Medikamente im Test
  • Über 9 000 Medikamente
  • Geprüft durch unabhängige Experten
  • Ständig aktualisiert

Insektizid: Ivermectin (äußerlich)

Wirkungsweise

Ivermectin-Creme kann die Beschwerden einer Rosazea, die mit Papeln und Pusteln einhergeht, im Vergleich zu einer Scheinbehandlung bessern, für die Behandlung ist es somit geeignet. Aufgrund welcher Mechanismen das Mittel wirkt, ist allerdings bisher nicht geklärt. Der Wirkstoff drängt zum einen die Entzündung in der Haut zurück. Zum anderen tötet das Mittel Parasiten ab. Daher könnten die positiven Effekte auch darauf beruhen, dass Haarbalgmilben, die eventuell für die Hautentzündung verantwortlich sind, abgetötet werden.

Insgesamt geben Untersuchungen Hinweise darauf, dass Ivermectin im Vergleich mit einer Metronidazolcreme geringfügig besser wirkt. Auch die Lebensqualität wird während der Behandlung mit Ivermectin etwas höher eingeschätzt. Allerdings ist zu bedenken, dass für Ivermectin noch nicht so viele Erfahrungen vorliegen wie für Metronidazol. Gegen andere geeignete Mittel, die bei Rosacea eingesetzt werden, ist der Wirkstoff noch nicht in guten wissenschaftlichen Studien untersucht. Ebenso wie bei diesen tritt durch die Behandlung mit Ivermectin eine vorübergehende Besserung ein, keine Heilung der Rosazea. Zudem ist zu beachten, dass es bei einem langfristigen Einsatz des Wirkstoffs zu einer Resistenzentwicklung kommen kann.

Anwendung

Das Mittel wird einmal täglich, am besten abends vor dem Schlafengehen, und für die Dauer von vier Monaten aufgetragen. Es kann bis zu vier Wochen dauern, bis die Hauterscheinungen abklingen. Wenn sich drei Monate nach Therapiebeginn der Hautzustand noch nicht merklich verbessert hat, sollte die Behandlung abgebrochen werden.

Nach dem Auftragen sollten Sie Ihre Hände sorgfältig waschen. Das Mittel sollte nicht mit den Schleimhäuten der Augen, der Nase und des Mundes in Berührung kommen.

Achtung

Soolantra enthält Parabene. Diese Konservierungsmittel können Allergien auslösen. Wenn Sie auf Parastoffe allergisch reagieren, dürfen Sie das Präparat nicht anwenden.

Gegenanzeigen

Wenn die Funktion der Leber schwer beeinträchtigt ist, sollte der Arzt Nutzen und Risiken der Anwendung besonders sorgfältig abwägen. Für diese Patientengruppe liegen keine Studiendaten vor.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Ob auf die Haut aufgetragenes Ivermectin die Wirkung anderer Arzneimitteln, die gleichzeitig mit diesem angewendet werden, verändert, oder diese die Wirkungen von Ivermectin beeinflussen, ist noch nicht gut erforscht. Einige Untersuchungen weisen allerdings darauf hin, dass die Blutspiegel von Ivermectin ansteigen können, wenn es gemeinsam mit Makrolidantibiotika wie Erythromycin (bei bakteriellen Infektionen), Antipilzmitteln wie Fluconazol und Ketoconazol oder HIV-Protease-Inhibitoren wie Ritonavir (bei Aids) eingesetzt wird. Durch die erhöhten Blutspiegel steigt das Risiko für unerwünschte Wirkungen.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Bei etwa einem von 100 Behandelten entsteht ein brennendes Gefühl auf der Haut oder die Haut kann sich gereizt und trocken anfühlen oder jucken. Dies bessert sich häufig im Laufe der Behandlung.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Kinder und Jugendliche sollten sicherheitshalber nicht mit dem Mittel behandelt werden, da für diese Altersgruppe weder die Wirksamkeit noch die Verträglichkeit nachgewiesen ist.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Da es keine Erfahrung mit der äußerlichen Anwendung von Ivermectin in der Schwangerschaft gibt, sollten Sie es sicherheitshalber in dieser Zeit nicht anwenden.

Ob das Mittel in die Muttermilch übergeht, ist nicht sicher geklärt. Ein Schaden für das gestillte Kind ist nicht sicher auszuschließen. Daher sollte das Mittel möglichst nicht während der Stillzeit angewendet werden. Wenn Sie es dennoch anwenden möchten, sollten Sie abstillen. Keinesfalls sollten Sie das Mittel während dieser Zeit auf die Brust auftragen.

Sie sehen nun nur noch Informationen zu: ${filtereditemslist}.

Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs