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Antiseptikum: Cetylpyridinium

Wirkungsweise

Der antiseptische Wirkstoff Cetylpyridiniumn wirkt desinfizierend. Er tötet Bakterien und Pilze ab, allerdings nur oberflächlich. Mikroorganismen in tieferen Schleimhautschichten erreicht er nicht. Gegen Viren, die Halsentzündungen meist verursachen, sowie gegen Streptokokkenbakterien, die ebenfalls häufig an Halsentzündungen beteiligt sind, ist das Antiseptikum nur lückenhaft oder gar nicht wirksam.

Da Cetylpyridiniumn auch die nützlichen Bakterien in der Mund- und Rachenschleimhaut abtötet, gegen die Virusinfektion jedoch kaum etwas ausrichten kann, ist das Mittel wenig geeignet.

Achtung

Cetylpyridinium dürfen Sie nicht anwenden, wenn Sie wunde Stellen im Mund haben, weil es deren Abheilen stören kann.

Gegenanzeigen

Cetylpyridinium gehört zu den quaternären Ammoniumverbindungen. Wenn Sie auf diese Stoffgruppe, die häufig auch als Konservierungsmittel verwendet wird, allergisch reagieren, dürfen Sie das Mittel nicht anwenden.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Während der Anwendung können sich die Zähne und die Zunge bräunlich verfärben. Dies vergeht wieder, wenn Sie das Mittel nicht mehr anwenden.

Muss beobachtet werden

Wenn sich die Mundschleimhaut verstärkt rötet oder juckt und sich kleine Bläschen bilden, reagieren Sie vielleicht allergisch auf das Mittel. Dann sollten Sie es nicht mehr weiter anwenden. Sind die Hauterscheinungen auch einige Tage nach dem Absetzen nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Lutschpastillen sollten Sie Kindern unter sechs Jahren nicht geben. Die Kinder verschlucken die Tabletten oft, bevor sie sich aufgelöst haben.

Verschluckt ein Kind größerer Mengen des Mittels, äußert sich die einsetzende Vergiftung in Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall. Dann müssen Sie sofort eine Vergiftungszentrale anrufen oder einen Arzt aufsuchen. Die regionale Telefonnummer finden Sie beispielsweise auf der Internetseite giftnotruf.de.

Da das Antiseptikum als "wenig geeignet" erachtet wird, sollten Sie es bei Kindern nicht anwenden.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Über die Risiken einer Anwendung des Mittels in Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine Erkenntnisse. Da das Präparat ohnehin als "wenig geeignet" gilt, sollten Sie darauf verzichten.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs