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Enzyme + Rutosid: Bromelain + Trypsin + Rutosid (Kombination)

Wirkungsweise

Diese Mischung aus den zwei Enzymen Bromelain und Trypsin sowie Rutosid soll zur Behandlung von Verletzungsfolgen und verschleißbedingten Gelenkentzündungen eingesetzt werden. Testergebnisse Kombinationen bei Prellungen

Enzyme sind chemische Substanzen, die andere Verbindungen in ihre Bestandteile aufspalten. Die Enzyme der Verdauungsorgane dienen dazu, Stärke, Eiweiße und Fette aufzuspalten. Die Bauchspeicheldrüse produziert z. B. Trypsin für die Eiweißverdauung.

Als Bromelain bezeichnet man ein Gemisch aus eiweißspaltenden Enzymen, das aus Ananas gewonnen wird.

Rutosid, früher meist als Rutin bezeichnet, gehört zu einer weit verbreiteten Gruppe von Pflanzeninhaltsstoffen. Es soll bei Venenschwäche und Krampfadern abschwellend wirken, indem es die Blutgefäße von innen "abdichtet". Dadurch soll weniger Flüssigkeit ins Gewebe übertreten, sodass es sich dort auch nicht ansammeln kann (Ödem).

Studien, die die therapeutische Wirksamkeit des Mittels ausreichend nachweisen, liegen weder für Verletzungen noch für Arthrose vor. Außerdem ist fraglich, ob die Enzyme bei innerlicher Anwendung überhaupt in nennenswerter Menge ins Blut aufgenommen werden und ob sie dann dorthin gelangen, wo sie ihre Wirkung entfalten sollen. Darüber hinaus gibt es keine Belege, dass sich die Wirkungen von Enzymen und Rutosid sinnvoll ergänzen. Aus diesen Gründen wird das aufgeführte Produkt als "wenig geeignet" bewertet.

Achtung

Das Mittel kann Auswirkungen auf die Blutgerinnung haben. Wenn eine Operation geplant ist, sollte Wobenzym vier Tage vor diesem Eingriff abgesetzt werden.

Gegenanzeigen

Wenn Ihre Nieren- und die Leberfunktion stark eingeschränkt ist, dürfen Sie das Mittel nicht einnehmen.

Das gilt auch, wenn Sie an einer schweren Blutgerinnungsstörung leiden (z. B. bei Bluterkrankheit oder bei der Einnahme von Arzneimitteln, die die Blutgerinnung hemmen).

Unmittelbar vor oder nach einer Operation, sollten Sie Rücksprache mit einem Arzt halten, bevor Sie mit der Einnahme des Mittel beginnen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wenn Sie noch andere Medikamente nehmen, ist zu beachten, dass Amoxicillin und Tetracycline (bei bakteriellen Infektionen) durch dieses Mittel stärker wirken können. Damit steigt das Risiko für unerwünschte Wirkungen.

Unbedingt beachten

Dieses Kombinationsmittel kann die Wirkung der gerinnungshemmenden Mittel Phenprocoumon und Warfarin sowie von Acetylsalicylsäure (ASS), Clopidogrel, Prasugrel und Ticlopidin, die bei erhöhter Thrombosegefahr als Tabletten eingenommen werden, verstärken. Deshalb müssen Sie die Blutgerinnung häufiger als sonst selbst kontrollieren oder vom Arzt kontrollieren lassen und gegebenenfalls nach Absprache mit dem Arzt die Dosis der Gerinnungshemmer verringern. Näheres hierzu finden Sie unter Mittel zur Blutverdünnung: verstärkte Wirkung.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Bei etwa 1 von 100 Anwendern können sich Beschaffenheit, Farbe und Geruch des Stuhls verändern oder Durchfälle auftreten. Auch Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen können auftreten.

Muss beobachtet werden

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf das Mittel. Haben Sie sich das Mittel zur Eigenbehandlung ohne Rezept besorgt, sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen auch einige Tage nach dem Absetzen nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Derartige allergische Reaktionen zeigen sich bei 1 bis 10 von 10 000 Behandelten.

Bei 1 bis 10 von 1 000 Behandelten kann es zu asthmaähnlichen Beschwerden kommen. Auch diese deuten auf eine allergische Reaktion hin. Sie sollten dann das Mittel absetzen und Ihrem Arzt davon berichten.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Für die Anwendung dieses Mittels in der Schwangerschaft liegen keine ausreichenden Erkenntnisse vor. Da das Mittel ohnehin als "wenig geeignet" bewertet wird, sollten Sie es nicht anwenden.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Es liegen keine ausreichenden Erkenntnisse zur Anwendung des Mittels bei Kindern und Jugendlichen vor. Sie sollten daher sicherheitshalber nicht damit behandelt werden.

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