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Krampflösendes Mittel: Mebeverin

Wirkungsweise

Mebeverin ist ein krampflösendes Mittel. Es wird häufig bei einem Reizdarmsyndrom eingesetzt, weil es muskelentspannend wirkt und zwar vorwiegend am Dickdarm. Allerdings gibt es keine überzeugenden Studien, die die therapeutische Wirksamkeit in diesem Einsatzgebiet nachweisen. Zwar kann Mebeverin die Stuhlfrequenz und auch Darmbewegungen verringern, wodurch sich Durchfall und Bauchkrämpfe bessern könnten. Der Effekt, der in Studien dokumentiert wurde, ging aber nicht über den eines Scheinmedikaments (Placebo) hinaus. Zur Behandlung eines Reizdarms ist Mebeverin deshalb wenig geeignet.

Gegenanzeigen

Wenn die Funktion Ihrer Leber stark beeinträchtigt ist, dürfen Sie Mebeverin nicht anwenden.

Nebenwirkungen

Mebeverin wirkt nur in sehr geringem Umfang im gesamten Organismus, sondern vorwiegend am Darm. Deshalb treten unerwünschte Wirkungen nur in Einzelfällen auf.

Keine Maßnahmen erforderlich

Insbesondere zu Beginn können Kopfschmerzen auftreten, auch kann es sein, dass Sie müde werden und dass Ihnen schwindlig wird.

Muss beobachtet werden

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf das Mittel. Bei solchen Hauterscheinungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um zu klären, ob es sich tatsächlich um eine allergische Hautreaktion handelt, Sie das Mittel ersatzlos absetzen können oder ein Alternativmedikament benötigen.

Auch Nasenbluten kann ein Hinweis auf eine solche Überempfindlichkeitsreaktion sein. Besprechen Sie dann mit dem Arzt, ob Sie das Mittel absetzen können. Hört das Nasenbluten auf, handelt es sich um eine Überempfindlichkeit und Sie sollten das Mittel nicht weiter anwenden.

Sofort zum Arzt

Wenn sich schwere Hauterscheinungen mit Rötung und Quaddeln an Haut und Schleimhäuten sehr rasch (meist innerhalb von Minuten) entwickeln und zusätzlich Luftnot oder eine Kreislaufschwäche mit Schwindel und Schwarzsehen, oder Durchfälle und Erbrechen auftreten, kann es sich um eine lebensbedrohliche Allergie bzw. einen lebensbedrohlichen allergischen Schock (anaphylaktischer Schock) handeln. In diesem Fall müssen Sie die Behandlung mit dem Medikament sofort stoppen und den Notarzt (Telefon 112) verständigen.

Eine solche schwerwiegende Reaktion wurde bisher allerdings nur in Einzelfällen beobachtet. Es kann sein, dass sich eine solche Allergie auch mit Schwellungen im Gesicht, vor allem an Lippen und Zunge, bemerkbar macht. Das wurde ebenfalls bisher nur in Einzelfällen beobachtet.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Mangels Erfahrung sollten Sie Mebeverin in Schwangerschaft und Stillzeit nicht anwenden.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Mebeverin darf nicht an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre verabreicht werden. Es liegen keine ausreichenden Daten vor, die die Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Kindern und Jugendlichen belegen.

Zur Verkehrstüchtigkeit

Wenn Sie merken, dass das Mittel Sie müde und schläfrig macht, sollten Sie nicht aktiv am Verkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und keine Arbeiten ohne sicheren Halt verrichten.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs