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Antivertiginosum: Betahistin

Wirkungsweise

Betahistin erweitert die kleinen Blutgefäße und verbessert so die Durchblutung. Man hofft, dass sich die Veränderungen im Innenohr dadurch schnell zurückbilden und die Schwindelanfälle seltener werden oder nicht so ausgeprägt sind.

In einer aktuellen Studie, die ein dreiviertel Jahr umfasste, war die Zahl der Schwindelattacken bei Behandlung mit Betahistin nicht geringer als bei der Behandlung mit einem Scheinmedikament. Die Untersuchung fand an 14 deutschen Universitätskliniken statt und wurde mit öffentlichen Geldern gefördert.

Die therapeutische Wirksamkeit von Betahistin bei der Menière-Krankheit ist nicht ausreichend nachgewiesen. Die Mittel werden daher als "wenig geeignet" bewertet.

Anwendung

Die Therapie kann lange Zeit durchgeführt werden. Da die Anfälle aber nach einiger Zeit meist von selbst aufhören, sollte der Arzt immer wieder versuchen, das Mittel abzusetzen.

Achtung

Vasomotal: Die Tropfen enthalten Parabene. Diese Konservierungsmittel führen möglicherweise zur Allergie. Wenn Sie auf Parastoffe allergisch reagieren, dürfen Sie dieses Mittel nicht anwenden.

Gegenanzeigen

Wenn Sie an einem Tumor im Nebennierenmark (Phäochromozytom) leiden, dürfen Sie die Mittel nicht anwenden:

Unter folgenden Bedingungen sollte der Arzt Nutzen und Risiken einer Behandlung mit Betahistin besonders sorgfältig abwägen:

  • Sie leiden an Asthma.
  • Sie haben ein Magen-Darm-Geschwür.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Antihistaminika können die Wirkung von Betahistin verringern oder sogar ganz aufheben. Sie sollten nicht zusammen mit Betahistin eingenommen werden. Zur Gruppe der Antihistaminika gehört auch Diphenhydramin, das ebenfalls bei Schwindel eingesetzt wird. Außerdem wird es bei Übelkeit und Erbrechen sowie bei Allergien und als Schlafmittel gebraucht.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Möglich sind Völlegefühl, Magendrücken, Sodbrennen, Übelkeit, Kopfschmerzen und leichte Benommenheit. Die Reaktionen des Magens können Sie meist vermeiden, indem Sie das Mittel zum Essen einnehmen.

Muss beobachtet werden

Es kann Durchfall auftreten, der aber nach zwei bis drei Tagen wieder vergangen sein sollte. Andernfalls sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Bei starker Benommenheit bis hin zu Halluzinationen wenden Sie sich an einen Arzt. Dasselbe gilt, wenn sich die Haut rötet, juckt und Quaddeln auftreten.

Sofort zum Arzt

Wenn starker Hautausschlag, Juckreiz, Herzrasen, Atemnot, Schwäche und Schwindel auftreten, müssen Sie die Einnahme sofort stoppen und unverzüglich den Notarzt (Telefon 112) rufen, weil es sich um eine lebensbedrohliche Allergie handeln kann.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurden keine klinischen Studien durchgeführt. Da das Mittel als "wenig geeignet" bewertet wird, sollte es bei dieser Personengruppe nicht angewendet werden.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Bisher ist nicht nachgewiesen, dass das Kind Schaden nimmt, wenn seine Mutter während der Schwangerschaft oder Stillzeit Betahistin einnimmt. Da die Mittel aber als "wenig geeignet" bewertet werden, sollten Sie sicherheitshalber darauf verzichten.

Für ältere Menschen

Die Erkenntnisse über Wirksamkeit und Verträglichkeit von Betahistin bei älteren Menschen sind sehr begrenzt. Der Arzt muss Nutzen und Schaden vor einer Anwendung daher besonders sorgfältig gegeneinander abwägen. Das gilt auch für Menschen, deren Nieren- oder Leberfunktion eingeschränkt ist.

Zur Verkehrstüchtigkeit

Wenn Sie durch die Mittel benommen werden, ist Ihre Fähigkeit eingeschränkt, aktiv am Verkehr teilzunehmen, Maschinen zu bedienen und Arbeiten ohne sicheren Halt zu verrichten.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs