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Antiseptikum: Ethacridin (äußerlich)

Wirkungsweise

Mit dem Antiseptikum Ethacridin lassen sich Haut und Wunden desinfizieren. Allerdings beschleunigt Ethacridin die Wundheilung nicht, sondern verlangsamt sie eher noch. Außerdem besteht ein hohes Allergierisiko. Daher gilt Ethacridin zur Desinfektion von Wunden als "wenig geeignet".

Anwendung

Sie tragen Lösung oder Salbe bei jedem Verbandwechsel neu auf. Ethacridintabletten und -pulver lösen Sie wie vorgeschrieben in Wasser auf und machen damit feuchte Umschläge, Spülungen oder Bäder.

Nebenwirkungen

Wenn Sie die behandelte Haut der Sonne aussetzen, können allergische Reaktionen auftreten. Suchen Sie in diesem Fall einen Arzt auf.

Keine Maßnahmen erforderlich

Die Haut kann sich röten und brennen.

Ethacridin verfärbt Haut, Fingernägel und Wäsche. Die Flecken lassen sich nicht ab- oder herauswaschen. Die Verfärbungen der Haut und Nägel wachsen mit der Zeit heraus.

Muss beobachtet werden

Wenn sich auf der Haut juckende Bläschen bilden und die Stelle schmerzt, sollten Sie zum Arzt gehen. Solche Hauterscheinungen können darauf hindeuten, dass Sie auf das angewendete Mittel allergisch reagieren.

Die Mittel können vermehrt Krampfanfälle und Kopfschmerzen auslösen. Reagieren Sie auf den Wirkstoff mit einer Allergie, kann das Gesicht anschwellen und am ganzen Körper können sich rote Stellen mit Bläschen bilden (Nesselsucht).

Sofort zum Arzt

Wenn starker Hautausschlag, Juckreiz, Herzrasen, Atemnot, Schwäche und Schwindel auftreten, müssen Sie die Anwendung sofort abbrechen und unverzüglich den Notarzt (Telefon 112) rufen, weil es sich um eine lebensbedrohliche Allergie handeln kann.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Ethacridin sollten Sie in der Schwangerschaft und Stillzeit vorsichtshalber nicht einsetzen.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs