Medikamente im Test

Bakterienzubereitung

Wirkungsweise

Broncho-Vaxom enthält Zubereitungen aus verschiedenen Bakterienarten, die häufig bei bakteriellen Entzündungen der Atemwege vorkommen. Die Bakterienextrakte sollen wie eine Art Impfung das Immunsystem dazu anregen, vermehrt Abwehrstoffe gegen diese Krankheitserreger zu bilden, damit Atemwegsinfektionen wie Bronchitis oder Nebenhöhlenentzündung nicht ständig wiederkehren. Darüber hinaus soll das Mittel bei einer akuten Erkältung den möglicherweise nötigen Antibiotikaverbrauch verringern.

Die Wirkung des Mittels beruht darauf, dass die Bakterienzubereitung die Aktivität der Immunzellen anregt, mit der Folge, dass verstärkt Abwehrzellen (z. B. Lymphozyten) und Abwehrstoffe (Immunglobuline) gebildet werden. Dadurch sollen die Schleimhäute – z. B. in den Atemwegen – stabilisiert werden.

Die Ergebnisse einiger Studien zum Einsatz von Broncho-Vaxom zeigen zwar, dass Infekte mit dem Mittel seltener auftreten könnten. Es sollten aber noch weitere, qualitativ hochwertige Studien vorgelegt werden, um die vorliegenden Erkenntnisse zu erhärten. Bis dahin ist das Mittel zur Behandlung von ständig wiederkehrenden Atemwegsinfekten mit Einschränkung geeignet. Kinder, die innerhalb von sechs Monaten mindestens dreimal erkältet sind, können von der Einnahme des Mittels profitieren, wenn es vorbeugend eingesetzt wird. Möglicherweise bleibt ihnen dann eine dieser Atemwegsinfektionen erspart. Auch wenn ein erhöhtes Risiko für wiederkehrende Infektionen besteht, etwa bei einem allgemein schlechten Gesundheitszustand, oder wenn chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD vorliegen, könnte das Mittel etwas bewirken. Insgesamt sind aber noch weitere Studien erforderlich, um den Stellenwert des Mittels für diese Situationen besser einschätzen zu können.

Anwendung

Wenn Sie mit Antibiotika behandelt werden müssen, können Sie das Mittel zusätzlich einnehmen. Wenn Sie die Kapseln verwenden und es Ihnen schwerfällt, diese im Ganzen zu schlucken, können Sie die Kapsel öffnen und den pulverigen Inhalt in ein Getränk streuen. Oder Sie nehmen das Mittel in Form von Tropfen ein.

Achtung

Durch Bakterienzubereitungen können bisher unterdrückte Immunreaktionen provoziert werden, sodass sich entzündliche Prozesse verschlimmern oder eine bisher ruhende Autoimmunerkrankung, bei der das Abwehrsystem körpereigene Zellen und Gewebe angreift, aktiviert wird. Schwere chronische Krankheiten, denen solche Autoimmunprozesse zugrunde liegen, könnten dann ausbrechen.

Gegenanzeigen

Wenn Sie eine akute Darminfektion haben oder an einer Autoimmunerkrankung wie rheumatoide Arthritis oder multiple Sklerose leiden, dürfen Sie das Mittel nicht anwenden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wenn Sie gleichzeitig Medikamente einnehmen müssen, die das Immunsystem unterdrücken (z. B. Ciclosporin oder Tacrolimus, beide nach Organtransplantationen), können diese möglicherweise die Wirkung des Mittels beeinträchtigen.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Zu Beginn der Behandlung kann sich ein Atemwegsinfekt verschlimmern und leichtes Fieber auftreten. Dabei handelt es sich um eine erwünschte Reaktion des Körpers auf die bakteriellen Zubereitungen. In der Folge werden vermehrt Abwehrstoffe gebildet.

Muss beobachtet werden

Wenn sich ein Infekt verschlimmert oder nach vier Tagen noch unvermindert fortbesteht, sollten Sie erneut einen Arzt aufsuchen. Auch wenn Verdauungsstörungen auftreten und anhalten, sollten Sie mit dem Arzt besprechen, ob Sie das Mittel weiterhin einnehmen sollen.

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie vermutlich allergisch auf das Mittel. Bei solchen Hauterscheinungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Sofort zum Arzt

Wenn starker Hautausschlag, Juckreiz, Herzrasen, Atemnot, Schwäche und Schwindel auftreten, müssen Sie die Anwendung sofort abbrechen und unverzüglich den Notarzt (Telefon 112) rufen, weil es sich um eine lebensbedrohliche Allergie handeln kann.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Auch die Kinderzubereitungen des Mittels dürfen Kinder erst nach dem ersten Lebensjahr erhalten.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Bevor Sie das Mittel in Schwangerschaft und Stillzeit einnehmen, sollte der Arzt Nutzen und Risiken der Anwendung sorgfältig abwägen.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs