden. Das Mittel ist deshalb wenig geeignet. Monopräparate mit Polidocanol oder Lidocain sind vorzuziehen.

Anwendung

Wenn die Entzündung nach einer Woche immer noch besteht, sollten Sie einen Zahnarzt aufsuchen.

Achtung

Der örtlich betäubende Wirkstoff Polidocanol verursacht ein leichtes Taubheitsgefühl im Mund. Das kann dazu führen, dass Sie sich beim Kauen aus Versehen auf die Zunge oder in die Wangentasche beißen. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie nicht unmittelbar nach der Anwendung etwas essen.

Solcoseryl enthält Parabene. Diese Konservierungsmittel können Allergien auslösen. Wenn Sie auf Parastoffe allergisch reagieren, dürfen Sie dieses Mittel nicht anwenden.

Nebenwirkungen

Muss beobachtet werden

In Einzelfällen kann die Schleimhaut nach dem Auftragen der Mittel anschwellen, brennen und stark jucken. Dann reagieren Sie vermutlich allergisch auf einen Bestandteil der Mittel. Setzen Sie das Mittel dann ab. Haben sich die Beschwerden auch einige Tage danach nicht merklich gebessert, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Das Mittel enthält Pfefferminzöl und Menthol und darf daher nicht bei Säuglingen und Kindern unter zwei Jahren angewendet werden.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen für die Anwendung von Solcoseryl während der Schwangerschaft vor. Sicherheitshalber sollten Sie darauf verzichten.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs