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Nasenspray: Hypertone Salzlösung + Dexpanthenol + Eukalyptusöl + Pfefferminzöl

Wirkungsweise

Bei tetesept Rhinolind Nase frei akut handelt es sich um eine Kombination aus einer hypertonen Salzlösung, Dexpanthenol sowie ätherischen Ölen aus Pfefferminze und Eukalyptus. Das Mittel wird angeboten, um die Nasenschleimhaut zu befeuchten, das Nasensekret zu verflüssigen und die Nasenatmung zu erleichtern. Testergebnis Hypertone Salzlösung + Dexpanthenol + ätherische Öle

Der Salzgehalt des Sprays ist höher, als in Körperflüssigkeiten üblich ist. Dadurch entzieht das Mittel der Nasenschleimhaut Wasser und wirkt so – rein physikalisch – leicht abschwellend. Der Effekt hält allerdings nur kurze Zeit an. Welchen Nutzen er für den Anwender bringt, ist noch nicht ausreichend einschätzbar. Durch den hohen Salzgehalt ist der Spray außerdem schlechter verträglich als Salzlösungen, die auf die Verhältnisse im Körper angepasst sind.

Dass Dexpanthenol sowie die ätherischen Öle aus Pfefferminze und Eukalyptus für die Befeuchtung, die Pflege und das Abschwellen der Nasenschleimhaut erforderlich sind, ist nicht ausreichend nachgewiesen. Es ist unklar, ob die Kombination einen Vorteil gegenüber der alleinigen Anwendung einer hypertonen Salzlösung bietet.

tetesept Rhinolind Nase frei akut ist somit nicht sinnvoll zusammengesetzt. Es wird für die Anwendung bei verstopfter Nase daher mit „wenig geeignet“ bewertet.

Das Mittel ist als Medizinprodukt im Handel, nicht als Arzneimittel.

Anwendung

Vor der ersten Anwendung muss der Pumpmechanismus mehrfach betätigt werden, bis ein gleichmäßiger Sprühstoß aus der Flasche kommt. Danach ist der Spray einsatzbereit.

Setzen Sie das Mittel je nach Bedarf bis zu mehrmals täglich ein. Geben Sie pro Anwendung zwei Sprühstöße in jedes Nasenloch.

Falls Sie neben der Salzlösung noch andere Nasenmittel benötigen, sollten Sie zwischen den Anwendungen einen zeitlichen Abstand von etwa einer Stunde einhalten. Wenden Sie die Salzlösung zuerst an.

Achtung

Wurde die Nase kürzlich operiert oder verletzt, sollten Sie vor der Anwendung des Mittels Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker halten.

Gegenanzeigen

Wenn Sie an Asthma leiden, sollten Sie das Mittel nicht anwenden. Die enthaltenen ätherischen Öle könnten die Bronchialschleimhaut stark reizen. Dann besteht die Gefahr, dass Atembeschwerden bis hin zu einem Asthmaanfall auftreten.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Das Mittel besitzt einen höheren Salzgehalt, als im Körper üblich ist. Beim Einsprühen kann es auf der Nasenschleimhaut vorübergehend unangenehm brennen.

Muss beobachtet werden

Dexpanthenol kann vereinzelt Juckreiz und Schleimhautrötungen auslösen, was darauf hindeutet, dass Sie das Mittel nicht vertragen.

Die ätherischen Öle aus Eukalyptus und Pfefferminze können allergische Reaktionen auf der Schleimhaut verursachen. Wenn sich die Nasenschleimhaut rötet, juckt und vermehrt anschwillt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf den Spray. In Einzelfällen – etwa wenn bereits Empfindlichkeiten bestehen – kann eine allergische Reaktion auch stark ausfallen und beispielsweise Atemnot auftreten. Die Gefahr für eine solche Reaktion ist größer, wenn Sie bereits gegen andere Pflanzen allergisch sind.

Treten die oben genannten unerwünschten Wirkungen auf, sollten Sie den Spray absetzen und nicht erneut anwenden. Sind die Beschwerden auch einige Tage nach dem Absetzen nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie ärztlichen Rat suchen.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Nach Angaben des Herstellers soll das Mittel in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden. Das hat vermutlich haftungsrechtliche Gründe. Das Mittel enthält keine Substanzen, die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch eine Gefahr für den Säugling oder das Ungeborene darstellen.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Die enthaltenen ätherischen Öle können bei Kindern unter zwei Jahren Krämpfe der Atemwege hervorrufen und so die Atmung gefährlich behindern. Der Spray darf deshalb erst bei Kindern ab zwei Jahren angewendet werden.

Besonders bei kleinen Kindern ist zu berücksichtigen, dass hypertone Salzlösungen nach dem Einsprühen vorübergehend in der Nase brennen oder schmerzen können.

* aktualisiert am 06.10.2022

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs