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Epinephrin (zum Inhalieren)

Wirkungsweise

Epinephrin ist die im Körper wirksame Form von Adrenalin. Epinephrin wirkt auf zahlreiche Organe ein, z. B. das Herz, die glatte Muskulatur von Lunge, Magen-Darm und Blutgefäßen, und beeinflusst die Drüsenfunktionen. Der Wirkstoff bindet im Körper an verschiedenen Stellen. Kommt es zu einer körperlichen Belastung treten, je nach dem wieviel Epinephrin im Körper ausgeschüttet wird – bzw. wie hoch die gegebene Dosis ist –, unterschiedliche Effekte auf:

  • Die Schlagkraft und die Frequenz des Herzens nimmt zu.
  • Die Gefäße verengen sich.
  • Die Atemmuskulatur entspannt sich.

Bei einem Pseudokrupp-Anfall hilft es, dass sich durch das Inhalieren von Adrenalin innerhalb von einer halben Stunde die Blutgefäße verengen und die geschwollenen Schleimhäute der Atemwege wieder abschwellen. Dadurch wird die Atmung erleichtert. Üblicherweise genügt allerdings die Anwendung von Glucocorticoiden als Tabletten oder Zäpfchen, um einen Anfall zu beenden.

Bei besonders schweren Anfällen mit akuter Atemnot ist die zusätzliche Gabe von Epinephrin zum Inhalieren geeignet, um einen Pseudokrupp-Anfall zu beenden.

Achtung

Das Mittel dürfen erst Säuglinge ab 6 Monaten bekommen.

Anwendung

Adrenalin sollte bei Kindern nur in Ausnahmefällen außerhalb der Praxis oder dem Krankenhaus gegeben werden. Voraussetzung ist, dass die Eltern in der Anwendungsweise entsprechend geschult sind.

Vor der ersten Anwendung, müssen Sie den Dosierknopf solange drücken, bis die Lösung aus der Öffnung tropft. Erst dann ist das Mittel einsatzbereit.

1 bis 2 Milliliter der Lösung, das entspricht 7 bis 14 Hüben, werden mit Hilfe eines Verneblers inhaliert.

Die Wirkung setzt innerhalb weniger Minuten ein und hält maximal zwei Stunden an. Bei Bedarf darf das Mittel noch einmal im Abstand von etwa 30 bis 60 Minuten verabreicht werden. Bessert sich die Atemnot dann noch immer nicht ausreichend, müssen Sie einen Arzt aufsuchen.

Nach der Inhalation sollten Sie dem Kind den Mund mit Wasser ausspülen, damit die im Mund verbliebene Lösung nicht geschluckt wird. Ansonsten kann dem Kind übel werden oder es erbricht.

Wenn Sie Infectokrupp vorsorglich vom Kinderarzt bekommen haben, und das Mittel eine Zeitlang aufbewahren müssen, sind die Hinweise zu Lagerung und zur Haltbarkeit strikt zu beachten.

Gegenanzeigen

Vor Verschreibung des Adrenalin-Inhalats muss der Arzt ausschließen, dass Ihr Kind an einem hohen Augeninnendruck oder einer schwerwiegenden Herzrhythmusstörung leidet, bei der das Herz zu schnell schlägt.

Wenn Ihr Kind zusätzlich einen Diabetes, eine Schilddrüsenüberfunktion oder einen hohen Blutdruck hat oder wenn seine Nierenfunktion stark eingeschränkt ist, sollten Sie nach der Notfall-Anwendung von Infectokrupp den Arzt aufsuchen.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Es können vorübergehend Unruhe, Anspannung und Angstgefühle sowie Zittern, Schwindel und Schwächeanfälle mit Kältegefühl an Händen und Füßen sowie auffallend blasser Haut am ganzen Körper auftreten.

Beschleunigter Herzschlag und Atemnot verschwinden im Allgemeinen, ohne dass eine spezielle Behandlung notwendig ist. Der Blutdruck kann vorübergehend ansteigen.

Nach der Inhalation kann es aufgrund der Adrenalinwirkung direkt auf die Mundschleimhaut vermehrt zu Speichelfluss kommen. Das Kind kann unter Umständen auch vermehrt schwitzen. Beides vergeht mit der Zeit.

Im Bereich der Inhalationsmaske können Haut und Schleimhaut blasser werden, insbesondere, wenn die Anwendung wiederholt werden muss.

Muss beobachtet werden

Adrenalin stimuliert die Zuckerfreisetzung aus den körpereigenen Depots, wodurch der Blutzuckerspiegel ansteigen kann. Wenn das behandelte Kind Diabetes hat und der Blutzuckerspiegel häufig schwankt, sollte nach der Inhalation der Blutzuckerspiegel überprüft werden.

Wenn sich der beschleunigte Herzschlag nicht beruhigt, sondern sich nach der Anwendung gar beschleunigt oder unregelmäßig wird, sollten Sie mit Ihrem Kind möglichst rasch einen Arzt aufsuchen.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs