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Glycerol (Ohrentropfen)

Wirkungsweise

Glycerol – auch als Glyzerin bekannt – kann viel Wasser binden und damit der Haut Feuchtigkeit entziehen. Es fühlt sich zwar ölig an, ist aber eine Substanz, die sich mit Wasser gut mischt. Außerdem haftet es gut auf der Haut. Darauf basiert die Annahme, dass es damit möglich sein müsste, dem Ohrgewebe, das infolge einer Entzündung angeschwollen ist, so viel Wasser zu entziehen, dass die Schwellung zurückgeht. Es gibt aber keine kontrollierten klinischen Untersuchungen, die belegen, dass sich die theoretischen Überlegungen zur Wirkung auch in der Praxis bestätigen.

Da die therapeutische Wirksamkeit von Glycerol demnach nicht nachgewiesen ist, wird das Medizinprodukt für die Behandlung von Ohrentzündungen als "wenig geeignet" eingestuft. Es kann allerdings zur Pflege besonders empfindlicher Ohren eingesetzt werden. Dazu werden die Tropfen ins Ohr geträufelt und die Öffnung anschließend locker mit einem Wattebausch verschlossen.

Anwendung

Näheres zur Anwendung lesen Sie unter Hinweise zum Gebrauch von Ohrentropfen.

Gegenanzeigen

Wenn das Trommelfell verletzt ist, dürfen Sie die Tropfen nicht anwenden.

Nebenwirkungen

Muss beobachtet werden

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt oder sich ein schuppender, juckender Ausschlag bildet, reagieren Sie vermutlich allergisch auf das Mittel. Dann sollten Sie es absetzen. Sind die  Hautveränderungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs