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Nootropikum: Nimodipin

Wirkungsweise

Nimodipin gehört zu den Calciumantagonisten. Testergebnis Nimodipin

Es soll die Durchblutung der kleinen Hirngefäße verbessern. Ob sich bei Demenzkranken dadurch die geistige Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst wird, ist nicht ausreichend nachgewiesen. Der Wirkstoff wird als "wenig geeignet" bewertet.

Anwendung

Die Behandlung sollte nur erfolgen, wenn eine Bezugsperson des Kranken die regelmäßige Einnahme sicherstellt.

Um Nebenwirkungen durch Nimodipin möglichst zu vermeiden, soll das Mittel "einschleichend" dosiert werden. Das heißt, dass zu Beginn der Behandlung eine geringe Dosis eingenommen und diese langsam gesteigert wird, bis die erforderliche Dosis erreicht ist. In der Regel werden dreimal täglich 30 Milligramm Nimodipin eingesetzt.

Alle sechs Monate sollte das Medikament abgesetzt und geprüft werden, ob sich der Zustand des Betroffenen danach verschlechtert. Ist das nicht der Fall, ist ein Ende der Therapie zu erwägen.

Gegenanzeigen

Unter folgenden Bedingungen sollte der Arzt Nutzen und Risiken einer Behandlung mit Nimodipin besonders sorgfältig abwägen und gegebenenfalls die Leber- und Nierenfunktion sowie den Blutdruck regelmäßig prüfen:

  • Der Kranke hat sehr niedrigen Blutdruck.
  • Die Funktion seiner Leber oder Nieren ist gestört. Bei schweren Leberfunktionsstörungen darf das Mittel allerdings nicht mehr zur Behandlung von Hirnleistungsstörungen eingesetzt werden.
  • Die Arbeit von Herz und Kreislauf ist erheblich beeinträchtigt oder es liegt bereits ein zu niedriger Blutdruck vor.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wenn der Kranke noch andere Medikamente einnimmt, ist zu beachten:

  • Makrolidantibiotika wie Erythromycin (bei bakteriellen Infektionen), Valproinsäure (bei Epilepsien), Fluconazol und Itraconazol (innerlich bei Pilzinfektionen) und spezielle Medikamente bei HIV-Infektion hemmen die Enzyme, die Nimodipin abbauen. Damit wirkt es stärker und es können vermehrt Nebenwirkungen auftreten. Möglicherweise muss die Dosis von Nimodipin gesenkt werden.
  • Carbamazepin, Phenobarbital und Phenytoin (bei Epilepsien) beschleunigen die Abbauarbeit der Leber. Dann wird auch Nimodipin schneller abgebaut und wirkt weniger stark.
  • Durch Nimodipin kann sich die Wirkung blutdrucksenkender Medikamente verstärken.

Wechselwirkungen mit Speisen und Getränken

Wer Nimodipin einnimmt, darf keine Grapefruits essen oder Grapefruitsaft trinken, da die Substanz dann stärker wirkt und auch mehr Nebenwirkungen, wie eine zu starke Blutdrucksenkung, zeigt.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Bei bis zu 2 von 100 Behandelten kann es zu einem Wärmegefühl am ganzen Körper und bei bis zu 4 von 100 Personen zu Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Außerdem können Schlaflosigkeit, Unruhe, Erregung und Schwitzen auftreten.

Muss beobachtet werden

Bei etwa 1 von 100 Behandelten tritt Herzrasen auf. Wird in Ruhe anhaltend ein Pulswert über 100 pro Minute festgestellt, sollte ein Arzt zurate gezogen werden.

Müdigkeit, Schwindel und morgendliche "Anlaufschwierigkeiten" deuten darauf hin, dass der Blutdruck abgesunken ist. Das kann bei 1 bis 10 von 100 Behandelten der Fall sein und trifft besonders Menschen, deren Blutdruck ohnehin niedrig ist. Wenn er sehr weit absinkt, kann ihnen schwarz vor Augen werden und es droht eine Ohnmacht. Davon sollte der Arzt informiert werden. Beeinträchtigen die Beschwerden den Kranken stark, sollte mit dem Arzt besprochen werden, wie die Behandlung weitergehen soll.

Bei etwa 1 von 100 Kranken kann sich besonders in den Beinen Gewebewasser einlagern (Ödeme). Sind diese Schwellungen sehr ausgeprägt oder verschlimmern sie sich im Laufe der Behandlung deutlich, sollte das weitere Vorgehen mit dem Arzt besprochen werden.

Besondere Hinweise

Zur Verkehrstüchtigkeit

Aufgrund der unerwünschten Wirkungen sollten Sie nicht aktiv am Verkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und keine Arbeiten ohne sicheren Halt verrichten, wenn Sie Nimodipin einnehmen.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs