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Antiseptikum: Clioquinol

Wirkungsweise

Clioquinol ist ein jodhaltiges Desinfektionsmittel. Es hemmt das Wachstum von Bakterien und Pilzen und tötet sie ab. Clioquinol wird relativ gut in die Haut aufgenommen und gelangt somit auch in den Blutkreislauf. Es darf nicht großflächig angewendet werden, weil es schwere Nervenschäden bis hin zur Erblindung verursachen kann. Aus diesem Grund ist es als Desinfektionsmittel wenig geeignet.

Anwendung

An den Augen oder in der Nähe von Schleimhäuten dürfen Sie das Mittel nicht anwenden, weil es die Schleimhaut stark reizt. Sind Schleimhäute dennoch damit in Berührung gekommen, müssen Sie die Stellen sofort mit viel lauwarmem Wasser spülen.

Wenn Sie die Hände desinfizieren, müssen Sie diese immer wieder gut mit Cremes oder Lotionen pflegen, damit sich der Säureschutzmantel der Haut wieder regenerieren kann.

Achtung

Linola-sept dürfen Sie nicht großflächig anwenden, weil es dann schwere Nervenschäden bis hin zur Erblindung verursachen kann. Bei verletztem Trommelfell darf es nicht im Ohr aufgetragen werden, weil es dann das Innenohr schädigen kann.

Diese Creme enthält als Konservierungsmittel Parabene. Wenn Sie auf Parastoffe allergisch reagieren, dürfen Sie das Mittel nicht anwenden.

Gegenanzeigen

Linola-sept dürfen Sie nicht anwenden, wenn Sie auf Jod allergisch reagieren oder eine Überfunktion der Schilddrüse haben. Das in Clioquinol gebundene Jod kann dann dazu führen, dass die Schilddrüse zu viel Hormon produziert, was mit starken Beschwerden einhergehen kann (Herzrasen, Schweißausbrüche, Nervosität).

Nebenwirkungen

Das Mittel färbt Haut, Haare und Fingernägel. Da die Flecken sich nicht abwaschen lassen, müssen die Stellen mit der Zeit erst herauswachsen, bis man sie nicht mehr sieht. Flecken in der Wäsche lassen sich ebenfalls nicht ab- oder herauswaschen.

Keine Maßnahmen erforderlich

Die Haut kann sich beim Auftragen der Mittel röten und brennen.

Muss beobachtet werden

Wenn sich auf der Haut Bläschen bilden, die Haut juckt und schmerzt, reagieren Sie vermutlich allergisch auf das Mittel. Dann sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Gelangt dieser Wirkstoff über verletzte Haut ins Blut, kann er dort Jod freisetzen. Besteht eine Schilddrüsenfunktionsstörung – die nicht immer mit Beschwerden einhergeht –, kann dieses Jod bewirken, dass die Schilddrüse zu viel Hormon freisetzt. Das kann Herzrasen, Unruhe, Schwitzen, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen und hohen Blutdruck verursachen.

Sofort zum Arzt

Wenn starker Hautausschlag, Juckreiz, Herzrasen, Atemnot, Schwäche und Schwindel auftreten, müssen Sie die Anwendung sofort abbrechen und unverzüglich den Notarzt (Telefon 112) rufen, weil es sich um eine lebensbedrohliche Allergie handeln kann.

Treten Herzrasen, Fieber, Schwitzen, Unruhe, Angst, Erbrechen, Durchfall auf oder reagieren Sie auf Ansprache apathisch, sollte sofort ein Arzt gerufen werden. Das sind Anzeichen für eine lebensbedrohliche Schilddrüsenüberfunktion, die unverzüglich ärztlich behandelt werden muss.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Bei Säuglingen und Kleinkindern dürfen Sie dieses Mittel nur nach Rücksprache mit einem Arzt anwenden.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Über die Risiken einer Anwendung dieses Mittels während Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine Erkenntnisse. Es darf daher nicht angewendet werden.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs