Medikamente im Test

Entwöhnungsmittel: Nikotin

Wirkungsweise

Der Einsatz von Nikotinpräparaten macht es wahrscheinlicher, tatsächlich vom Rauchen loszukommen. In den klinischen Untersuchungen, die dazu durchgeführt wurden und Menschen nach ihrem Rauchstopp beobachtet hatten, schafften es ohne Nikotinprodukte etwa 10 von 100 Rauchern, über zwei Jahre hinweg ohne Zigaretten auszukommen. Von denjenigen, die Nikotinpräparate verwendet hatten, waren es etwa 16 von 100.

Nikotin regt das zentrale Nervensystem an. In einer Konzentration, wie sie nach dem Inhalieren von Tabakrauch erzielt wird, lässt es das Herz schneller schlagen, den Blutdruck ansteigen, es verengt die Blutgefäße der Haut und regt den Magen-Darm-Trakt zu stärkerer Tätigkeit an

Zur Unterstützung der Raucherentwöhnung im Rahmen eines langfristigen Programms werden die meisten nikotinhaltigen Produkte als "geeignet" bewertet. Ausgenommen davon sind nikotinhaltige Pflaster, die nach 16 Stunden entfernt werden und nicht wie die übrigen 24 Stunden auf der Haut bleiben. Die 16-Stunden-Pflaster (nicorette TX) gelten als "auch geeignet", weil es Hinweise gibt, dass sie das Verlangen der Raucher nach Zigaretten – insbesondere nach der ersten am Morgen – weniger stark dämpfen als die 24-Stunden-Pflaster. Möglicherweise verbessert sich bei den 16-Stunden-Pflastern auch das Schlafmuster weniger deutlich.

Ein Entwöhnungsprogramm mit Nikotinpräparaten und psychotherapeutischer Beratung kann insbesondere Menschen zugute kommen, die seit Jahren rauchen und in der Folge eine chronisch-obstruktive Lungenkrankheit (COPD, "Raucherlunge") entwickelt haben. Die gemeinsame Auswertung mehrerer Studien hat gezeigt, dass 22 von 100 Teilnehmern eines solchen Programms nach 5 Jahren immer noch Nichtraucher sind. Von denjenigen, die ohne Behandlung geblieben waren oder eine psychotherapeutische Beratung, aber keine Nikotinpräparate erhalten hatten, waren es nur 6 von 100.

Damit bei einer Raucherentwöhnung mithilfe von Nikotinpräparaten die Nikotinkonzentration im Blut nicht zu sehr ansteigt, wird empfohlen, das Rauchen ganz einzustellen. Da das erfahrungsgemäß manchen Rauchern schwerfällt, wird auch ein abgestuftes Vorgehen angeboten. Wer das Zigarettenrauchen nicht sofort einstellen kann, reduziert die Menge der täglich gerauchten Zigaretten und ersetzt die fehlende Nikotindosis durch Nikotinkaugummis oder Inhaler. Nach einigen Wochen sollen die Zigaretten dann aber ganz wegfallen. Dieses Vorgehen war selbst bei den Teilnehmern erfolgreich, denen es schon genügt hätte, am Ende der Behandlung weniger zu rauchen als bisher, die also nicht unbedingt Nichtraucher werden wollten. Sogar von diesen gaben einige das Zigarettenrauchen komplett auf. Bei diesem Verfahren ist aber zu bedenken, dass unkontrolliertes Rauchen während der Behandlung zu einer Nikotinüberdosierung führen kann. Diese kann sich in Form von Herz-Kreislauf-Problemen bemerkbar machen.

Das Bedürfnis von Rauchern, immer wieder zur Zigarette zu greifen, beruht darauf, dass der Nikotinspiegel im Blut steigt und fällt. Dieses schnelle Ansteigen und Abfallen ruft lustvolle Empfindungen hervor. Auf diesem "Kick" beruht ein wesentlicher Teil der Nikotinabhängigkeit. Nicht mehr zu rauchen bedeutet also, sich von dieser Wirkung des Rauchens zu entwöhnen. Bei diesem Bemühen können die verschiedenen Zubereitungsarten von Nikotin unterschiedlich hilfreich sein.

Nikotin gibt es als Pflaster, Kaugummis, Lutsch- und Sublingualtabletten sowie zum Inhalieren. Welche Zubereitungsart gewählt wird und in welcher Dosierung, richtet sich nach den bisherigen Rauchgewohnheiten. Unter Umständen verbessern sich die Erfolgschancen, wenn verschiedene Zubereitungsarten kombiniert werden. So lässt sich zum Beispiel während einer Pflasteranwendung das akute Verlangen nach Nikotin mit Kaugummis, Lutsch-, Sublingualtabletten und Inhaler stillen, weil sich mit ihnen der rasche Anstieg von Nikotin im Blut in etwa nachahmen lässt.

Pflaster geben Nikotin dagegen langsam und in gleichbleibender Menge ab. Damit entfällt das schnelle, lustbetonte Ansteigen und Abfallen seiner Wirkung. Außerdem wird die Gewohnheit, zur Zigarette zu greifen, von der Wirkung des Nikotins entkoppelt. Das wirkt dem Suchtverhalten entgegen. Insbesondere starke Raucher sollten also Pflaster bevorzugen, um das wiederkehrende Verlangen nach Nikotin zu stoppen.

In Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass insbesondere bei starken Rauchern höher dosierte Nikotinpräparate besser wirken als niedrig dosierte.

Bei akutem Drang nach einer Zigarette können sie zusätzlich zum Pflaster Nikotin-Kaugummis, Lutsch-, Sublingualtabletten oder Inhaler einsetzen. Aus ihnen gelangt das Nikotin innerhalb von 20 bis 30 Minuten ins Gehirn. Auf diese Weise können sie ein langfristig angelegtes Raucherentwöhnungsprogramm unterstützen.

Kaugummis, Lutsch- und Sublingualtabletten eignen sich auch für Menschen, die nur gelegentlich oder nicht allzu stark rauchen. Ein gleichmäßiger Wirkstoffspiegel ist mit diesen Produkten nicht zu erzielen.

Anwendung

Pflaster

Die Wahl der Pflasterdosierung richtet sich nach den bisherigen Rauchgewohnheiten. Haben Sie weniger als 20 Zigaretten täglich geraucht, genügt das Pflaster mit der geringsten Nikotinmenge. Waren es zwischen 20 und 30 Zigaretten pro Tag, wählen Sie das Pflaster mit der mittleren Dosierung. Haben Sie mehr als 30 Zigaretten täglich geraucht, beginnen Sie mit dem Pflaster, das die größte Nikotinmenge freisetzt. Sollten Sie bei der gewählten Dosierung deutliche Entzugserscheinungen spüren, können Sie zu dem nächsthöher dosierten Produkt greifen.

nicorette TX: Wenn Sie täglich mehr als 20 Zigaretten rauchen, beginnen Sie nach den Herstellerempfehlungen mit dem am höchsten dosierten Pflaster und reduzieren im Anschluss schrittweise. Werden täglich weniger als 20 Zigaretten konsumiert, beginnen Sie mit der mittleren Pflasterstärke und schleichen mit dem Pflaster aus, das die geringste Nikotindosis freisetzt.

Im Allgemeinen wird die zuerst gewählte Pflasterstärke sechs bis acht Wochen beibehalten. Dann wird zu der nächstniedrigeren Stärke gewechselt und diese für zwei bis vier Wochen angewendet. Das Produkt mit der jeweils geringsten Nikotindosierung dient dazu, sich langsam aus der Behandlung auszuschleichen. Nach längstens drei Monaten sollten Sie die Behandlung beenden.

Die Pflaster sollen regelmäßig jeden Tag angewendet werden. Wie lange sie im Tagesverlauf auf der Haut bleiben, unterscheidet sich nach Art des Produkts. Die meisten Produkte sind zur 24-Stunden-Anwendung gedacht. Jeden Morgen kleben Sie ein Nikotinpflaster auf und lassen es dort den ganzen Tag und die Nacht. Am nächsten Morgen wird dieses Pflaster gegen ein Neues getauscht. Das nicorette TX-Pflaster wird hingegen nach 16 Stunden entfernt. Das nächste nicorette-TX-Pflaster wird erst am darauf folgenden Morgen aufgeklebt, sodass der Körper über Nacht ohne Nikotin bleibt.

Kleben Sie das Pflaster auf eine unbehaarte und nicht eingefettete, saubere und trockene Hautstelle ohne Verletzungen. Am besten geeignet sind Rumpf, Oberarm und obere Hüfte. Nehmen Sie das Pflaster aus seiner Kunststoffhülle und drücken Sie es dann 10 bis 20 Sekunden lang mit der Handfläche auf die Haut. Waschen Sie sich nach dem Aufkleben gründlich die Hände!

Die Haut unter dem Pflaster wird strapaziert. Kleben Sie es darum jeden Tag auf eine andere Stelle Ihres Körpers, sonst gelangt womöglich zu viel Wirkstoff durch die angegriffene Haut ins Blut.

Kaugummis, Lutschtabletten, Sublingualtabletten

Bei diesen Zubereitungen wird das Nikotin über die Mundschleimhaut in den Körper aufgenommen. Damit es möglichst vollständig in den Körper gelangt, sollten Sie die Mittel etwa eine halbe Stunde lang sehr langsam kauen, im Mund zergehen lassen oder das Nikotinprodukt unter die Zunge legen.

Wer bisher weniger als 20 Zigaretten täglich geraucht hat, sollte es zunächst mit den 2-Milligramm-Produkten versuchen. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass diese geringe Dosierung kaum mehr bewirkt als ein Scheinmittel.

Wer bisher mehr als 20 Zigaretten täglich geraucht hat oder mit den 2-Milligramm-Produkten nicht aufhören kann, sollte die Produkte verwenden, die 4-Milligramm Nikotin enthalten oder sich ein angemessen dosiertes Nikotinpflaster aufkleben.

Um im Blut einen gewissen Nikotinpegel aufrechtzuerhalten, müssen Sie jede Stunde ein Kaugummi mit 4 Milligramm Nikotin kauen oder eine entsprechend dosierte Sublingualtablette unter der Zunge zergehen lassen. So gleichmäßig wie bei der Pflasteranwendung lässt sich der Nikotinspiegel damit jedoch nicht einstellen.

Nach etwa vier bis sechs Wochen können Sie die Dosierung verringern, was bedeutet, dass Sie die Produkte nicht mehr jede Stunde, sondern in größeren Abständen anwenden. Nach drei Monaten sollten Sie die Anwendung beenden.

Sie können bei einer Behandlung mit Nikotinpflastern noch zusätzlich zu Kaugummis, Lutsch- oder Sublingualtablette greifen, wenn Sie das Verlangen nach einer Zigarette überkommt. Insbesondere bei starken Rauchern kann dieser kombinierte Einsatz die Chance für einen Rauchstopp erhöhen.

Für Prothesenträger sind Lutsch- und Sublingualtabletten oder Inhaler besser geeignet als Kaugummis.

Inhaler

Der Inhaler besteht aus einem Mundstück, in das eine Patrone mit Nikotin eingesetzt wird. Um an das Nikotin zu kommen, saugen Sie an dem Mundstück. Dabei verdampft eine bestimmte Menge Nikotin aus der Patrone und gelangt über die Mundschleimhaut in den Körper. Erfahrungsgemäß wird beim Zug am Inhaler weniger Nikotin aufgenommen als durch den Zug an einer Zigarette. Daher sollten Sie bei der Anwendung doppelt so oft und mit längeren Zügen inhalieren als beim Rauchen einer Zigarette. Auf diese Weise dauert eine Inhaleranwendung etwa 20 Minuten. Wenn Sie sich nach dieser Anweisung richten, reicht eine Patrone von Nicorette Inhaler 15 mg etwa sieben Zigaretten.

Haben Sie bisher pro Tag bis zu 20 Zigaretten geraucht, sind drei bis vier Patronen à 15 mg für Sie als Tagesmenge angemessen. Ab einem täglichen Verbrauch von mehr als 20 Zigaretten können Sie vier bis sechs Patronen am Tag einsetzen. Nach etwa drei Monaten sollten Sie die tägliche Menge Patronen nach und nach verringern. Sind Sie bei einer Patrone am Tag angekommen, können Sie die Anwendung beenden. Länger als sechs Monate sollte eine solche Entzugsbehandlung nicht dauern.

Achtung

In vielen Beipackzetteln von Nikotinprodukten ist als Vorsichtsmaßnahme angegeben, dass das Rauchen vollkommen eingestellt werden soll, wenn man Nikotinprodukte anwendet. Es wird befürchtet, dass sich das Nikotin aus den Medikamenten und dem Tabakrauch in ihrer Wirkung gefährlich steigern und es dadurch zu Herz-Kreislauf-Problemen kommen kann. Bei der Anwendung von Nikotinpflastern ist diese Warnung berechtigt. Für die anderen Produkte muss diese Einschränkung weniger streng beachtet werden, wenn währenddessen deutlich weniger Zigaretten geraucht werden als zuvor.

Sie dürfen die Nikotinprodukte nicht anwenden, wenn Sie schon eine Zeit lang nikotinfrei gelebt haben. Denn dann liegen keine Entzugserscheinungen vor, für die der Körper Nikotin "verbrauchen" würde. Sie könnten eine Nikotinvergiftung erleiden und auch rückfällig werden.

Für kleine Kinder kann Nikotin tödlich sein – egal, ob sie versehentlich eine Zigarette essen, sie rauchen oder ein nikotinhaltiges Arzneimittel in die Hände bekommen. Bewahren Sie nikotinhaltige Mittel daher ebenso sorgfältig auf wie andere Arzneimittel, sodass sie nicht in die Hände von kleinen Kindern gelangen können. Vernichten Sie die Pflaster und Inhaler nach dem Gebrauch, weil sie noch Nikotin enthalten.

Gegenanzeigen

Unter folgenden Bedingungen dürfen Sie keine Nikotinprodukte anwenden:

  • Sie haben eine instabile oder sich verschlechternde Angina Pectoris.
  • Sie haben erhebliche Herzrhythmusstörungen.
  • Sie haben gerade einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall überstanden.

Pflaster dürfen Sie darüber hinaus nicht anwenden, wenn Sie eine Hauterkrankung haben.

Unter folgenden Bedingungen sollten Sie das Mittel nur nach Rücksprache mit einem Arzt einsetzen, wenn dieser Nutzen und Risiken der Anwendung sorgfältig abgewogen hat:

  • Sie haben eine stabile Angina Pectoris, leiden an Herzmuskelschwäche, hatten schon einmal einen Herzinfarkt oder haben zu hohen Blutdruck.
  • Bei Ihnen wurden eine periphere arterielle Verschlusskrankheit ("Raucherbein") oder Durchblutungsstörungen im Gehirn festgestellt.
  • Ihre Leber oder die Nieren arbeiten unzureichend.
  • Sie haben eine Überfunktion der Schilddrüse.
  • Sie haben einen Tumor der Nebennieren (Phäochromozytom).
  • Sie haben Diabetes, der mit Insulin behandelt werden muss.
  • Bei Ihnen sind eine Magenschleimhautentzündung oder akute Geschwüre im Magen oder Zwölffingerdarm aufgetreten.

Lutsch- und Sublingualtabletten dürfen Sie darüber hinaus nicht anwenden, wenn Sie eine chronische Rachen- oder Halserkrankung haben.

Die Anwendung des Inhalers ist bei Asthma zu überdenken.

Obwohl Menschen mit Herzerkrankungen eigentlich keine Nikotinpräparate anwenden sollen, weist die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft darauf hin, dass für Raucher mit einer stabilen Angina Pectoris eine Nikotinbehandlung sehr wohl nützlich sei. Personen mit Angina Pectoris und solchen mit Herzrhythmusstörungen wird nahegelegt, sich lieber mithilfe von Nikotinpräparaten das Rauchen abzugewöhnen als weiterzurauchen. Die medikamentös unterstützte Entwöhnung sollte in diesen Fällen vom Arzt begleitet werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Von Nikotin selbst sind keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt, vom Zigarettenrauchen aber sehr wohl. Deshalb müssen Sie, wenn Sie das Rauchen einstellen, damit rechnen, dass einige Medikamente stärker wirken. Zu diesen gehören z. B. Coffein (in Schmerzmitteln), Theophyllin (bei Asthma), Phenylbutazon (bei Rheuma), Clomipramin, Fluvoxamin und Imipramin (bei Depressionen), Clozapin, Haloperidol und Olanzapin (bei Psychosen), Insulin (bei Diabetes), Östrogen (in Empfängnisverhütungsmitteln, bei Wechseljahresbeschwerden), Flecainid (bei Herzrhythmusstörungen), Prazosin, Propranolol (beide bei hohem Blutdruck). Wenn Sie eines dieser Medikamente einnehmen und das Rauchen einstellen, sollten Sie mit dem Arzt besprechen, ob Sie die Dosierung dieser Arzneimittel verringern müssen. Umgekehrt sollten Sie klären, ob Sie die Dosis von Isoprenalin und Salbutamol (bei Asthma) erhöhen müssen.

Wechselwirkungen mit Speisen und Getränken

Zwischen dem Trinken von etwas Säurehaltigem, wie z. B. Orangensaft, Cola-Getränken oder Kaffee, und dem Gebrauch von Nikotin-Kaugummis, Lutsch- oder Sublingualtabletten sollte etwa eine Viertelstunde vergehen. Durch die Säurewirkung wird das Nikotin aus den Produkten schlechter von der Mundschleimhaut aufgenommen.

Nebenwirkungen

Die unerwünschten Wirkungen von Nikotin ähneln denen, die das Rauchen hervorruft. Sie hängen von der Nikotindosis ab und davon, wie sehr Sie an Nikotin gewöhnt sind. Außerdem können je nachdem, wie das Nikotin angewendet wird, spezifische Nebenwirkungen am Anwendungsort auftreten.

Keine Maßnahmen erforderlich

Kopfschmerzen, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Erbrechen treten bei 1 bis 10 von 100 Anwendern auf.

Kaugummis: Bei bis zu 10 von 100 Anwendern können Reizungen in Mund und Hals sowie Schmerzen in den Kaumuskeln auftreten.

Inhaler, Lutschtabletten, Sublingualtabletten: Bei etwa 10 von 100 Anwendern brennt oder schmerzt es im Mund und Halsbereich.

Inhaler: 40 von 100 Anwendern haben in den ersten Behandlungswochen vermehrt Hustenanfälle. Sie treten seltener auf, wenn der Nikotindampf nicht tief inhaliert wird, sondern flach ("paffen").

Bis zu 10 von 100 Anwendern klagen über eine verstopfte Nase.

Muss beobachtet werden

Über Herzklopfen berichten 1 bis 10 von 1 000 Personen.

Pflaster: Bei bis zu 2 von 100 Personen rötet sich die Haut an der Klebestelle, juckt und brennt. Bildet sich die Hautreaktion nicht innerhalb von wenigen Tagen zurück oder ist die Hautreaktion sehr heftig, kann statt der Pflaster eine andere Anwendungsart, z. B. Lutschtabletten oder Kaugummi, eingesetzt werden.

Sofort zum Arzt

Etwa 1 bis 10 von 10 000 Menschen bemerken einen unregelmäßigen und unangenehmen Herzschlag. Dieser beruht auf einer Herzrhythmusstörung und vergeht, wenn das Mittel nicht mehr angewendet wird. Bei solchen Herzreaktionen sollten Sie umgehend einen Arzt rufen.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Für Kinder und Jugendliche ist die Anwendung von Nikotinprodukten nicht ausreichend untersucht. Sie sollten darum keinesfalls ohne Rücksprache mit einem Arzt damit behandelt werden.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Sowohl das mit Tabakrauch aufgenommene Nikotin als auch das aus Medikamenten erreicht das ungeborene Kind und tritt auch in die Muttermilch über.

Schwangeren Frauen wird dringend empfohlen, das Rauchen aufzugeben. Rauchen in der Schwangerschaft erhöht das Risiko, dass sich das Kind nicht richtig entwickelt oder tot zur Welt kommt. Bei einem Rauchstopp sollten sie möglichst ohne Nikotinprodukte auskommen. Wem das jedoch nicht gelingt, kann gemeinsam mit dem Arzt abwägen, ob der Nutzen eines Rauchstopps mithilfe von Nikotinprodukten nicht doch größer ist als weiterzurauchen.

Die Empfehlungen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft zur Therapie von Tabakabhängigkeit weisen darauf hin, dass Raucherentwöhnungskurse vermutlich ebenso erfolgreich sind wie eine Nikotinersatztherapie.

Während der Stillzeit sollten Sie besser nicht rauchen. Gelingt Ihnen das nicht, kann der Gebrauch eines Nikotinpräparats eine Alternative sein. Zwischen der Anwendung von Lutschtabletten oder Kaugummis und dem Stillen sollten allerdings mindestens zwei Stunden Abstand liegen. Andernfalls bekommt das Kind zu viel vom Nikotin ab.

Für ältere Menschen

Über den Gebrauch von Nikotinprodukten bei Menschen über 65 Jahre liegen kaum Erkenntnisse vor. Aber auch hier gilt – ähnlich wie bei Menschen mit einer stabilen Angina Pectoris –, dass das Weiterrauchen gefährlicher ist als eine mit Nikotinpräparaten unterstützte Entwöhnung. Am besten lassen sich ältere Menschen bei einem Nikotinentzug ärztlich begleiten.

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