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Methylphenidat

Wirkungsweise

Methylphenidat schwächt bei Menschen mit ADHS den Bewegungsdrang ab. Eigentlich ist der Wirkstoff ein Stimulans, das heißt, es wirkt bei gesunden Menschen zuallererst anregend. Methylphenidat lässt im Gehirn die Konzentration der Nervenbotenstoffe Dopamin, Noradrenalin und Serotonin ansteigen. Im Zusammenhang mit der Medikamenteneinnahme bessert sich das Verhalten. Die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit steigen und die Bewegungen werden ausgeglichener.

Eine sorgfältige Diagnose vorausgesetzt, profitieren viele Kinder mit sehr ausgeprägter ADHS von einer Behandlung mit Methylphenidat, wenn diese in Kombination mit pädagogischen Maßnahmen, Verhaltens- oder Psychotherapie durchgeführt wird. In Studien hat sich gezeigt, dass der Arzneistoff unter diesen Bedingungen wirksamer ist als eine Scheinbehandlung. Die Kinder können sich besser konzentrieren, lernen leichter und können mit Gleichaltrigen angemessener umgehen. Für Methylphenidat liegen die meisten Erfahrungen für eine medikamentöse Behandlung der ADHS vor. Der Wirkstoff ist in zahlreichen Studien erprobt und es gibt Erkenntnisse über einen Behandlungszeitraum von bis zu 14 Monaten.

Unter der Voraussetzung, dass eine Fachkraft für Verhaltensstörungen bei Kindern die Diagnose ADHS gestellt hat und die Medikamentengabe Teil einer Behandlungsstrategie ist, zu der auch psychotherapeutische und pädagogische Maßnahmen gehören, wird Methylphenidat bei ADHS von Kindern und Jugendlichen als "geeignet" bewertet. Ohne psychologische und pädagogische Begleittherapien ist Methylphenidat aber nicht zu empfehlen und "wenig geeignet".

Methylphenidat führt bei gesunden Erwachsenen relativ rasch zur Abhängigkeit. Diese Suchtgefahr lässt das Risiko ansteigen, dass sie das Mittel missbrauchen. Bei Kindern mit ADHS ist das bislang nicht beobachtet worden. Es besteht aber die Gefahr, dass das Kind selbst, seine Geschwister oder Mitschüler mit dem Mittel Handel treiben. Daher kann es sinnvoll sein, die Tabletten sorgfältig unter Verschluss zu halten und den Vorrat von Zeit zu Zeit überprüfen. Jüngeren Kindern sollte das Medikament einzeln verabreicht werden.

Erwachsene

Lange Zeit gab es Methylphenidatzubereitungen nur für Kinder, doch inzwischen sind auch Produkte für Erwachsene verfügbar. Sie dürfen es aber nur verordnet bekommen, um ihre ADHS-Behandlung aus der Jugendzeit fortzusetzen, wenn Maßnahmen, die ohne Medikamente auskommen, nicht erfolgreich waren. Sollte sich bei einem Erwachsenen herausstellen, dass seine Schwierigkeiten in der Kindheit auf einer damals unerkannten ADHS beruhten, kann auch er eine Behandlung mit Methylphenidat beginnen. Wie bei Kindern, muss auch bei Erwachsenen die medikamentöse Behandlung in ein therapeutisches Gesamtkonzept mit psychotherapeutischer Unterstützung eingebunden sein.

Die Wirksamkeit dieser Behandlung bei Erwachsenen war in Studien effektiver als eine Scheinbehandlung, es gibt aber eine große Schwankungsbreite: In manchen Studien spricht nur eine kleine Gruppe von Personen auf die Behandlung an, in anderen ist die Zahl erheblich größer. Da man aber bisher höchstens einen Behandlungszeitraum von sechs Monaten überblickt, fehlen Angaben, wie sich eine Einnahme über längere Zeit auf Körper und Psyche auswirkt. Auch das Spektrum der Nebenwirkungen bei einer Dauertherapie im Erwachsenenalter ist noch recht unklar. Diese Unsicherheiten führen zur Bewertung "mit Einschränkung geeignet".

Anwendung

Einige Produkte mit Methylphenidat setzen den Wirkstoff sofort nach der Einnahme frei, bei anderen enthält jede Kapsel sowohl einen schnell wirkenden Substanzanteil als auch einen, der nach und nach über mehrere Stunden abgegeben wird (retardiert). Die Präparate für Erwachsene haben immer auch eine Langzeitwirkung.

Retardpräparate werden nur morgens eingenommen und zwar unbedingt während des Essens. Im leeren Magen wird der Wirkstoff sehr viel schneller freigesetzt als vorgesehen.

Vor Beginn der Behandlung muss der Zustand von Herz und Kreislauf abgeklärt werden; dazu gehört auch das Messen des Blutdrucks und der Herzfrequenz. Bei einigen der Behandelten kann es zu Änderungen kommen, die aber nur in wenigen Fällen bedeutsam sind. Auch die psychische Gesundheit sollte überprüft werden. Das sollte bei jeder Erhöhung der Medikamentendosierung wiederholt werden. Während der Behandlung sind alle sechs Monate Herzfunktion, Körpergewicht, psychische Gesundheit und der Ausprägungsgrad der ADHS-Symptomatik zu kontrollieren. Mit diesen Kontrollen wird sichergestellt, dass eventuelle Einflüsse von Methylphenidat frühzeitig erkannt werden.

Kinder

Für Kinder, die das Medikament nur für drei bis vier Stunden am Tag benötigen, genügt eine kurzwirkende Zubereitung. Soll das Mittel den ganzen Tag über wirken, sind eher retardierte Präparate angebracht, z. B. bei Schulkindern, bei denen eine dreimalige Gabe in die Schulzeit fällt und nicht immer gut kontrollierbar ist.

Begonnen wird mit einer niedrigen Dosis (z. B. fünf Milligramm täglich), die dann in wöchentlichen Schritten auf die Menge gesteigert wird, bei der sich die Beschwerden merklich bessern. Eine Steigerung über 20 bis 30 Milligramm pro Tag verbessert den Therapieerfolg nur selten. Mehr als 60 Milligramm Methylphenidat pro Tag sollten Kinder oder Jugendliche auf keinen Fall einnehmen.

Tabletten, die den Wirkstoff nicht verzögert freisetzen, werden gleichmäßig über den Tag verteilt geschluckt, allerdings nicht später als 16 Uhr, um Einschlafstörungen zu vermeiden. Eventuell ist es sinnvoll, vormittags die Menge zu erhöhen und gegen Abend zu verringern.

Die Behandlungsdauer hängt davon ab, wie das Kind auf das Medikament anspricht. Dosierung und Einnahmenotwendigkeit sollten vom Spezialisten für Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen in etwa halbjährlichem Abstand überprüft werden. Außerdem sollte das Medikament immer wieder längere Zeit, z. B. in den Schulferien, abgesetzt werden. So lässt sich auch feststellen, ob es noch notwendig ist.

Bei Kindern und Jugendlichen, die diese Mittel einnehmen, sind geringfügige Wachstumsverzögerungen aufgefallen. Darum sollte der Arzt regelmäßig die Körpergröße des Kindes bestimmen und mit den statistischen Durchschnittswerten für die Altersgruppe vergleichen.

Erwachsene

Wenn Sie das Mittel bereits vor dem 18. Geburtstag angewendet haben, können Sie die gewohnte Dosierung beibehalten. Nehmen Sie es im Erwachsenenalter zum ersten Mal ein, beginnen Sie mit zehn Milligramm Methylphenidat. Je nach Bedarf kann die Menge von Woche zu Woche gesteigert werden. Die Höchstdosis liegt bei 80 Milligramm pro Tag. Erscheinen die Beschwerden selbst bei Einnahme der höchsten Dosierung nach einem Monat nicht gebessert, sollten Sie das Mittel absetzen. Ansonsten sollten Sie nach einem halben Jahr mit der Einnahme pausieren und kritisch prüfen, ob die Behandlung weiter fortgesetzt werden soll.

Achtung

Mittel mit Methylphenidat sollten nicht von heute auf morgen abgesetzt werden, weil der Körper darauf überschießend reagieren kann (Rebound-Phänomen): Es entstehen Heißhungerattacken, Depressionen bis hin zur Gefahr der Selbsttötung sowie psychotische Reaktionen (z. B. Wahnvorstellungen).

Gegenanzeigen

Unter folgenden Bedingungen darf Methylphenidat nicht eingenommen werden:

  • Es liegt eine schwere psychische Erkrankung vor, wie z. B. eine schwere Depression, Schizophrenie oder Manie.
  • Der ADHS-Betroffene wird mit einem Wirkstoff aus der Gruppe der MAO-Hemmer wie Tranylcypromin (bei Depressionen) behandelt.
  • Es besteht eine schwere Essstörung.
  • Der Blutdruck ist zu hoch oder es liegt eine schwere Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems wie Angina Pectoris, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Gefäßverschlüsse oder ein angeborener Herzfehler vor.
  • Im Gehirn gibt es Gefäßveränderungen oder es gab bereits einmal einen Schlaganfall.
  • Es besteht eine Schilddrüsenüberfunktion.
  • Die Person mit ADHS hat ein Engwinkelglaukom (grüner Star).

Retardpräparate: Es besteht ein Mangel an Magensäure oder es liegt ein Magengeschwür vor, das mit Protonenpumpenhemmern wie Omeprazol, H2-Blockern wie Famotidin oder Antazida behandelt wird. Diese Medikamente unterbinden ebenfalls die Wirkung von Magensäure.*

Unter folgenden Voraussetzungen muss der Arzt Nutzen und Risiken einer Behandlung mit Methylphenidat besonders sorgfältig abwägen:

  • Es besteht eine Neigung zu Krampfanfällen oder es liegt eine Epilepsie vor.
  • Die Leber funktioniert nur eingeschränkt. Dann müssen regelmäßige Blutuntersuchungen über den Zustand der Leber Auskunft geben.
  • Es handelt sich um einen Jugendlichen oder Erwachsenen, der drogensüchtig oder alkoholabhängig war. Bei diesen Personen ist die Gefahr besonders groß, dass sie das Medikament missbräuchlich verwenden.
  • Es gibt bereits eine psychische Störung leichter oder mittelschwerer Ausprägung, z. B. eine Angst- oder Zwangsstörung, eine manisch-depressive Erkrankung, Tics oder eine Essstörung. Bei einer Behandlung mit Methylphenidat können sich die Beschwerden verstärken. Der Arzt sollte regelmäßig in jedem Fall aber bei Dosisänderungen kontrollieren, ob sich die psychischen Beschwerden verschlimmern. Wenn sich während der Behandlung mit Methylphenidat psychische Beschwerden entwickeln oder sich verschlimmern sollte das Mittel nicht weiter verwendet werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wenn noch andere Medikamente eingenommen werden, ist zu beachten, dass Methylphenidat die Wirkung vieler Medikamente bei Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen sowie bei Epilepsien verstärken kann.

Unbedingt beachten

MAO-Hemmer wie Tranylcypromin (bei Depressionen) und Methylphenidat dürfen nicht gemeinsam angewendet werden, weil sonst der Blutdruck gefährlich stark ansteigt und sich das Risiko für innere Blutungen und Organschäden erhöht. MAO-Hemmer müssen zwei Wochen lang abgesetzt sein, bevor eine Therapie mit Methylphenidat beginnen kann.

Nebenwirkungen

Die Behandlung mit Methylphenidat kann zu depressiver Verstimmung führen, in deren Folge sich Selbsttötungsgedanken einstellen können. Wenn Sie typische Depressionssymptome wie Schlafstörungen, Lustlosigkeit, Antriebsmangel, das Empfinden einer inneren Leere, Interesselosigkeit und Schuldgefühle bemerken oder wenn Angehörige solche Gemütsveränderungen registrieren, sollten Sie das umgehend einem Arzt mitteilen. Dann kann im Gespräch mit ihm über das weitere Vorgehen beraten werden.

Wenn – insbesondere bei unverzögert freisetzenden Mitteln – die Tageshöchstdosierung und der Hinweis, die Mittel unbedingt zum Essen einzunehmen, nicht beachtet werden, kann sich eine Abhängigkeit oder eine missbräuchliche Anwendung entwickeln.

Insgesamt ist die Langzeitverträglichkeit des Mittels nicht hinreichend bekannt. Erfahrungen aus klinischen Studien liegen für einen Behandlungszeitraum von bis zu 14 Monaten vor.

Das Mittel kann Ihre Leberwerte beeinflussen, was Zeichen einer beginnenden Leberschädigung sein kann. Sie selbst bemerken in der Regel davon nichts, sondern es fällt nur bei Laborkontrollen durch den Arzt auf. Ob und welche Konsequenzen dies für Ihre Therapie hat, hängt sehr vom individuellen Fall ab. Bei einem lebensnotwendigen Medikament ohne Alternative wird man es oft tolerieren und die Leberwerte häufiger kontrollieren, in den meisten anderen Fällen wird Ihr Arzt das Medikament absetzen oder wechseln.

Keine Maßnahmen erforderlich

Mehr als 10 von 100 Behandelten werden – vorwiegend zu Beginn der Therapie – schlaflos, reizbar und weinerlich. Appetitlosigkeit kann auftreten und Gewichtsverlust nach sich ziehen. Sie bekommen Magenbeschwerden wie Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen. Gegebenenfalls sollte dann die Dosis verringert oder das Mittel nicht am Abend gegeben werden.

Frauen können durch die Behandlung mit Methylphenidat Menstruationsstörungen bekommen.

Bei Erwachsenen beiderlei Geschlechts kann sich die Lust auf Sex vermindern.

Muss beobachtet werden

Bei 1 bis 10 von 100 Behandelten steigen Puls und Blutdruck.

Auch Herzrhythmusstörungen können auftreten. Wenn das Herz stolpert und unregelmäßig schlägt und sich bei Anstrengung Schmerzen im Brustkorb oder Atembeschwerden einstellen, sollte der ADHS-Betroffene möglichst bald von einem Arzt untersucht werden.

1 bis 10 von 1 000 Anwendern von Methylphenidat sehen doppelt oder verschwommen. Seltener gibt es Schwierigkeiten beim Sehen in der Nähe und Ferne.

Bewegungsstörungen (Tics, z. B. Haarezupfen, Zungenschnalzen) kommen selten vor, sollten aber ein Grund sein, den Arzt aufzusuchen. Das gilt auch für Fieber, das bei 1 bis 10 von 100 Anwendern auftritt.

Das Mittel kann die Muskelspannung erhöhen und führt bei 1 bis 10 von 100 Behandelten zu Muskelkrämpfen. Das kann auch die Kaumuskulatur betreffen. Wenn es vermehrt zu schmerzhaften muskulären Verspannungen oder zu einer Kiefersperre kommt, sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen.

Bei 1 von 1 000 Kindern verzögert sich das Längenwachstum. Wächst das Kind nicht altersentsprechend, sollten Sie mit dem Arzt sprechen. Eventuell muss die Behandlung unterbrochen werden.

Krampfanfälle, die bei der Behandlung mit Methylphenidat erstmalig auftreten oder vermehrt bei denjenigen, die schon einmal Krampfanfälle hatten, sollten Sie zum Arzt führen. Möglicherweise muss das Mittel abgesetzt werden.

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf das Mittel. Bei solchen Hauterscheinungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um zu klären, ob es sich tatsächlich um eine allergische Hautreaktion handelt, Sie das Mittel ersatzlos absetzen können oder ein Alternativmedikament benötigen.

Sofort zum Arzt

Das Mittel kann die Leber schwer schädigen. Typische Anzeichen dafür sind: eine dunkle Verfärbung des Urins, eine helle Verfärbung des Stuhlgangs oder es entwickelt sich eine Gelbsucht (erkennbar an einer gelb verfärbten Augenbindehaut), oft begleitet von starkem Juckreiz am ganzen Körper. Tritt eines dieser für einen Leberschaden charakteristischen Krankheitszeichen auf, müssen Sie sofort zum Arzt gehen.

Wenn sich schwere Hauterscheinungen mit Rötung und Quaddeln an Haut und Schleimhäuten sehr rasch (meist innerhalb von Minuten) entwickeln und zusätzlich Luftnot oder eine Kreislaufschwäche mit Schwindel und Schwarzsehen oder Durchfälle und Erbrechen auftreten, kann es sich um eine lebensbedrohliche Allergie bzw. einen lebensbedrohlichen allergischen Schock (anaphylaktischer Schock) handeln. In diesem Fall müssen Sie die Behandlung mit dem Medikament sofort stoppen und den Notarzt (Telefon 112) verständigen.

Bei 1 bis 10 von 1 000 Behandelten kann das Unterhautfettgewebe anschwellen. Geschieht dies im Bereich des Gesichts, der Lippen und Zunge, besteht die Gefahr von Atemnot und Erstickungsanfällen (Quincke- oder Angioödem). Dann müssen Sie sofort einen Arzt rufen.

In Einzelfällen können schwere Kopfschmerzen auftreten, die mit einem Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen einhergehen. Auch Schwäche, Lähmungen und Beeinträchtigungen von Koordination, Sehen, Sprechen und Gedächtnis können sich einstellen. Bei diesen Symptomen eines Schlaganfalls sollten Sie das Mittel nicht mehr einnehmen und sich sofort an einen Arzt wenden.

Vereinzelt sind bei Jungen langanhaltende, schmerzhafte Erektionen (Priapismus) aufgetreten. Solche Ereignisse gab es aber nur, wenn das Kind mit einer Retardzubereitung in hoher Dosierung behandelt wurde und vergessen hatte, die Tablette einzunehmen, oder wenn die Arzneimitteleinnahme längere Zeit unterbrochen wurde. Bei einer Dauererektion muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Bisher gibt es keine ausreichenden Erkenntnisse über die Anwendung von Methylphenidat in der Schwangerschaft und dessen Auswirkungen auf das Ungeborene. Es sollte daher sicherheitshalber in dieser Zeit nicht angewendet werden oder nur dann, wenn der zu erwartende Nutzen für die Mutter höher eingeschätzt wird als das mögliche Risiko für das Kind.

Während der Stillzeit sollte Methylphenidat aus Sicherheitsgründen nicht eingenommen werden.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Kinder unter sechs Jahren dürfen nicht mit Methylphenidat behandelt werden.

Zur Verkehrstüchtigkeit

Methylphenidat kann die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Erwachsene sollten deshalb nicht aktiv am Verkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und keine Arbeiten ohne sicheren Halt verrichten. Eltern von ADHS-Kindern sollten zusammen mit dem Sportlehrer oder Trainer und dem behandelnden Arzt beurteilen, inwieweit das Kind, das Methylphenidat einnimmt, Fahrrad fahren und am Sport und Straßenverkehr teilnehmen kann.

* aktualisiert am 02.02.2021

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