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Husten- und Bronchialtees

Wirkungsweise

Die in den Tees enthaltenen pflanzlichen Inhaltsstoffe und ätherischen Öle sollen das Abhusten unterstützen. Die Wirkstoffe sind aber meist zu niedrig dosiert, um tatsächlich sekretlösend wirken zu können. Dies gilt insbesondere für Tees mit vielen verschiedenen Pflanzenbestandteilen. Auch wirken Teemischungen nicht besser als einzelne Kräutertees (z. B. mit Lindenblüten oder Thymian). Positiv an den Hustentees ist weniger der Gehalt an sekretlösenden Kräutern als vielmehr, dass sie während der Erkrankungszeit eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gewährleisten. Das kann dazu beitragen, dass sich der Schleim besser löst. Die warmen Hustentees sind meist angenehmer als kalte Getränke, die den Hustenreiz teilweise eher noch verstärken können. Für diesen Zweck sind die Teezubereitungen mit Einschränkung geeignet.

Wenn Sie bei Husten darauf achten, ausreichend zu trinken, kann sich der festsitzende Schleim in den Bronchien besser lösen und leichter abgehustet werden. Die Empfehlung, bei einem Husten mehr zu trinken als normal, entspringt aber der Erfahrung und ist bisher nicht in klinischen Untersuchungen bestätigt worden. Achten Sie darauf, dass Sie des Guten nicht zu viel tun: Eventuell kann viel zu trinken auch riskant sein, vor allem wenn Sie ein schwaches Herz haben oder Ihre Nieren nicht richtig arbeiten, da die vermehrt aufgenommene Flüssigkeit nicht schnell genug wieder ausgeschieden wird und so den Kreislauf zusätzlich belastet.

Bad Heilbrunner Hals- und Rachentee enthält mit Eibischwurzel und -blättern Schleimstoffe, die dazu beitragen sollen, die bei trockenem Husten meist gereizte Rachenschleimhaut zu beruhigen und den Hustenreiz zu lindern. Anis und Süßholzwurzel sollen eher sekretlösend wirken. Ob diese Bestandteile tatsächlich eine solche Wirkung entfalten, ist noch nicht ausreichend nachgewiesen. Auch dieser Tee ist deshalb mit Einschränkung geeignet.

Gegenanzeigen

Bad Heilbrunner Husten- und Bronchialtee, H&S Husten- und Bronchialtee N: Wenn Sie auf Lippenblütlergewächse (z. B. Pfefferminze, Lavendel, Basilikum) allergisch reagieren, sollten Sie diese Tees nicht trinken, weil Thymian ebenfalls zu dieser Pflanzengruppe gehört. Das gilt auch, wenn Sie auf Birke, Beifuß oder Sellerie allergisch reagieren, da dann die Gefahr einer Kreuzallergie besteht.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Bad Heilbrunner Hals- und Rachentee, H&S Husten- und Bronchialtee N: Wenn Sie einen dieser Tees über mehrere Wochen regelmäßig und in größeren Mengen trinken, müssen Sie damit rechnen, dass aufgrund des Süßholzanteils zuviel Kalium ausgeschwemmt wird. Wenn Sie Diuretika (bei hohem Blutdruck) und/oder Abführmittel (bei Verstopfung) einnehmen, kann sich der Salzverlust noch verstärken. In der Folge kann es zu Rhythmusstörungen am Herzen kommen.

Unbedingt beachten

Die durch den Anteil an Süßholzwurzel bedingten Kaliumverluste können die Wirkung von Digitalisglycosiden (bei Herzschwäche) verstärken. Näheres hierzu Mittel bei Herzschwäche: verstärkte Wirkung.

Nebenwirkungen

Muss beobachtet werden

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie vermutlich allergisch auf einen oder mehrere Bestandteile der Teemischung. Dann sollten Sie den Tee nicht weitertrinken. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Bad Heilbrunner Hals- und Rachentee, H&S Husten- und Bronchialtee N: Wenn Sie diese Tees häufig und über einen langen Zeitraum trinken, kann sich aufgrund des Süßholzanteils der Mineralstoffhaushalt verändern, sodass der Blutdruck ansteigt und sich Wasser im Gewebe ansammelt (Ödem). Dann sollten Sie den Tee nicht weitertrinken. Wenn sich die Ödeme anschließend nicht zurückbilden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Bei Kindern

Diese Husten- und Bronchialtees werden erst für Kinder ab zwölf Jahren empfohlen. Zur Anwendung bei jüngeren Kindern liegen keine ausreichenden Erkenntnisse vor.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie diese Tees nicht trinken.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs