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Durchfallmittel: Nifuroxazid

Wirkungsweise

Nifuroxazid tötet Bakterien ab. Solche Wirkstoffe sind in unseren Breiten normalerweise nicht erforderlich, weil Durchfall meist durch Viren ausgelöst wird. Gegen diese sind antibakterielle Substanzen nicht wirksam. Außerdem verlaufen selbst bakterielle Infektionen eher leicht und sind auch ohne antibakterielle Behandlung innerhalb weniger Tage vorbei. Zudem ist die therapeutische Wirksamkeit von Nifuroxazid bei Durchfall nicht ausreichend nachgewiesen, das Mittel deshalb wenig geeignet.

Anwendung

Innerhalb von zwei bis vier Tagen soll sich die Anzahl der Durchfälle verringern. Hält der Durchfall trotzdem länger als zwei Tage unvermindert an, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Länger als sieben Tage sollten Sie das Mittel nicht anwenden.

Gegenanzeigen

Wenn Sie Fieber über 38,5 °C oder Blut im Stuhl haben (Hinweis auf eine schwere bakterielle Infektion, die anders behandelt werden muss), dürfen Sie das Mittel nicht anwenden.

Nebenwirkungen

Muss beobachtet werden

Es können Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen vorkommen. Halten die Beschwerden länger als zwei bis drei Tage an, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf das Mittel. Haben Sie sich das Mittel zur Eigenbehandlung ohne Rezept besorgt, sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen auch einige Tage nach dem Absetzen nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Sofort zum Arzt

Wenn sich schwere Hauterscheinungen mit Rötung und Quaddeln an Haut und Schleimhäuten sehr rasch (meist innerhalb von Minuten) entwickeln und zusätzlich Luftnot oder eine Kreislaufschwäche mit Schwindel und Schwarzsehen, oder Durchfälle und Erbrechen auftreten, kann es sich um eine lebensbedrohliche Allergie bzw. einen lebensbedrohlichen allergischen Schock (anaphylaktischer Schock) handeln. In diesem Fall müssen Sie die Behandlung mit dem Medikament sofort stoppen und den Notarzt (Telefon 112) verständigen.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, sollten Sie das Mittel besser nicht einnehmen.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Dieses Mittel können Kinder ab zwölf Jahren erhalten.

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