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Entschäumer: Dimeticon und Simeticon

Wirkungsweise

Dimeticon und Simeticon sollen Blähungen mindern, indem sie die Oberflächenspannung von blasig aufgetriebenem Darminhalt verringern. Dadurch können sich viele kleine Gasblasen in mehrere größere Blasen umwandeln. Diese platzen leichter und gehen dann als Gas ab oder werden leichter resorbiert. Auf diese Weise lassen sich Gasansammlungen im Darm zwar nicht verhindern, aber möglicherweise gehen die Winde dann schneller ab und blähen den Bauch nicht so sehr auf. Allerdings ist darauf zu achten, dass die Mittel hoch genug dosiert werden. Weder Dimeticon noch Simeticon wird in den Blutkreislauf aufgenommen.

Die therapeutische Wirksamkeit beider Substanzen ist umstritten. In klinischen Studien zeigte sich zwar, dass die Mittel Gasansammlungen im Darm – etwa vor einem operativen Eingriff – verringern können. Dass sich damit auch blähungsbedingte Beschwerden bessern, sollte noch besser nachgewiesen werden. Die Mittel sind deshalb mit Einschränkung geeignet.

"Dreimonatskoliken" bei Säuglingen sollten mit allgemeinen Maßnahmen behandelt werden, da die therapeutische Wirksamkeit der Entschäumer bei ihnen nicht belegt ist.

Espumisan, Lefax extra Flüssigkapseln, Lefax extra LEMON FRESH, Lefax intens Flüssigkapseln, Lefax intens Lemon Fresh Mikro Granulat und sab simplex Weichkapseln: Diese Mittel sind als Medizinprodukte zugelassen, nicht als Arzneimittel.

Anwendung

Um die erwünschten Effekte zu erzielen, müssen Dimeticon und Simeticon mit 240 bis 800 Milligramm täglich ausreichend hoch dosiert werden. Diese Menge sollten Sie in mehreren Portionen über den Tag verteilt, möglichst zu oder nach den Mahlzeiten, einnehmen. Mengen unter 240 Milligramm täglich haben bei Erwachsenen und Jugendlichen wahrscheinlich lediglich den Effekt eines Scheinmedikaments (Placebo).

Achtung

Espumisan Perlen: Das Mittel enthält als Konservierungsmittel Parabene. Wenn Sie auf Parastoffe allergisch reagieren, dürfen Sie es nicht anwenden.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Beide Wirkstoffe können Sie in Schwangerschaft und Stillzeit anwenden, da sie nicht über den Darm in den Blutkreislauf aufgenommen werden.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Die flüssigen Zubereitungen können auch Säuglinge bekommen. Kautabletten und Perlen sollten Sie Kindern erst ab dem sechsten Lebensjahr geben, die Flüssigkapseln nur Jugendlichen über zwölf Jahre.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs