Medikamente im Test

Antimykotikum: Ciclopirox (äußerlich)

Wirkungsweise

Ciclopirox hemmt das Pilzwachstum ähnlich gut wie Imidazole.

Nagelpilz

Das Mittel wird vor allem bei Nagelpilzen eingesetzt, weil es als Lack aufgetragen werden kann. Dadurch verbleibt der antimykotische Wirkstoff lange auf der Nageloberfläche. Das ist besonders bei der langwierigen Behandlung von Nagelpilzen vorteilhaft. Die therapeutische Wirksamkeit – insbesondere im Frühstadium der Erkrankung – ist gut belegt, das Mittel zur äußerlichen Behandlung von Nagelpilzinfektionen geeignet. Das gilt sowohl für den wasserlöslichen Lack (Ciclopoli) als auch für Lacke mit Lösungsmitteln.

Fuß- und Hautpilz

Ciclopirox kann als Creme oder Lösung zur Behandlung von Hautpilzerkrankungen eingesetzt werden. Bei Fußpilz ist das Mittel geeignet.

Zur Behandlung von Hautpilzen gibt es verschiedene Präparate. Nur Selergo ist rezeptfrei erhältlich, die anderen Mittel sind rezeptpflichtig, da sie auch für die Behandlung von Kindern unter sechs Jahren zugelassen sind.

Anwendung

Nagelpilz

Lösungsmittelhaltige Lacke tragen Sie in den ersten vier Wochen der Behandlung alle zwei Tage auf, im folgenden Monat alle drei Tage, danach nur noch einmal in der Woche, bis der Nagel schließlich gesund nachgewachsen ist.

Bevor Sie den Lack zum ersten Mal aufpinseln, feilen Sie die Nageloberfläche mit den der Packung beiliegenden Einweg-Nagelfeilen oder mit Schleifpapier (120er-Körnung) etwas an, damit der Wirkstoff besser eindringt. Wenn Ihnen das selbst nicht gut gelingt – z. B. bei Fußnägeln –, sollten Sie eine andere Person darum bitten. Das Schleifpapier werfen Sie anschließend weg, ebenso den Schleifstaub, beides kann Pilzsporen enthalten. Bevor Sie die nächste Lackschicht aufbringen, entfernen Sie die vorherige mit den der Packung beigelegten Alkoholtupfern oder normalem Nagellackentferner und feilen anschließend die Nageloberfläche wie beschrieben an. Erst danach pinseln Sie die neue Lackschicht auf den Nagel.

Wasserlöslichen Lack (Ciclopoli) tragen Sie einmal täglich auf, und zwar sowohl auf der ganzen Nagelplatte als auch noch fünf Millimeter darüber hinaus auf die umgebende Haut und unter den freien Nagelrand. Nach etwa einer halben Minute ist er trocken. Nehmen Sie vorher ein kurzes Fußbad oder waschen Sie die Füße, das genügt, um den Nagel etwas aufzuweichen. Anzufeilen brauchen Sie die Nägel nicht. Wurde der Lack aus Versehen durch Wasser oder Schweiß entfernt, können Sie ihn erneut auftragen. Behandeln Sie die Nägel am besten abends vor dem Schlafengehen, weil der Lack mindestens sechs Stunden lang nicht abgewaschen werden darf.

Bei der Behandlung müssen Sie viel Geduld aufbringen. Nagelpilze sind sehr hartnäckig und lassen sich nur bekämpfen, wenn Sie das Mittel konsequent und langfristig anwenden – bei Fingernägeln etwa sechs Monate, bei Zehennägeln neun bis zwölf Monate lang. Wenn der Nagel dann immer noch nicht pilzfrei nachgewachsen ist, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dann ist vermutlich eine Behandlung mit verschreibungspflichtigen Tabletten angezeigt.

Fuß- und Hautpilz

Dieses Mittel tragen Sie zweimal täglich auf die betroffenen Hautstellen auf, am besten nach dem Waschen, Duschen oder Baden, bis die Beschwerden verschwunden sind. Um zu vermeiden, dass die Pilzerkrankung erneut auftritt, sollten Sie die Behandlung noch ein bis zwei Wochen fortsetzen, auch wenn die Hauterscheinungen bereits abgeklungen sind.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Die Haut kann sich röten und brennen.

Muss beobachtet werden

Bilden sich auf der Haut Bläschen oder ein schmerzhafter, juckender Ausschlag, reagieren Sie vermutlich allergisch auf das Mittel. Dann sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Fuß- und Hautpilz

Bei Kindern unter sechs Jahren sollten Sie das Mittel nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt einsetzen.

Nagelpilz

Mangels Erfahrungen sollten Sie den Lack bei Kindern nicht anwenden.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Über die Risiken einer Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine Erkenntnisse. Sicherheitshalber sollten Sie das Mittel nicht oder nur nach Rücksprache mit einem Arzt anwenden.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs