Medikamente im Test

Antihistaminika: Dimetinden, Bamipin, Tripelenamin (äußerlich)

Wirkungsweise

Antihistaminika werden bei Insektenstichen, gegen Juckreiz, bei allergischen Hauterkrankungen oder auch bei Sonnenbrand eingesetzt.

Insektenstiche

Die drei Wirkstoffe Dimetinden, Bamipin und Tripelenamin werden äußerlich als Gel oder Stick bei Insektenstichen eingesetzt. Äußerlich angewendet dringen die Wirkstoffe aber nicht schnell und tief genug in die Haut ein. Wenn nach dem Auftragen der Mittel der Juckreiz durch einen Insektenstich dennoch nachlässt, beruht das auf dem Kühleffekt des Gels. Da die Mittel bei Insektenstichen nur kurze Zeit (drei bis vier Tage) und punktförmig angewendet werden, ist zumindest die Gefahr, dass Sie auf die Wirkstoffe allergisch reagieren, gering. Bei längerer Anwendung auf größeren Hautflächen kommt das eher vor. Da die therapeutische Wirksamkeit der Antihistaminikamittel nicht ausreichend nachgewiesen ist, gelten sie als "wenig geeignet".

Juckreiz, Ekzem, Neurodermitis

Der Wirkstoff Dimetinden wird bei allergisch bedingtem Juckreiz eingesetzt, da Antihistaminika die Bindestellen für Histamin im Gewebe besetzen und damit eine Unverträglichkeitsreaktion blockieren können. Histamin ist ein Gewebehormon, das aus bestimmten weißen Blutkörperchen, den Mastzellen, freigesetzt wird, wenn der Körper mit einer Substanz in Berührung kommt, die er nicht verträgt. Ein Überschuss an Histamin führt zu Entzündung, Juckreiz und Ekzem. Wenn es sich um eine allergische Hauterkrankung handelt, gelingt eine Behandlung mit einem Antiallergikum wie Dimetinden allerdings nur, wenn die Mittel als Tabletten eingenommen werden, siehe unter Antihistaminika zum Einnehmen.  Das äußerlich aufzutragende Antihistaminikum dringt nicht schnell und tief genug in die Haut ein. Wenn das Mittel dennoch Juckreiz lindern kann, so beruht das auf dem Kühleffekt des Gels. Da das Mittel selbst Allergien auslösen kann, ist es zur Behandlung von Juckreiz und Ekzem wenig geeignet.

Sonnenbrand

Der Wirkstoff Dimetinden soll bei Sonnenbrand die entzündliche Hautreaktion dämpfen. Antihistaminika wirken aber nur in der Anfangsphase einer Entzündungsreaktion. Bis sich der Sonnenbrand bemerkbar macht, ist diese jedoch bereits fortgeschritten. Der Einsatz des Antihistaminikums kommt dann zu spät. Der Wirkstoff dringt außerdem schlecht in die Haut ein und kann leicht Allergien auslösen. Die Wirkung des Gels beruht vor allem auf seinem Kühleffekt. Dimetinden gilt als "wenig geeignet" zur Behandlung eines Sonnenbrands.

Achtung

Auf großen Hautflächen (ganzer Rücken, Arme, Beine) sowie auf entzündete, nässende und offene Hautstellen oder Blasen dürfen Sie die Mittel nicht auftragen.

Auch in Augennähe oder in der Umgebung von Schleimhäuten (Mund, Nase) sollten Sie die Mittel nicht auftragen.

Fenistil enthält als Konservierungsmittel Parabene. Wenn Sie auf Parastoffe allergisch reagieren, dürfen Sie es nicht anwenden.

Nebenwirkungen

Muss beobachtet werden

Wenn die Haut sich rötet und juckt, reagieren Sie vermutlich allergisch auf das Mittel. Dann sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Insbesondere bei Kindern unter zwei Jahren dürfen Sie das Mittel nicht auf größeren Hautflächen anwenden, weil ihre Haut im Vergleich zu Erwachsenen durchlässiger ist, auch für Arzneistoffe. Dadurch besteht ein höheres Risiko für Allergien und unerwünschte Wirkungen im gesamten Organismus. Um welche Reaktionen es sich handelt, lesen Sie bei Antihistaminika zum Einnehmen unter "Unerwünschte Wirkungen". Da das Mittel ohnehin als "wenig geeignet" erachtet wird, sollten Sie auf seine Anwendung verzichten.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Es gibt keine Hinweise auf schädigende Wirkungen beim Ungeborenen. Ob das Mittel in nennenswertem Umfang in die Muttermilch übergeht, ist nicht ausreichend untersucht. Sicherheitshalber sollte das Antihistaminikum während der Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht großflächig oder auf offenen Hautstellen und während der Stillzeit auch nicht im Bereich der Brustwarzen aufgetragen werden.

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