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Cortisonhaltiges Mittel: Hydrocortison

Wirkungsweise

Cortisonhaltige Mittel (Glucocorticoide) wie Hydrocortison hemmen das Immunsystem und bremsen allergische und entzündliche Prozesse, daher werden sie im Analbereich gegen Hämorrhoiden eingesetzt. Hydrocortison gehört zu den schwach wirkenden Substanzen unter den Glucocorticoiden.

Wenn Hämorrhoiden (Stadium I und II) vermehrt nässen und jucken, kann sich der Analbereich rund um den After entzünden. Äußerlich angewendetes Hydrocortison kann diese Entzündung eindämmen und den Juckreiz lindern. Für diesen Zweck ist Postericort geeignet.

Es sollte jedoch nur kurzzeitig (ohne Unterbrechung nicht länger als zehn Tage) angewendet werden, weil der Wirkstoff über die Schleimhaut des Enddarms und die sehr dünne Haut im Genitalbereich auch in den Blutkreislauf gelangen kann. Bei längerer Anwendungsdauer drohen zudem im Anwendungsbereich Pilz- und Herpesinfektionen, auch wird die Haut im Analbereich dünner und verletzlicher.

Anwendung

Vor der Anwendung sollten Sie die Analregion mit einem feuchten Tuch reinigen. Zäpfchen führen Sie morgens und abends in den After ein, möglichst nach dem Stuhlgang. Die Salbe tragen Sie ebenfalls zweimal täglich am Afterring auf. Um die innenliegenden Hämorrhoiden zu erreichen, müssen Sie den Widerstand des Schließmuskels überwinden oder Sie benutzen einen Applikator.

Wenn Sie diese Präparate im Intimbereich anwenden, beachten Sie auch die Hinweise zur Anwendung von Kondomen und Diaphragmen.

Gegenanzeigen

Bei Windpocken, Pilzinfektionen, bakteriellen Hautentzündungen und Herpes im Analbereich dürfen Sie keine cortisonhaltigen Mittel anwenden.

Nebenwirkungen

Muss beobachtet werden

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf das Mittel. Bei solchen Hauterscheinungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um zu klären, ob es sich tatsächlich um eine allergische Hautreaktion handelt, Sie das Mittel ersatzlos absetzen können oder ein Alternativmedikament benötigen.

Wenn Sie das Mittel entgegen der Anwendungsempfehlung häufiger als zweimal täglich oder länger als drei Wochen benutzen, kann der Wirkstoff über den Blutkreislauf den Hormonhaushalt beeinträchtigen. Beispielsweise kann sich die Blutzuckereinstellung verschlechtern. Wenn Sie bemerken, dass sich zahlreiche Pickel, ähnlich wie Akne, zeigen oder wenn Pilz- oder Herpesinfektionen auftreten, sollten Sie das Mittel absetzen und die weitere Therapie mit dem Arzt besprechen.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie das Mittel nur anwenden, wenn der Arzt dies ausdrücklich befürwortet.

* aktualisiert am 13.01.2021

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs