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Muskelrelaxans: Methocarbamol

Wirkungsweise

Methocarbamol soll bei Muskelverspannungen helfen. Der Wirkstoff führt dazu, dass die Zellen des zentralen Nervensystems nicht mehr so leicht zu erregen sind. Dadurch sind auch Impulse an die Muskeln, sich zusammenzuziehen, gehemmt.

Die Studien, die die Wirksamkeit von Methocarbamol bei den als Anwendungsbereich beanspruchten Krankheiten belegen sollen, sind überholt. Neue Arbeiten, die die therapeutische Wirksamkeit ausreichend nachweisen, liegen nicht vor. Darum wird die Substanz als "wenig geeignet" bewertet.

Anwendung

Die angegebene Dosierung liegt in den ersten zwei, drei Behandlungstagen bei 6 000 Milligramm (viermal täglich zwei Filmtabletten). Bei sehr starken Beschwerden kann die Dosis anfangs bis 7 500 Milligramm (täglich zehn Filmtabletten) betragen. Spätestens nach dem dritten Tag soll die Dosierung auf 4 500 Milligramm (dreimal täglich zwei Filmtabletten) gesenkt werden. Nach ein bis zwei Wochen sollten die Beschwerden so deutlich nachgelassen haben, dass Sie das Mittel absetzen können. Länger als vier Wochen sollten Sie das Mittel keinesfalls anwenden.

Gegenanzeigen

Sie dürfen kein Methocarbamol einnehmen, wenn Sie eine Erkrankung des Zentralnervensystems oder Myasthenia gravis haben, eine Autoimmunerkrankung, bei der die Nervenimpulse nicht richtig auf die Muskeln übertragen werden.

Bei eingeschränkter Funktion der Leber oder der Nieren muss der Arzt Nutzen und Risiken der Anwendung von Methocarbamol besonders sorgfältig abwägen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Methocarbamol kann die dämpfende Wirkung von Arzneimitteln, die ebenfalls im zentralen Nervensystem wirken, verstärken. Dazu gehören z. B. Mittel gegen Angststörungen, Depressionen und Epilepsien sowie Schlafmittel.

Wechselwirkungen mit Speisen und Getränken

Alkohol verstärkt die dämpfende Wirkung von Methocarbamol.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

5 von 100 Anwendern fühlen sich schwindlig und schwach. Bei bis zu 5 von 100 Personen treten Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Übelkeit auf. Derartige Beschwerden lassen sich vermindern, indem die Dosierung verringert wird.

Muss beobachtet werden

Sie können sich benommen fühlen und das Sehen kann gestört sein. Kopfschmerz und Hauterscheinungen mit Juckreiz können Ausdruck einer allergischen Reaktion sein. Je nachdem, wie stark die Beschwerden sind und wie sehr sie Sie beeinträchtigen, sollten Sie sich umgehend oder im Laufe des nächsten Tages mit einem Arzt in Verbindung setzen.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Über die Anwendung bei Kindern unter zwölf Jahren gibt es keine ausreichenden Erkenntnisse. Sie sollten mit dem Mittel nicht behandelt werden.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Über die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine ausreichenden Erkenntnisse. Das Mittel darf nicht angewendet werden.

Zur Verkehrstüchtigkeit

Zu Beginn der Behandlung kann Ihre Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sein. Dann sollten Sie nicht aktiv am Verkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und keine Arbeiten ohne sicheren Halt verrichten.

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