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Haarwasser: Estradiol (äußerlich)

Wirkungsweise

Das Östrogen 17-Alpha-Estradiol soll durch die Hemmung des Enzyms 5-Alpha-Reduktase Haarausfall vermindern. Der Wirkstoff ist ein synthetisch hergestelltes Hormon. Es gehört zu den Östrogenen (weibliche Geschlechtshormone), wirkt aber nur sehr schwach hormonell. Bedeutsamer ist die Wirkung als Enzym-Hemmstoff.

Die Alpha-5-Reduktase ist für die Umwandlung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron in das stärker wirksame Dihydrotestosteron verantwortlich. Dihydrotestosteron, das bei Männern und Frauen vorhanden ist, kann den Haarwuchs an den Haarwurzeln behindern und auf diese Weise Haarausfall fördern. Wird es gar nicht erst gebildet, etwa weil 17-alpha-Estradiol dies blockiert, könnten auch wieder mehr Haare wachsen. Testergebnis hormonhaltiges Haarwasser

Obwohl einige Studien zu diesen Mitteln vorliegen, wurde bisher die therapeutische Wirksamkeit bei Haarausfall nicht ausreichend nachgewiesen. Die Haarwässer sind deshalb wenig geeignet. Denkbar ist allenfalls ein Therapieversuch bei Männern und Frauen, bei denen ein hormonell bedingter (androgenetischer) Haarausfall stabilisiert werden soll.

Anwendung

Mit einer sichtbaren Wirkung können Sie frühestens nach ein bis zwei Monaten rechnen. Länger als ein Jahr sollten Sie das Mittel nicht anwenden.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Der Alkoholanteil in dem Haarwasser kann dazu führen, dass die Kopfhaut sich rötet und brennt.

Muss beobachtet werden

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf das Mittel. Bei solchen Hauterscheinungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um zu klären, ob es sich tatsächlich um eine allergische Hautreaktion handelt und Sie ein Alternativmedikament benötigen.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Über die Risiken einer Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine Erkenntnisse. Da die Mittel ohnehin als "wenig geeignet" erachtet werden, sollten Sie darauf verzichten.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre sollten Sie die Mittel nicht anwenden.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs