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Antibiotikum: Metronidazol (äußerlich)

Wirkungsweise

Metronidazol wirkt vor allem antientzündlich und kann dadurch die Symptome von Rosazea bessern. Es vermindert die Anzahl entzündlicher Papeln und Pusteln, die Haut ist nicht mehr so rot. Die therapeutische Wirksamkeit ist ausreichend belegt, zur Behandlung von Rosazea sind die Mittel geeignet.

Anwendung

Sie tragen Gel oder Creme zweimal täglich (morgens und abends) auf die vorher gereinigten betroffenen Hautstellen auf. Achten Sie darauf, dass Sie dabei nicht mit der Schleimhaut an Augen, Mund und Nase in Berührung kommen. Geschieht das versehentlich, spülen Sie die Stellen rasch mit lauwarmem Wasser ab.

Länger als sechs bis maximal zwölf Wochen sollten Sie die Mittel nicht anwenden, es sei denn, der Arzt hat dies ausdrücklich empfohlen. Bessert sich der Hautzustand in dieser Zeit nicht merklich, sollten Sie die Behandlung abbrechen.

Achtung

Metronidazol zersetzt sich unter UV-Bestrahlung, daher sollten Sie nach dem Auftragen der Mittel keine Sonnenbäder nehmen und generell im Schatten bleiben.

Metrogel enthält Parabene. Diese Konservierungsmittel können Allergien auslösen. Wenn Sie auf Parastoffe allergisch reagieren, dürfen Sie dieses Präparat nicht anwenden.

Gegenanzeigen

Unter folgenden Bedingungen sollte der Arzt Nutzen und Risiken der Anwendung besonders sorgfältig abwägen:

  • Die Funktion Ihrer Leber ist erheblich beeinträchtigt.
  • Sie hatten schon einmal eine Störung der Blutbildung oder diese ist akut beeinträchtigt.
  • Sie haben eine Erkrankung des Nervensystems.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Das Mittel kann die Haut austrocknen. Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann die Haut sich röten und brennen.

Muss beobachtet werden

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie vermutlich allergisch auf das Mittel. Bei solchen Hauterscheinungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Sofort zum Arzt

Wenn starker Hautausschlag, Juckreiz, Herzrasen, Atemnot, Schwäche und Schwindel auftreten, müssen Sie die Anwendung sofort abbrechen und unverzüglich den Notarzt (Telefon 112) rufen, weil es sich um eine lebensbedrohliche Allergie handeln kann.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Mangels Erfahrung sollten Sie beide Präparate bei Kindern und Jugendlichen nicht anwenden.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Es gibt keine aureichenden Erfahrungen zur Anwendung der Mittel in der Schwangerschaft. Erfahrungen mit Metronidazol zum Einnehmen ergaben keine Hinweise auf Risiken für das Ungeborene. Wenn der Arzt Nutzen und Risiken sorgfältig abgewogen hat, können Sie das Mittel in der Schwangerschaft anwenden.

Metronidazol geht in die Muttermilch über, allerdings bei äußerlicher Anwendung nur in geringem Ausmaß. Experten halten Stillen für akzeptabel, wenn die Behandlung unbedingt erforderlich ist. Auf der Brust sollten Sie das Mittel nicht auftragen, damit der Säugling es nicht beim Stillen mit aufnimmt.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs