Medikamente im Test

Antibiotikum: Mupirocin (äußerlich)

Wirkungsweise

In dieser Salbe ist das Antibiotikum Mupirocin enthalten. Mupirocin wurde ausschließlich zur lokalen Bekämpfung bakterieller Hautinfektionen und Haarbalgentzündungen entwickelt. Es wirkt sehr spezifisch vor allem gegen Bakterienarten wie Streptokokken und Staphylokokken, die meist an eitrigen Haut- oder Haarbalgentzündungen beteiligt sind.

Zur Behandlung von begrenzten oberflächlichen Hautinfektionen ist das Mittel geeignet. Um Resistenzen vorzubeugen, ist es sinnvoll, das Mittel zurückhaltend anzuwenden und nur für kurze Zeit.

In speziellen Fällen wird Mupirocin nämlich zur Bekämpfung von Keimen in der Nase benötigt, die bei Schwerkranken lebensbedrohliche Infektionen verursachen können, gegen die kaum ein anderes Antibiotikum mehr hilft. Daher ist es erforderlich, die Resistenzentwicklung dieser "Problemkeime" gegenüber Mupirocin soweit möglich zu verhindern.

Bei tiefer liegenden Haarbalgentzündungen ist Mupirocin mit Einschränkung geeignet. Die therapeutische Wirksamkeit für dieses Einsatzgebiet sollte noch besser nachgewiesen werden.

Bei einem Furunkel und auch als zusätzliche Maßnahme ist das Mittel wenig geeignet, weil der Wirkstoff nicht tief genug in die Haut eindringt und die therapeutische Wirksamkeit nicht ausreichend nachgewiesen ist.

Anwendung

Sie tragen das Mittel dreimal täglich auf die betroffenen Hautstellen auf. Länger als zehn Tage sollten Sie Mupirocin nicht anwenden.

Sie müssen sorgfältig darauf achten, dass der Wirkstoff nicht ins Auge gelangen, weil er die Schleimhaut stark reizen kannn. Sind die Augen damit in Berührung gekommen, sollten Sie sie sofort mit Wasser spülen, bis alle Wirkstoffreste entfernt sind.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Bei mehr als 1 von 100 Behandelten kann sich die Haut röten und brennen.

Muss beobachtet werden

Wenn sich die Haut rötet, juckt und sich zusätzlich Bläschen bilden, deutet dies darauf hin, dass Sie den Wirkstoff nicht vertragen. Wenn Sie solche Hauterscheinungen bemerken, sollten Sie die Behandlung abbrechen und einen Arzt aufsuchen.

Sofort zum Arzt

In Einzelfällen können sich zusätzlich zu starkem Hautausschlag und Juckreiz auch Herzrasen, Atemnot, Schwäche und Schwindel einstellen. Dann müssen Sie unverzüglich einen Notarzt (Telefon 112) rufen, weil es sich um eine lebensbedrohliche Allergie handeln kann.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Für die Anwendung des Mittels bei Neugeborenen liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Sie sollten sicherheitshalber nicht damit behandelt werden.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Da zur Anwendung in der Schwangerschaft keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, sollten Sie das Mittel sicherheitshalber nicht anwenden.

In der Stillzeit kann das Mittel angewendet werden.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs