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Beta-2-Sympathomimetikum (langwirkend) + Anticholinergikum: Formoterol + Aclidinium, Indacaterol + Glycopyrronium, Olodaterol + Tiotropium, Vilanterol + Umeclidinium (zum Inhalieren/Kombination)

Wirkungsweise

Diese Kombinationspräparate enthalten ein langwirkendes Beta-2-Sympathomimetikum und ein Anticholinergikum zum Inhalieren für die Behandlung der COPD. Hierbei wirken Beta-2-Sympathomimetika und Anticholinergika ähnlich stark. Die kombinierte Anwendung lang wirkender Beta-2-Sympathomimetika und Anticholinergika verbessert die Lungenfunktion stärker als die jeweiligen Einzelmittel. Dass eine dieser Kombinationen gegenüber einer anderen derartigen Kombination einen Vorteil besitzt, ist wiederum nicht sicher nachgewiesen.

Zur Dauerbehandlung gelten sie als "auch geeignet" bei mittelschwerer bis sehr schwerer COPD, wenn die alleinige Gabe der Einzelkomponenten nicht ausreichend wirksam war und die Dosierung den individuellen Anforderungen entspricht. Die Mittel sind noch wenig erprobt.

Diese Mittel mit einem langwirkenden Beta-2-Sympathomimetikum können nicht zur bedarfsweisen Behandlung akuter Atemnot eingesetzt werden.

Anwendung

Anoro, Spiolto, Ultibro: Diese Mittel inhalieren Sie nur einmal täglich, am besten immer zur gleichen Tageszeit. Mehr als eine Kapsel bzw. eine Pulverdosis dürfen Sie bei Anoro und Ultibro nicht verwenden. Keinesfalls dürfen Sie die Ultibro-Kapseln einnehmen und schlucken. Bei Spiolto inhalieren Sie einmal täglich zwei Hübe.

Brimica und Duaklir inhalieren Sie zweimal täglich.

Achtung

Alle weiteren Angaben finden Sie unter Langwirksames Anticholinergikum und unter Beta-2-Sympathomimetika zum Inhalieren. Zusätzlich ist zu beachten:

Langwirkende Anticholinergika dürfen Sie nicht öfter als empfohlen inhalieren. Um akute Atemnot zu lindern, müssen Sie ein anderes Mittel (mit Ipratropium oder einem kurzwirksamem Beta-2-Sympathomimetikum) verwenden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Anoro sollten Sie nicht zusammen mit Medikamenten anwenden, die den Abbau von Vilanterol hemmen. Dann steigt dessen Blutspiegel und damit auch das Risiko für unerwünschte Wirkungen. Eine gemeinsame Anwendung mit z. B. Itraconazol und Ketoconazol (innerlich bei Pilzerkrankungen), Makrolid-Antibiotika (z. B. Clarithromycin, bei bakteriellen Infektionen) oder HIV-Mitteln, wie z. B. Ritonavir oder Saquinavir, sollte möglichst vermieden werden.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Da es mit diesen Mitteln derzeit keine Erfahrungen in der Schwangerschaft und Stillzeit gibt, sollte die Behandlung mit besser erprobten Wirkstoffen aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika (Formoterol, Salmeterol) und Anticholinergika (Ipratropium) erfolgen.

Zur Verkehrstüchtigkeit

Wenn Ihnen während der Behandlung schwindelig wird, sollten Sie nicht aktiv am Verkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und keine Arbeiten ohne festen Halt durchführen.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs