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Insektizid: Benzylbenzoat

Wirkungsweise

Benzylbenzoat ist ein Nervengift, das Insekten sowie deren Larven und Eier abtöten soll. Auch gegen Krätzmilben, die zu den Spinnentieren gehören, wird das Mittel eingesetzt. Solange es auf der Haut angewendet wird, ist Benzylbenzoat nur schwach giftig.

Das Mittel gibt es in zwei verschiedenen Konzentrationen. Die 25-prozentige Version ist für Erwachsene vorgesehen, die 10-prozentige für Kinder. Da es zur Behandlung von Krätze wirksamere und besser dokumentierte Mittel gibt, ist Benzylbenzoat nur mit Einschränkung geeignet.

Anwendung

Vor Therapiebeginn schneiden Sie die Nägel kurz, seifen den ganzen Körper unter der Dusche gründlich ab oder nehmen ein Vollbad und waschen auch die Haare, am besten abends. Nach etwa einer Stunde, wenn Haut und Haare vollständig getrocknet und wieder abgekühlt sind, tragen Sie das Mittel auf. Wenn möglich lassen Sie sich dabei helfen. Verteilen Sie ein Drittel des Flascheninhalts auf der gesamten Hautoberfläche vom Hals bis zu den Fußzehen und reiben die Flüssigkeit sorgfältig ein. Achten Sie genau darauf, dass Sie jeden Finger, jede Zehe und jede Körperfalte, auch im Genitalbereich und hinter den Ohren, benetzen. Haben die Milben auch Gesicht und Kopfhaut befallen, müssen Sie diese Stellen ebenso mitbehandeln. Achten Sie dann darauf, dass das Mittel nicht mit Augen und möglichst auch nicht mit Schleimhäuten in Berührung kommt, weil es diese stark reizt. Hilft eine zweite Person beim Einreiben, sollte diese Handschuhe tragen und lange Kleidung, um sich nicht anzustecken.

Diesen Vorgang wiederholen Sie an den darauf folgenden zwei Abenden, sodass Sie innerhalb von drei Tagen die ganze Flasche leeren. Duschen oder baden sollten Sie immer direkt vor der nächsten Behandlung. Am vierten Tag nehmen Sie zum Abschluss der Behandlung ein Vollbad oder duschen von Kopf bis Fuß und seifen den ganzen Körper gründlich ab. Wechseln Sie dann komplett Kleidung und Bettwäsche.

Zwei und vier bis acht Wochen nach der Behandlung sollten Sie beim Arzt untersuchen lassen, ob die Therapie erfolgreich war.

Auch nach der Behandlung kann der Juckreiz anhalten. Wenn die Behandlung abgeschlossen ist, können Sie Ihre Haut mit einer wirkstofffreien Salbe oder Creme pflegen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Andere Mittel gegen Krätze sollten Sie nicht gleichzeitig anwenden, weil sich die Mittel in ihrer Wirkung gegenseitig behindern können.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Die mit dem Mittel behandelte Haut kann sich röten, brennen und jucken.

Muss beobachtet werden

Fühlen Sie sich unwohl und bilden sich an den behandelten Stellen Bläschen sowie sichtbare Schwellungen und tritt verstärkter Juckreiz auf, reagieren Sie vermutlich allergisch auf das Mittel. Dann sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Manchmal halten Juckreiz und Hautrötung auch nach erfolgreicher Behandlung der Krätze weiter an. Auch dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Für die Behandlung von Kindern ab einem Jahr steht eine Zubereitung in entsprechend verringerter Dosierung zur Verfügung.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft und Stillzeit dürfen Sie das Mittel nur nach Rücksprache mit einem Arzt anwenden.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs