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Beta-2-Sympathomimetikum + Mastzellstabilisator: Reproterol + Cromoglicinsäure (zum Inhalieren/Kombination)

Wirkungsweise

In diesen Mitteln ist das kurzwirkende Beta-2-Sympathomimetikum Reproterol mit dem Mastzellstabilisator Cromoglicinsäure kombiniert, um bei Asthma angewendet zu werden.

Beta-2-Sympathomimetika binden an spezielle Stellen in den Zellen der glatten Muskulatur (Beta-2-Rezeptoren), wodurch diese erschlafft. Dadurch lösen sich verkrampfte Muskeln in den Bronchien und die Atemwege erweitern sich. Mit diesen Mitteln lässt sich die Atemnot bei einem akuten Asthmaanfall rasch lindern.

Cromoglicinsäure verhindert, dass das entzündungsfördernde Gewebehormon Histamin aus Mastzellen freigesetzt wird, und bremst die Überempfindlichkeitsreaktion der Bronchien. Da der Wirkstoff nur langsam ins Gewebe gelangt, dauert es etwa zwei Wochen, bis die maximale Wirkung erreicht wird. Cromoglicinsäure muss deshalb kontinuierlich angewendet werden und hilft nicht beim akuten Asthmaanfall. Als Dauermedikament ist es bei Asthma nur schwach wirksam und wirkt deutlich schlechter und weniger zuverlässig als Glucocorticoide zum Inhalieren, die deshalb generell vorzuziehen sind. Weitere Informationen finden Sie unter Allergiemittel: Cromoglicinsäure.

Die Kombination beider Wirkstoffe ist nicht sinnvoll, weil Reproterol nur bedarfsweise angewendet werden soll, Cromoglicinsäure aber dauerhaft. Hinzu kommt, dass Cromoglicinsäure bei Asthma, insbesondere bei Erwachsenen, nur eingeschränkt nützlich ist. Das Mittel ist bei Asthma deshalb wenig geeignet.

Anwendung

Alle weiteren Angaben finden Sie unter Beta-2-Sympathomimetika zum Inhalieren.

Zusätzlich ist zu beachten:

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Das Mittel kann im Mund einen bitteren Geschmack sowie Schleimhautreizungen, Heiserkeit und Husten verursachen. Außerdem können leichte Entzündungen im Magen-Darm-Trakt (Gastroenteritis) mit Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen oder -drücken auftreten. In Einzelfällen können die Gelenke anschwellen und schmerzen.

Muss beobachtet werden

Wenn sich die Haut verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie vermutlich allergisch auf das Mittel. Bei solchen Hauterscheinungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Bei 2 von 100 Behandelten kann sich die Muskulatur entzünden. Ein typisches Anzeichen hierfür sind muskelkaterartige Beschwerden, die unabhängig von einer sportlichen Betätigung auftreten. Wenn der Muskelkater länger als ein bis zwei Tage anhält oder sich verstärkt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Sofort zum Arzt

Verstärken sich Hautausschlag und Juckreiz und treten zusätzlich Herzrasen, Atemnot, Schwäche und Schwindel auf, müssen Sie die Anwendung sofort abbrechen und unverzüglich einen Notarzt (Telefon 112) rufen, weil eine solche Allergie rasch lebensbedrohlich werden kann.

In Einzelfällen kann der Kehlkopf anschwellen (Larynxödem), was mit Atemnot, Schwindel und Ohnmacht einhergehen kann. Dabei handelt es sich um eine allergische Reaktion auf Cromoglicinsäure. Setzen Sie das Mittel ab und suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Das Mittel darf nicht an Kinder unter zwei Jahren verabreicht werden, da es auch Menthol und Pfefferminzöl enthält. Wenn diese Bestandteile im Bereich von Nase und Mund angewendet werden, können sie in Einzelfällen dazu führen, dass Stimmritze, Kehlkopf und Atemwege sich so sehr verkrampfen, dass eine lebensbedrohliche Atemnot auftritt.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit sollte der Arzt Nutzen und Risiken der Anwendung dieser Mittel besonders sorgfältig abwägen.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs