Medikamente im Test
  • Über 9 000 Medikamente
  • Geprüft durch unabhängige Experten
  • Ständig aktualisiert

Blutdrucksenker: Bisoprolol + Amlodipin (Kombination)

Wirkungsweise

Diese Kombination enthält zwei Wirkstoffe, die auf unterschiedliche Weise den Blutdruck senken, den Betablocker Bisoprolol und den Calciumantagonisten Amlodipin. In Kombination senken die beiden Stoffe den Blutdruck besser als die jeweiligen Einzelmittel alleine.

Amlodipin ist ein langwirkender Vertreter seiner Wirkstoffgruppe, für den nachgewiesen ist, dass er Folgeerkrankungen verhindern kann und das Sterberisiko senkt. Für Bisoprolol liegen für ansonsten herzgesunde Hochdruckpatienten derartige Studienergebnisse nicht vor. Allerdings ist auch für Bisoprolol belegt, dass es in Kombination mit anderen Mitteln das Sterberisiko senken kann, wenn neben dem hohen Blutdruck eine Herzschwäche vorliegt.

Die Kombination ist zur Behandlung von hohem Blutdruck geeignet, wenn Begleiterkrankungen wie eine koronare Herzkrankheit vorliegen und die Zusammensetzung den individuellen Notwendigkeiten entspricht. Wenn dagegen keine Begleiterkrankungen vorliegen, wird diese Kombination nur als "mit Einschränkung geeignet" bewertet. Sie soll nur eingesetzt werden, wenn besser bewertete Kombinationen nicht infrage kommen. Betablocker – auch in Kombination – gehören nicht zu den Mitteln der ersten Wahl bei der Behandlung des hohen Blutdrucks. Folgeerkrankungen des hohen Blutdrucks werden durch sie nur in geringerem Maße verhindert.

Zur Frage des Einsatzes von Kombinationspräparaten bei hohem Blutdruck beachten Sie bitte die Hinweise unter Blut­hoch­druck sicher behandeln – mit Einzel­substanz oder Kombinations­mittel?

Anwendung

Bevor Sie die Kombination einnehmen, sollte nach Empfehlung des Herstellers die passende Dosis gefunden werden. Dazu wird die Behandlung mit den zwei Einzelstoffen begonnen und angepasst. Wenn diese Dosis sich mit der Kombination einnehmen lässt, ist dies eine Erleichterung bei der Tabletteneinnahme. Auch wenn im Verlauf der Behandlung die Dosierung angepasst werden muss, sollte dies wieder mit den beiden Einzelmittel getrennt erfolgen.

Damit die Wirkspiegel im Blut möglichst konstant bleiben, sollte die Tablette möglichst zur gleichen Tageszeit eingenommen werden (z. B. zum Frühstück oder Abendessen).

Bei Menschen mit schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen sollte bei der Dosierung der Kombination darauf geachtet werden, dass nicht mehr als 10 Milligramm Bisoprolol pro Tag enthalten sind.

Achtung

Sie dürfen die Kombination wegen des Bisoprolol-Anteils auf keinen Fall von einem auf den anderen Tag absetzen, weil dann Herzschlag und Blutdruck schlagartig in die Höhe schießen können (Rebound-Phänomen). Anzeichen dafür sind meist Zittern, vermehrtes Schwitzen, Herzklopfen und Kopfschmerzen. Sie müssen die Dosis in Absprache mit dem Arzt nach und nach reduzieren und sich so aus der Therapie ausschleichen. Dies gilt vor allem, wenn Sie das Mittel bereits mehrere Wochen lang eingenommen haben.

Nach längerem Fasten oder bei schwerer körperlicher Belastung kann der Blutzucker stark absinken. Die damit verbundenen Symptome – Zittrigkeit, Herzrasen, Schweißausbruch, Angst, Unruhe – werden durch Betablocker wie Bisoprolol verschleiert. Das kann zur Folge haben, dass eine solche Unterzuckerung nicht rechtzeitig erkannt wird. Besonders gefährlich ist das, wenn Sie Diabetes haben und mit blutzuckersenkenden Medikamenten behandelt werden. Sie sollten vor allem zu Behandlungsbeginn häufiger als gewohnt den Blutzuckerwert bestimmen und besonders sorgfältig auf Unterzuckerungssymptome achten.

Gegenanzeigen

Unter folgenden Bedingungen dürfen Sie das Mittel nicht anwenden.

  • Ihr Herz schlägt bereits sehr langsam (weniger als 50, bei Herzkranken weniger als 60 Schläge pro Minute) oder Ihr EKG zeigt Veränderungen, die die Gefahr eines zu langsamen Herzschlags (Bradykardie) anzeigen.
  • Sie haben schweres Asthma oder eine hochgradige chronisch obstruktive Bronchitis. Soll bei weniger schweren Krankheitsfällen ein Behandlungsversuch unternommen werden, muss der Arzt aber immer einen selektiven Betablocker wie Bisoprolol wählen, damit die verengende Wirkung auf die Bronchien so gering wie möglich bleibt. Außerdem müssen für den Fall akuter Atemnot rasch wirkende bronchienerweiternde Mittel zur Verfügung stehen.
  • Die Kombination dürfen Sie aufgrund von Amlodipin nicht einnehmen, wenn Sie in den letzten vier Wochen einen Herzinfarkt hatten oder eine koronare Herzkrankheit mit instabiler Angina Pectoris haben. Ist die Angina Pectoris nicht auf verengte Herzkranzgefäße zurückzuführen, sondern darauf, dass sich die Blutgefäße verkrampfen (Prinzmetal-Angina), können Calciumantagonisten vom Nifedipin-Typ jedoch sinnvoll sein. Soll die Kombination eingesetzt werden, sollte der Arzt allerdings aufgrund des Bestandteils Bisoprolol dann Nutzen und Risiken der Behandlung sorgfältig gegeneinander abwägen.

Unter folgenden Bedingungen soll die festgelegte Kombination nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiken angewendet werden:

  • Sie haben schwere arterielle Durchblutungsstörungen, z. B. in den Beinen (PAVK). Da Betablocker wie Bisoprolol den Blutfluss in den kleinen Blutgefäßen der Gliedmaßen vermindern können, kann sich die Durchblutung weiter verschlechtern, sodass sich die Strecke, die Sie noch schmerzfrei gehen können, noch weiter verkürzt.
  • Sie haben Schuppenflechte (Psoriasis). Betablocker wie Bisoprolol können deren Symptome verschlimmern.
  • Sie leiden an einer Herzschwäche, die nicht ausreichend behandelt ist. Dann sollte die Kombination wegen Ihres Amlodipinanteils nur eingesetzt werden, wenn andere Maßnahmen den Blutdruck nicht ausreichend senken konnten. Ansonsten besteht das Risiko, dass sich die bestehende Herzerkrankung verschlechtert.
  • Die Erregungsleitung am Herzen ist gestört, sodass das Herz sehr langsam schlägt, aber noch kein Herzschrittmacher eingelegt wurde.
  • Ihre Nieren- und Leberfunktion ist deutlich eingeschränkt.

Wechselwirkungen

Die Kombination enthält mit Bisoprolol einen Betablocker und mit Amlodipin einen Calciumantagonisten. Bei den Wechselwirkungen sind daher beide Wirkstoffe zu berücksichtigen.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wenn Sie noch andere Medikamente nehmen, ist zu beachten, das der Blutdruck besonders stark absinken kann, wenn Sie weitere blutdrucksenkende Mittel einnehmen. Dies ist bei hohem Blutdruck eine erwünschte Wirkung und wird auch bei der Anwendung von festgelegten Kombinationen verschiedener blutdrucksenkender Mittel therapeutisch genutzt. Unerwünscht ist die verstärkte blutdrucksenkende Wirkung aber bei Arzneimitteln, bei denen die Blutdrucksenkung zu den Nebenwirkungen gehört, z. B. bei trizyklischen Antidepressiva wie Amitriptylin, Doxepin, Imipramin (bei Depressionen), Alpha-1-Rezeptoren-Blocker, wie Tamsulosin (bei Prostatabeschwerden) oder auch der Wirkstoff Sildenafil (bei Erektionsstörungen).

Zudem sind folgende Wechselwirkungen zu beachten:

  • Nichtsteroidale Antirheumatika (z. B. Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin bei Schmerzen, Rheuma) und Coxibe (z. B. Celecoxib, Etoricoxib, bei Arthrose und rheumatoider Arthritis) schwächen bei dauerhafter Anwendung die Wirkung von Bisoprolol. Wenn Sie solche Mittel kontinuierlich einnehmen müssen, sollten Sie häufiger als sonst den Blutdruck kontrollieren, vor allem zu Beginn der Behandlung.
  • MAO-Hemmer (z. B. Moclobemid, Tranylcypromin, bei Depressionen) sollten Sie möglichst nicht gleichzeitig mit Betablockern, auch nicht in Kombinationspräparaten, einnehmen, weil dies unterschiedliche Auswirkungen auf den Blutdruck haben kann. Einerseits verstärkt sich der blutdrucksenkende Effekt und andererseits besteht die Gefahr, dass der Blutdruck nach Absetzen des MAO-Hemmers stark ansteigt. Ist eine gleichzeitige Anwendung unvermeidbar, sollten Sie insbesondere zu Behandlungsbeginn und nach Absetzen des MAO-Hemmers ihren Blutdruck häufiger kontrollieren.
  • Antivirale Mittel wie Ritonavir (bei HIV-Infektionen, Aids) oder Boceprevir (bei Leberentzündung) sowie die Antibiotika Erythromycin und Clarithromycin (bei bakteriellen Infektionen) können die Wirkung von Calciumantagonisten wie dem enthaltenen Amlodipin verstärken, dann sinkt der Blutdruck weiter ab. Wenn Sie diese Mittel gleichzeitig einnehmen müssen, sollten Sie den Blutdruck häufiger als gewohnt kontrollieren. Gegebenenfalls wird der Arzt die Dosis anpassen. Bei Nierenfunktionsstörungen sollte auf die kombinierte Anwendung ganz verzichtet werden, da ansonsten die Niere schwer geschädigt werden kann.
  • Rifampicin (bei Tuberkulose) und Johanniskraut (bei depressiven Störungen) können die Wirkung von Calciumantagonisten wie Amlodipin abschwächen. Auch dann sollten Sie den Blutdruck häufiger kontrollieren und gegebenenfalls in Absprache mit dem Arzt die Dosis anpassen.
  • Phenytoin, Phenobarbital, Primidon und Carbamazepin (alle bei Epilepsien) können die Wirkung dieser Fixkombination abschwächen. Der Arzt sollte dann den Blutdruck engmaschig überwachen.
  • Tabletten mit Fluconazol, Itraconazol oder Ketoconazol (bei Pilzerkrankungen) können die Wirkung von Amlodipin und damit auch die des Kombinationsmittels verstärken. Auch dann sollte der Arzt den Blutdruck häufig kontrollieren.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung von Amlodipin mit Simvastatin (bei erhöhten Blutfetten) ist dessen Dosis auf 20 Milligramm pro Tag zu beschränken, weil sich ansonsten die Wirkung und Nebenwirkungen von Simvastatin verstärken können.

Unbedingt beachten

Folgende Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind besonders zu beachten:

  • Mittel, die die Herzschlagfrequenz senken, sollten nicht oder nur sehr vorsichtig mit Mitteln, die Bisoprolol enthalten, kombiniert werden, sonst wird der Herzschlag zu langsam. Zu diesen Mitteln gehören Digitaliswirkstoffe (bei Herzschwäche), die Calciumantagonisten Verapamil, Diltiazem und Gallopamil sowie das zentral wirkende Clonidin (alle ebenfalls bei hohem Blutdruck) und Antiarrhythmika wie Amiodaron, Dronedaron, Flecainid und Propafenon (bei Herzrhythmusstörungen). Wenn Sie Clonidin mit Bisoprolol kombinieren müssen und die Behandlung beendet werden soll, müssen Sie zuerst ausschleichend den Betablocker absetzen und danach Clonidin (ebenfalls ausschleichend). Andernfalls kommt es leicht zu einem starken Anstieg des Blutdrucks (Hochdruckkrise).
  • Wenn Sie diese Kombination mit Bisoprolol anwenden, darf Ihnen keinesfalls der Calciumantagonist Verapamil gespritzt werden, weil es dann zum Herzstillstand kommen kann.
  • Wenn Sie Diabetes haben und deshalb Insulin spritzen oder blutzuckersenkende Tabletten einnehmen, spüren Sie unter Umständen aufgrund der Bisoprololwirkungen eine Unterzuckerung nicht mehr so gut. Näheres hierzu lesen Sie unter Mittel zur Blutzuckersenkung: verstärkte Wirkung.
  • Wenn Sie aufgrund einer Insektengiftallergie eine Hyposensibilisierungsbehandlung erhalten, sollte währenddessen auf die Einnahme von Mitteln mit Betablockern wie Bisoprolol verzichtet werden. Bei gemeinsamer Anwendung erhöht Bisoprolol das Risiko für schwere überschießende Immunreaktionen bis hin zum Kreislaufkollaps. Ist in diesem Fall eine Notfallbehandlung erforderlich, können Betablocker auch die Wirksamkeit von Adrenalin beeinträchtigen. Das könnte lebensbedrohliche Folgen haben.
  • Betablocker können die Wirkung von Beta-2-Sympathomimetika wie Salbutamol (bei Asthma) verringern. Dies gilt vor allem für nichtselektive Betablocker wie Propranolol, kann aber auch bei selektiven Betablockern wie dem in dieser Kombination enthaltenen Bisoprolol nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Betablocker dürfen Sie generell nicht einnehmen, wenn Sie schweres Asthma oder COPD haben, weil sie dazu beitragen können, dass sich die Bronchialmuskulatur verkrampft. Ist der Einsatz eines Betablockers aber dennoch unbedingt nötig, sollen selektive Betablocker vorgezogen werden, weil diese sich kaum auf die Funktion der Atemwege auswirken.

Wechselwirkungen mit Speisen und Getränken

Sie sollten keine Grapefruit essen und keinen Grapefruitsaft trinken, solange Sie das Mittel anwenden. Biramlo enthält den Calciumantagonisten Amlodipin. Grapefruit und Grapefruitsaft erhöhen die Konzentration von Calciumantagonisten im Blut und können damit die blutdrucksenkende Wirkung verstärken. Der Effekt ist bei Amlodipin zwar weniger stark ausgeprägt als bei anderen Wirkstoffen dieser Gruppe, aber auch bei diesem kann der Blutdruck vereinzelt deutlich absinken, wenn Sie Grapefruit zu sich nehmen.

Nebenwirkungen

Das Mittel kann im Einzelfall zu Haarausfall führen. Dieser lässt meist wieder nach, sobald das Medikament abgesetzt wird.

Bei stark übergewichtigen Menschen mit hohen Blutfettwerten und Insulinresistenz, d. h. die Körperzellen sprechen nicht mehr ausreichend auf das ausgeschüttete Insulin an, können Betablocker wie Bisoprolol das Risiko für Diabetes weiter erhöhen oder zu dessen Verschlechterung beitragen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn bereits ein Thiaziddiuretikum (z. B. HCT, Xipamid, bei Bluthochdruck oder Herzschwäche) eingenommen wird. Daher sollten die Mittel dann nicht kombiniert eingesetzt werden.

Bei dieser Kombination kommt Herzrasen als unerwünschte Wirkung seltener vor als bei einer alleinigen Behandlung mit einem Calciumantagonisten vom Nifedipin-Typ wie Amlodipin. Betablocker, z. B. Bisoprolol, bremsen den bei Amlodipin häufig vorkommenden Anstieg der Herzfrequenz.

Keine Maßnahmen erforderlich

Besonders zu Beginn der Behandlung können Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwindel auftreten. Hände und Füße können kalt werden oder kribbeln.

Bei manchen kommt es zu vermindertem Tränenfluss und Bindehautentzündung.

Bei etwa 1 von 100 Behandelten kommt es zu Mundtrockenheit und es treten Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Bauchschmerzen auf. Auch Muskel- und Gelenkschmerzen können vorkommen.

Bei bis zu 10 von 100 Behandelten kann ein starkes, ins Gesicht aufsteigendes Wärmegefühl (Flush) auftreten. Das ist meist zu Beginn der Behandlung der Fall. Es kann auch sein, dass Sie häufiger Wasser lassen müssen.

Bei einigen Behandelten können Potenzstörungen auftreten oder das sexuelle Verlangen kann nachlassen. Möglicherweise beruht das nicht nur auf dem Arzneimittel, sondern kann auch die Folge einer fortschreitenden Gefäßschädigung sein.

Muss beobachtet werden

Wenn der Blutdruck zu stark absinkt, fühlen Sie sich müde und schwindlig (bei 10 bis 100 von 1 000 Behandelten) oder es wird Ihnen kurz schwarz vor Augen bis hin zu kurzen Ohnmachten (bei 1 bis 10 von 1 000 Behandelten). Wenn diese Beschwerden nicht nachlassen, sollten Sie mit dem Arzt sprechen.

Durch die gefäßerweiternde Wirkung von Amlodipin, das in der Kombination verwendet wird, kann sich bei bis zu 10 von 1 000 Behandelten verstärkt Wasser im Gewebe einlagern, vor allem an den Füßen und Unterschenkeln und bei hohen Temperaturen. Wenn die Schwellungen sehr ausgeprägt sind oder sich deutlich verschlimmern, sollten Sie mit dem Arzt sprechen. Möglicherweise kann er auf einen anderen Calciumantagonisten umstellen. Unter bestimmten Umständen – etwa bei Blutdruckpatienten mit gleichzeitig erhöhten Blutfetten, hohem Blutdruck, Diabetes und Übergewicht - hat sich Lercanidipin als besser verträglich erwiesen.

Das Zahnfleisch kann sich verdicken, bluten oder sich entzünden, und zwar vor allem, wenn Sie gleichzeitig Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken (z. B. Ciclosporin, nach Organtransplantationen). Informieren Sie dann den behandelnden Arzt und suchen Sie einen Zahnarzt auf.

Da Betablocker den Widerstand in den Atemwegen erhöhen können, kann Atemnot auftreten, vor allem bei Personen mit Atemwegserkrankungen (Asthma, chronisch obstruktive Bronchitis). Wenn Atemnot auftritt, sollten Sie den Arzt aufsuchen.

Es kann sein, dass Sie nachts mehr und intensiver träumen (auch Albträume). Dies geht vermutlich auf den Betablocker in der Kombination zurück. Wenn Sie dies als sehr störend empfinden, sollten Sie mit dem Arzt sprechen. Er kann gegebenenfalls statt Bisoprolol einen anderen Betablocker wie z. B. Atenolol verschreiben, dessen Wirkstoff weniger fettlöslich (lipophil) ist und deshalb weniger unerwünschte Wirkungen am zentralen Nervensystem im Gehirn auslöst.

Das Mittel kann Wahrnehmungsstörungen und Sinnestäuschungen (Halluzinationen, Verwirrtheitszustände) auslösen. Wenn Sie das Gefühl haben, wiederholt befremdliche Dinge zu sehen oder zu hören, die andere Personen nicht wahrnehmen, sollten Sie baldmöglichst den Arzt aufsuchen beziehungsweise Angehörige sollten den Arzt informieren, wenn sie solche Anzeichen bemerken.

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf das Mittel. Bei solchen Hauterscheinungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um zu klären, ob es sich tatsächlich um eine allergische Hautreaktion handelt und Sie ein Alternativmedikament benötigen.

Sofort zum Arzt

Insbesondere zu Beginn der Behandlung können etwa bei 1 bis 10 von 1 000 Behandelten aufgrund des Bestandteils Amlodipin Angina-Pectoris-Anfälle auftreten oder eine bereits bestehende Angina Pectoris kann sich verstärken. Symptome dafür sind Schmerzen hinter dem Brustbein, die möglicherweise auch in Bauch, Rücken oder Kiefer ausstrahlen. Zusätzlich können Angst, Unruhe, Atemnot, Blässe und Schweißausbrüche auftreten. Wenn Sie solche Beschwerden erstmals spüren, sollten Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben.

In Einzelfällen kann es vorkommen, dass das Unterhautgewebe anschwillt. Geschieht dies im Gesicht an Lippen oder Zunge, drohen Atemnot und Erstickungsanfälle (Quincke-Ödem oder angioneurotisches Ödem). Dann müssen Sie umgehend den Notarzt alarmieren (Telefon 112).

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger werden wollen, sollte der Arzt Ihnen sicherheitshalber ein besser erprobtes Mittel verordnen, das Sie auch während der gesamten Schwangerschaft anwenden können.

Weder Amlodipin noch Bisoprolol gehören zu den Mitteln der Wahl zur Behandlung eines hohen Blutdrucks während Schwangerschaft und Stillzeit. Sie sollten daher in diesen Zeiten auf die Anwendung von Biramlo verzichten.

Während der Schwangerschaft gilt das Einzelmittel Methyldopa als Mittel der Wahl zur Behandlung eines zu hohen Blutdrucks. Aus der Gruppe der Betablocker liegen für Metoprolol die meisten Erfahrungen vor. Für andere Betablocker oder Calciumantagonisten gibt es im Vergleich dazu deutlich weniger Erfahrungen.

Wenn Sie ihr Kind stillen, kann die Behandlung mit dem besser erprobten Calciumantagonist Nifedipin erfolgen. Bei den Betablockern wird in der Stillzeit Metoprolol bevorzugt eingesetzt.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Die therapeutische Wirksamkeit und Verträglichkeit der Kombination ist für Kinder und Jugendliche nicht nachgewiesen. Daher sollen sie nicht mit Biramlo behandelt werden.

Amlodipin als Einzelmittel kann bei Kindern und Jugendlichen zur Senkung des hohen Blutdrucks eingesetzt werden.

Für ältere Menschen

Die Kombination sollte aus verschiedenen Gründen möglichst niedrig dosiert werden und eine Dosissteigerung nur sehr langsam erfolgen.

Zum einen haben ältere Menschen häufig eine Herzschwäche, die sich noch nicht durch Beschwerden bemerkbar gemacht hat. Betablocker wie Bisoprolol können diese erkennbar und spürbar werden lassen.

Zum anderen ist bei älteren Menschen die Funktion von Nieren und Leber häufig eingeschränkt. Amlodipin gilt als Mittel der Wahl zur Behandlung des hohen Blutdrucks und das auch, wenn es als Bestandteil einer Kombination eingenommen wird. Dennoch sollte sein Anteil bei älteren Menschen möglichst niedrig dosiert sein, um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden.

Beim Tragen von Kontaktlinsen

Biramlo enthält mit Bisoprolol einen Betablocker. Während der Einnahme von Betablockern kann die Produktion von Tränenflüssigkeit nachlassen. Wenn Sie das feststellen, sollten Sie keine Kontaktlinsen tragen.

Zur Verkehrstüchtigkeit

Wenn Ihnen zu Beginn der Behandlung wegen des niedrigeren Blutdrucks häufiger schwindlig ist oder Sie sich oft müde fühlen, sollten Sie nicht aktiv am Verkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und keine Arbeiten ohne sicheren Halt verrichten.

Sie sehen nun nur noch Informationen zu: ${filtereditemslist}.