Medikamente im Test

Neuroleptikum: Amisulprid

Wirkungsweise

Amisulprid ist ein atypisches Neuroleptikum, das bei Psychosen wirkt und sowohl die Positiv- als auch die Negativsymptomatik beeinflusst. Die Substanz kann etwas müde machen und ist wahrscheinlich hilfreich, wenn gleichzeitig depressive Symptome vorliegen. Im Vergleich zu anderen atypischen Neuroleptika treten bei Amisulprid häufiger Unruhe und Bewegungsstörungen auf. Dafür verursacht es weniger häufig Gewichtszunahme. Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit Sulpirid ist zudem damit zu rechnen, dass Amisulprid das Hormonsystem stört. Daher wird der Wirkstoff insgesamt als "mit Einschränkung geeignet" bewertet.

Ausführliches über die Unterschiede der neuroleptisch wirkenden Stoffe unter Neuroleptika: klassische und atypische Wirkstoffe.

Anwendung

Die Dosierung liegt zwischen 400 und 800 Milligramm am Tag und sollte auf mehrere Einzelgaben verteilt werden. Mehr als 1 200 Milligramm sollten nicht eingenommen werden. Die Verträglichkeit derart hoher Dosierungen ist nicht erwiesen.

Menschen mit überwiegender Negativsymptomatik nehmen einmal täglich 50 und 300 Milligramm Amisulprid.

Bei Personen mit Nierenschaden sollte die übliche Dosis auf die Hälfte bis ein Drittel verringert werden.

Näheres zur optimalen Dosierung von Neuroleptika lesen Sie unter Neuroleptika richtig dosieren.

Achtung

Solian Lösung: Dieses Mittel enthält Parabene. Diese Konservierungsmittel können Allergien auslösen. Wer auf Parastoffe allergisch reagiert, darf das Mittel nicht anwenden.

Gegenanzeigen

Unter folgenden Bedingungen dürfen Sie kein Amisulprid anwenden:

  • Sie leiden an einer ausgeprägten Nierenfunktionsstörung.
  • Sie haben Brustkrebs oder einen Tumor der Hirnanhangdrüse, der Prolaktin produziert.
  • Sie leiden an Parkinsonkrankheit und werden mit Levodopa behandelt.
  • Sie nehmen Medikamente ein, die den Herzrhythmus beeinflussen und lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (Torsade de pointes) auslösen können.

Unter folgenden Bedingungen muss der Arzt Nutzen und Risiken besonders sorgfältig abwägen:

  • Sie leiden an der Parkinsonkrankheit. Durch Amisulprid können sich die Parkinsonsymptome verschlimmern.
  • Sie hatten schon einmal einen Krampfanfall. Amisulprid kann die Krampfbereitschaft erhöhen.
  • Sie haben ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen, z. B. weil der Salzgehalt des Blutes gestört ist.
  • Sie sind bettlägerig oder haben aus anderen Gründen ein erhöhtes Risiko für eine Thrombose.
  • Sie haben eine Erkrankung der Herzkranz- oder Hirngefäße, sodass sich Ihr Risiko für einen Schlaganfall erhöht. Oder Sie weisen Risikofaktoren für derartige Ereignisse auf, wie z. B. hohen Blutdruck oder Diabetes.
  • Der Gehalt an Prolaktin in Ihrem Blut ist sehr hoch und das beruht nicht auf der Einnahme entsprechender Arzneimittel.
  • Sie haben Diabetes. Da durch Amisulprid der Zuckergehalt des Blutes ansteigen kann, sollte zu Beginn der Behandlung und bei Dosissteigerungen der Blutzucker häufiger kontrolliert werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wenn Sie noch andere Medikamente nehmen, ist zu beachten:

  • Mit Medikamenten, die den Herzschlag beeinflussen – zu diesen gehören Betablocker wie Bisoprolol, Carvedilol und Metoprolol (bei hohem Blutdruck), Diltiazem und Verapamil (bei koronarer Herzkrankheit), Digitalispräparate (bei Herzschwäche) und Antihistaminika wie Hydroxyzin oder Mizolastin (bei Allergien) –, kann sich der Herzschlag sehr verlangsamen (Bradykardie).
  • Mit Diuretika wie Furosemid und Hydrochlorothiazid (bei hohem Blutdruck), Abführmitteln (bei Verstopfung) und Glucocorticoiden (bei Entzündungen, Immunreaktionen) kann zu viel Kalium ausgeschieden werden. Dann kann das Risiko für Herzrhythmusstörungen steigen.
  • Auch mit trizyklischen Antidepressiva (bei Depressionen) und Lithium (bei manisch-depressiven Erkrankungen) kann es Wechselwirkungen geben, in deren Folge vermehrt unerwünschte Wirkungen auftreten.

Unbedingt beachten

Amisulprid dürfen Sie nicht gleichzeitig mit Medikamenten anwenden, die sich auf den Herzrhythmus auswirken. Hierzu zählen Antiarrhythmika wie Amiodaron und Flecainid (bei Herzrhythmusstörungen), andere Neuroleptika wie Thioridazin, Pimozid und Sertindol (bei Schizophrenien und anderen Psychosen), Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide wie Erythromycin und Vertreter der Chinolone wie Moxifloxacin (alle bei bakteriellen Infektionen), Antihistaminika wie Terbinafin (bei Allergien) sowie Malariamittel wie Mefloquin. Bei einer solchen Kombination kann es zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen, den Torsade de pointes. Näheres hierzu finden Sie unter Mittel bei Herzrhythmusstörungen: verstärkte Wirkung.

Amisulprid darf nicht gemeinsam mit Levodopa (bei Parkinsonkrankheit) eingenommen werden, da sich die beiden Mittel gegenseitig in ihrer Wirkung vermindern.

Wechselwirkungen mit Speisen und Getränken

Bei einer Aminsulpridbehandlung sollten Sie keinen Alkohol trinken, da dieser die unerwünschten Wirkungen von Amisulprid verstärken kann.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Es können Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung auftreten.

Die Medikamente können zu Unruhe, Nervosität und Schlaflosigkeit führen. Bei einigen Menschen tritt bei der Behandlung mit diesen Mitteln aber auch das Gegenteil ein: Sie werden müde und schläfrig.

Die Behandelten fühlen sich benommen, ihr Denken ist verlangsamt und ihr Gedächtnis beeinträchtigt.

Muss beobachtet werden

Wenn Ihnen beim Aufstehen aus dem Liegen schwindlig wird, kann das daran liegen, dass der Blutdruck abgesunken ist. Das sollten Sie dem Arzt mitteilen. Bei zu niedrigem Blutdruck sollte das Mittel geringer dosiert werden.

Wenn der Schwindel auch in anderen Situationen auftritt, sollte der Arzt eventuell ein EKG machen. Bei älteren Menschen und solchen, deren Herz bereits geschädigt ist, können diese Symptome darauf hinweisen, dass die Erregungsleitung des Herzens gestört ist. Näheres hierzu finden Sie unter Herzrhythmusstörungen.

Eine gravierende unerwünschte Wirkung der Behandlung mit Neuroleptika sind Bewegungsstörungen. Sie können in unterschiedlicher Form während verschiedener Phasen der Behandlung und je nach Verbindung unterschiedlich häufig auftreten.

Zu Beginn der Therapie und wenn die Dosierung plötzlich gesteigert werden muss, treten Bewegungen auf, die nicht willentlich zu beeinflussen sind (Frühdyskinesie): Die Zunge wird krampfartig herausgestreckt, der Kopf in den Nacken geworfen, Blick und Kaumuskulatur verkrampfen sich. In der akuten Situation kann der Arzt zusätzlich das Medikament Biperiden als Notfallmedikament injizieren. Es bringt diese Erscheinungen zum Verschwinden. Wird die Dosierung der Neuroleptika im weiteren Verlauf der Behandlung langsam gesteigert, treten solche Symptome meist nicht mehr auf.

Schon nach ein bis zwei Wochen, teilweise aber auch erst nach mehreren Monaten, können sich parkinsonähnliche Beschwerden einstellen (Parkinsonoid, pharmakogenes Parkinsonsyndrom). Tätigkeiten, für die ein fein abgestimmtes Muskelspiel notwendig ist, lassen sich nicht mehr ausführen. Die Bewegungen werden zittrig, die Schritte klein, die Mimik starr. Auch das Denken verlangsamt sich quälend. Diese Wirkung lässt sich mit Biperidentabletten behandeln. Gleichzeitig muss aber die Dosierung des Neuroleptikums überprüft werden, denn eine Dauerbehandlung mit Biperiden kann die antipsychotische Wirkung der Neuroleptika verringern. Ob durch Biperiden die Entstehung von irreversiblen Bewegungsstörungen beschleunigt wird, ist umstritten. Deshalb sollte der Arzt immer wieder versuchen, Biperiden abzusetzen oder die Dosierung des Neuroleptikums zu verringern.

Zu den parkinsonähnlichen Störungen kann eine sehr quälende Unruhe hinzukommen. Die Betroffenen können nicht still sitzen bleiben, sie müssen sich fortgesetzt bewegen (Akathisie). Hier kann versucht werden, ob sich das durch eine geringere Dosierung legt. Manchmal hilft es auch, zu Clozapin zu wechseln oder zusätzlich den Betablocker Propranolol zu verordnen. Nach mehrjähriger Neuroleptikabehandlung, manchmal sogar erst nach ihrem Ende, können weitere Bewegungsstörungen auftreten. Bei diesen Spätdyskinesien bewegen sich die Muskeln von Mund, Zunge und Gesicht ununterbrochen, ohne dass sich das gezielt steuern lässt. Das ständige Schmatzen, Schnalzen und Kauen belastet vor allem die Menschen in der Umgebung, selten die Erkrankten selbst.

Unter welchen Voraussetzungen solche Spätdyskinesien auftreten, ist noch nicht hinreichend erforscht. Bei Amisulprid treten diese Bewegungsstörungen bei 1 bis 10 von 1 000 Behandelten auf. Es scheint, als sei das Risiko für ältere Personen, insbesondere ältere Frauen, deutlich erhöht. Vermutlich treten diese Störungen häufiger auf, je länger die Behandlung dauert und je höher das Neuroleptikum dosiert ist. Auch die zusätzliche Einnahme weiterer Psychopharmaka kann das Risiko für Bewegungsstörungen erhöhen. Ob diese wieder vergehen oder bestehen bleiben, scheint ebenfalls von diesen Faktoren abhängig zu sein. Wenn das Neuroleptikum, das zu Spätdyskinesien geführt hat, schnell abgesetzt oder durch Clozapin ersetzt wird, sind die Chancen größer, dass die Störungen wieder vergehen. Allerdings können sich diese Bewegungsstörungen bei besonders empfindlichen Personen auch schon nach kurzer Behandlungszeit und bei geringer Dosierung entwickeln.

Die Behandlung mit Neuroleptika kann die Symptome einer beginnenden Bewegungsstörung zunächst verbergen. Die Störung tritt erst dann in Erscheinung, wenn das Neuroleptikum abgesetzt wird.

Im Laufe der Behandlung kann sich eine durch das Medikament bedingte Depression einstellen. Manche Menschen sind dadurch gefährdet, sich das Leben zu nehmen. Auf eine solche zusätzliche Gemütskrankheit sollten am ehesten die Angehörigen aufmerksam werden. Die Behandlung muss dann geändert werden und kann zum Bespiel mit Clozapin oder Olanzapin fortgeführt werden.

Sie können an Gewicht zunehmen. Dann können auch die Blutzuckerwerte ansteigen. Nach langjähriger Therapie kann sich ein Typ-2-Diabetes einstellen. Um auf diese Entwicklung frühzeitig aufmerksam zu werden, wird der Arzt gelegentlich den Blutzucker kontrollieren.

Amisulprid hat hormonähnliche Wirkungen und kann bei Frauen Menstruationsstörungen auslösen. Bei manchen Frauen bleibt die Monatsblutung sogar ganz aus. Die Brustdrüse kann Milch absondern (Galactorrhö) oder die Brüste schmerzen. Die Produktion von Scheidenflüssigkeit lässt nach. Das sollten Sie mit dem Arzt besprechen.

Auch bei Männern kann die Brust anschwellen (Gynäkomastie). Zudem ist die Sexualität beeinträchtigt: Das Interesse an Sex verringert sich, die Erektionsfähigkeit lässt nach, es tritt kein Orgasmus mehr ein. Wenn Sie diese Störungen nicht hinnehmen wollen, können Sie mit einem Arzt besprechen, ob Sie auf ein anderes Medikament ausweichen können.

Sofort zum Arzt

Eine Behandlung mit atypischen Neuroleptika kann zu einer Thrombose in den tiefen Beinvenen führen, die eine lebensbedrohliche Lungenembolie nach sich ziehen kann. Das Risiko steigt, wenn Sie wenig trinken, übergewichtig sind und rauchen. Für Frauen kommt als Risikofaktor die Anwendung von hormonellen empfängnisverhütenden Mitteln hinzu, für ältere Menschen mit demenziellen Erkrankungen Bettlägerigkeit und Einnahme von stark entwässernden Mitteln wie Furosemid. Bei Schmerzen in der Leistenbeuge und Kniekehle, zusammen mit einem Schwere- und Stauungsgefühl in den Beinen wenden Sie sich an einen Arzt. Gibt es stechende Schmerzen im Brustkorb, verbunden mit Atemnot, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Treten Zungen-, Schlund- und Blickkrämpfe sowie ein Schiefhals auf, sollten Sie sich sofort zum Arzt begeben.

Wenn Bewegungs- und Bewusstseinsstörungen gleichzeitig mit hohem Fieber auftreten und eventuell noch Herzrasen, schnelles Atmen und Atemnot, Speichelfluss und Schwitzen hinzukommen, kann es sich um das lebensbedrohliche maligne neuroleptische Syndrom handeln. Fiebermittel wirken nicht! Das Mittel muss abgesetzt und sofort der Notarzt (Telefon 112) gerufen werden. Der Kranke muss intensivmedizinisch behandelt werden.

Schwindel, Herzstolpern und plötzliche Bewusstlosigkeit können Zeichen einer schweren, lebensgefährlichen Herzrhythmusstörung, der Torsade de pointes, sein, die ein Herzversagen nach sich ziehen kann. Wie häufig Derartiges bei einer Behandlung mit Amisulprid auftritt, ist nicht bekannt. Bei solchen Beschwerden sollten Sie sich unverzüglich an einen Arzt wenden. Das Risiko für eine solche Störung nimmt mit ansteigender Dosierung zu, steigt insbesondere mit dem Alter an und ist bei Frauen größer als bei Männern.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Über die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren gibt es nur unzureichende Erkenntnisse. Eine Behandlung ist allenfalls bei Jugendlichen ab 15 Jahre vertretbar, wenn diese unbedingt erforderlich ist und ein Arzt die Therapie durchführt, der Erfahrungen in der Behandlung von Schizophrenien und Psychosen in der Kinderheilkunde besitzt.

Bei Kinderwunsch

Steigt durch die Behandlung mit Amisulprid der Prolaktinspiegel im Blut sehr hoch an, kann die Regelblutung ausbleiben. In der Folge kann dies die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft verringern.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Die Erfahrungen mit Amisulprid in Schwangerschaft und Stillzeit sind gering, besser erprobte Neuroleptika wie Risperidon sollten bevorzugt werden. Ob Amisulprid die Entwicklung des Kindes beeinträchtigt, lässt sich noch nicht abschätzen. Eltern, die sich über die Entwicklung ihres Kindes vor der Geburt möglichst genau informieren wollen, können dazu spezielle Ultraschalluntersuchungen machen lassen.

Wenn Sie im letzten Schwangerschaftsdrittel Amisulprid eingenommen haben, kann das Baby nach der Geburt Entzugssymptome zeigen. Dazu gehören eine verstärkte oder verringerte Muskelspannung, Zittern, Schläfrigkeit, Atemnot und Probleme beim Trinken. Selten treten auch Krampfanfälle auf.

Amisulprid geht in die Muttermilch über und kann beim gestillten Säugling Schläfrigkeit, Probleme beim Trinken oder Unruhe verursachen. Wenn die Behandlung mit Amisulprid unvermeidlich ist, sollten Sie abstillen. Da Amisulprid aber den Milchfluss verstärkt, kann es das Abstillen erschweren.

Für ältere Menschen

Menschen dieses Alters kommen in aller Regel mit einer geringeren Dosis aus.

Amisulprid wurde bisher nur an einer geringen Anzahl von Personen über 65 Jahre untersucht. Die Erkenntnis zu Nutzen und Risiken sind daher begrenzt. Das Mittel sollte bei älteren Menschen nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiken eingesetzt werden.

Neue Studienergebnisse weisen darauf hin, dass ältere Menschen bei der Behandlung mit Antipsychotika ein erhöhtes Risiko haben, eine Lungenentzündung zu bekommen. Diese verlief bei einem Viertel der Betroffenen tödlich. In der ersten Einnahmewoche ist die Gefahr besonders groß und sie steigt mit der Dosierung des Schizophreniemittels. Besonders gefährdet sind Personen, die ihre Wohnung nicht eigenständig verlassen können, chronische Erkrankungen haben oder bestimmte Medikamente einnehmen. Über die Ursachen dieser Zusammenhänge ist man sich noch nicht im Klaren. Möglicherweise liegt es daran, dass das Medikament zu Schluckstörungen führt und dadurch vermehrt Fremdstoffe in die Lunge gelangen, die Entzündungen verursachen können.

Bei älteren Menschen mit Demenz, die gleichzeitig eine Psychose haben, scheint die Behandlung mit Neuroleptika das Risiko für einen Schlaganfall und vorzeitigen Tod zu erhöhen. Sie sollten daher mit diesen Medikamenten nur behandelt werden, wenn es sich um eine schwere Psychose handelt, die die Betroffenen erheblich beeinträchtigt, und wenn eine regelmäßige ärztliche Begleitung gewährleistet ist. Werden die Mittel eingesetzt, um starke Unruhe oder aggressives Verhalten bei dementen Personen abzumildern, ist dies – wenn überhaupt – nur für kurze Zeit zu vertreten. Für diesen Einsatz ist der Nutzen einer Daueranwendung nicht nachgewiesen.

Zur Verkehrstüchtigkeit

Amisulprid kann die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen, besonders zu Beginn der Behandlung. Sie sollten deshalb kein Fahrzeug lenken, keine Maschinen bedienen und keine Arbeiten ohne sicheren Halt verrichten. Dasselbe gilt, wenn der Blutdruck durch das Mittel erheblich sinkt.

Akut Psychosekranke dürfen nicht Auto fahren. Das ist allenfalls denkbar, nachdem sie bei einer Dauerbehandlung lange Zeit psychosefrei waren und zudem keine Bewegungsstörungen aufweisen.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs