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Hautreizende Mittel: Nicoboxil + Nonivamid (äußerlich/Kombination)

Wirkungsweise

Die Creme mit Nicoboxil und Nonivamid erweitert die Blutgefäße der Haut und hinterlässt ein Wärmegefühl, das sich positiv bei verschiedenen Erkrankungen des Bewegungssystems auswirken soll. Nicoboxil ist von Nikotinsäure abgeleitet und wirkt wie diese. Nonivamid ist ein synthetisch hergestellter Stoff mit den Eigenschaften von Cayennepfeffer. Beide Substanzen werden durch die Haut aufgenommen.

Prellung, Zerrung, Verstauchung

Für die Anwendung bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen ist die therapeutische Wirksamkeit dieser Kombination nicht ausreichend nachgewiesen. Daher wird das Produkt hierfür als "wenig geeignet" bewertet.

Rheumatische Beschwerden, Kreuz- und Rücken­beschwerden, Verspannungen

Es liegen bisher keine ausreichenden Nachweise dafür vor, dass diese Kombination bei Verspannungen eine therapeutische Wirksamkeit hat. Das Mittel wird zum Einsatz gegen Verspannungen als "wenig geeignet" bewertet.

Arthrose, Gelenk­beschwerden

Bei arthrosebedingten Gelenkbeschwerden gilt das Mittel als "wenig geeignet". Hierbei kann das Mittel allenfalls unterstützend eingesetzt werden. Für die alleinige Behandlung von Gelenkschmerzen ist die therapeutische Wirksamkeit über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend nachgewiesen. Auf entzündete Gelenke soll die Creme keinesfalls aufgetragen werden. Mittel, die die Durchblutung fördern, sind hier unangebracht, weil sich die Entzündung durch die Wärmeentwicklung verstärken kann.

Anwendung

Die Wärmewirkung nach dem Auftragen der Creme hält drei bis sechs Stunden lang an. Ein warmes Bad vor dem Auftragen verlängert die Wirkung. Personen mit empfindlicher Haut sollten aber darauf besser verzichten, um die Haut nicht zu stark zu beanspruchen.

Waschen Sie sich nach dem Auftragen sorgfältig die Hände und bürsten Sie sich die Nägel. Wenn Reste des Mittels in die Augen und auf Schleimhäute gelangen, kann das stark brennen.

Gegenanzeigen

Sie dürfen das Mittel nicht auf Schleimhäuten, offenen Wunden und bei Hauterkrankungen wie Ekzemen oder Schuppenflechte anwenden.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Bei den meisten Menschen rötet sich infolge der verstärkten Durchblutung der behandelte Hautbereich. In den ersten Behandlungstagen ist das mit leichtem Hautbrennen verbunden. Hierbei handelt es sich um die erwünschte Reaktion auf das Arzneimittel.

Muss beobachtet werden

Schmerzt die Haut, auf der die Creme aufgetragen wurde, schwillt sie an und bilden sich dort Bläschen, sollte das Mittel sofort entfernt werden. Dabei kann es sich um erste Anzeichen einer Verbrennung handeln.

Wenn sich die Haut verstärkt rötet oder juckt, reagieren Sie vermutlich allergisch auf das Mittel. Dann sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Sofort zum Arzt

In Einzelfällen kann es besonders bei Allergikern zu einer schweren Allergie bis hin zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen. Symptome hierfür sind starker Hautausschlag, Anschwellen der Kehlkopfschleimhaut, Atemnot und Blutdruckabfall, Herzrasen und Schock. Dann muss die Anwendung sofort abgebrochen werden und unverzüglich ein Notarzt (Telefon 112) gerufen werden.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Es gibt keine dokumentierten Erfahrungen für die Anwendung bei Kindern. Sicherheitshalber sollte daher das Mittel daher bei Kindern unter zwölf Jahren nicht aufgetragen werden.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Mit dem Gebrauch dieses Mittels während der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Daher sollten Sie es nicht anwenden.

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