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Antihydrotikum: Methenamin

Wirkungsweise

Wenn Methenamin mit Schweiß in Berührung kommt, wird Formaldehyd freigesetzt. Dieses wirkt zusammenziehend und wandelt Eiweißstoffe, die natürlicherweise im Schweiß enthalten sind, in feste Bestandteile um. Außerdem hemmt es das Bakterienwachstum. Der genaue Wirkmechanismus, mit dem Methenamin den Schweißfluss bremsen soll, ist nicht bekannt. Zudem kann Formaldehyd eine allergische Reaktion auslösen. Die therapeutische Wirksamkeit bei übermäßigem Schwitzen ist nicht ausreichend nachgewiesen, das Mittel deshalb wenig geeignet.

Im Tierversuch wirkt das aus Methenamin freigesetzte Formaldehyd in sehr hoher Dosierung krebsfördernd. Ob dieses Risiko auch bei Menschen besteht, ist unklar. Da das Mittel sowieso als "wenig geeignet" erachtet wird, sollten Sie es besser nicht anwenden.

Anwendung

Auf Blasen, nässenden Hautstellen und in der Umgebung von Schleimhäuten (Genitalbereich) dürfen Sie das Mittel nicht anwenden, weil es die Haut stark reizen kann. Wenn die Haut durch das Mittel zu stark austrocknet (vor allem an Händen und Füßen), können Sie etwas fetthaltige Hautcreme auftragen.

Gegenanzeigen

Wenn Sie auf Formaldehyd allergisch reagieren, dürfen Sie das Mittel nicht anwenden.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Die Haut kann sich röten und jucken.

Muss beobachtet werden

Wenn sich ein Hautausschlag mit Bläschen und Juckreiz bildet und die Haut schuppt, reagieren Sie vermutlich allergisch auf das Mittel. Dann sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Über die Risiken einer Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine Erkenntnisse. Da das Mittel ohnehin als "wenig geeignet" erachtet wird, sollten Sie darauf verzichten.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs