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Antibiotikum: Azithromycin, Clarithromycin, Erythromycin und Roxithromycin (Makrolide)

Wirkungsweise

Das Makrolidantibiotikum Erythromycin ist ein Mittel, das schon lange erprobt ist. Die anderen Wirkstoffe aus dieser Gruppe – Azithromycin, Clarithromycin und Roxithromycin – wurden erst in den vergangenen Jahren entwickelt. Sie sind im Vergleich zu Erythromycin nicht wirksamer, aber oft besser verträglich. Testergebnisse Makrolide

Weil Makrolidantibiotika jahrzehntelang unkritisch eingesetzt wurden, sind viele Bakterienstämme gegen diese bereits resistent. Besteht eine Resistenz auf das am häufigsten angewendete Erythromycin, sollte der Arzt auch keines der anderen Makrolide (Azithromycin, Clarithromycin, Roxithromycin) verordnen. Es ist anzunehmen, dass die Erreger dann auch gegen diese Verbindungen unempfindlich sind.

Makrolide sind geeignet zur Behandlung von Lungenentzündungen außerhalb des Krankenhauses, soweit diese auf untypische Erreger wie Mykoplasmen und Legionellen zurückgehen, außerdem bei Lungenentzündungen, die durch Chlamydien verursacht sind, als Alternative zu einer Behandlung mit Doxycyclin.

Bei allen anderen Lungenentzündungen außerhalb des Krankenhauses sind Makrolide wegen der erhöhten Resistenzrate nur noch mit Einschränkung geeignet. Sie sollten nur eingesetzt werden, wenn Penicilline nicht infrage kommen.

Azithromyzin, Clarithromycin, Erythromycin und Roxithromycin sind außerdem geeignet für die Behandlung leichter bakterieller Hautinfektionen, wenn die Empfindlichkeit der Erreger festgestellt ist.

Clarithromycin kann in Kombination mit anderen Antibiotika (zum Beispiel Amoxicillin) zur Behandlung von Infektionen mit Helicobacter pylori und den dadurch bedingten Magen- und Zwölf­finger­darm­geschwüren eingesetzt werden.

Azithromycin wird darüber hinaus als Alternative zu Doxycyclin bei Chlamydieninfektionen der Geschlechtsorgane eingesetzt. Bei mehr als 95 von 100 Behandelten ist die Therapie mit diesem Wirkstoff erfolgreich. Es genügt in der Regel eine Einmaldosis. Das Mittel ist zur Behandlung von Chlamydieninfektionen der Geschlechtsorgane geeignet.

Wichtig beim Einsatz von Makroliden ist es, die aktuelle Resistenzlage zu berücksichtigen. Hier finden Sie allgemeine Informationen zu Resistenzen.

Anwendung

Grundsätzliche Angaben zur Anwendung der Mittel lesen Sie unter Antibiotika allgemein.

Alle Mittel können Sie zwar grundsätzlich unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen, sie werden aber besser ins Blut aufgenommen, wenn Sie sie vor dem Essen schlucken. Dies gilt insbesondere für Erythromycin und Roxithromycin. Sie können das Antibiotikum aber auch zum Essen einnehmen, wenn Sie es so besser vertragen.

Wenn Ihre Leber nur eingeschränkt arbeitet, muss der Arzt die Dosis gegebenenfalls verringern.

Clarithromycin, Erythromycin und Roxithromycin werden in der Regel zwischen 7 und 14 Tage lang eingenommen. Dabei muss Erythromycin viermal täglich und Clarithromycin sowie Roxithromycin zweimal täglich eingenommen werden. Azithromycin nehmen Sie bei den hier bewerteten bakteriellen Infektionen der Atemwege und der Haut normalerweise drei oder fünf Tage lang ein. Bei Chlamydieninfektionen im Genitalbereich genügt die Einmalgabe von 1 000 Milligramm.

Achtung

Beachten Sie für die folgenden Abschnitte auch die Ausführungen unter Antibiotika allgemein.

INFECTOMYCIN Saft: Dieses Präparat enthält als Konservierungsmittel Parabene. Wenn Sie auf Parastoffe allergisch reagieren, dürfen Sie es nicht einnehmen.

Gegenanzeigen

Clarithromycin, Erythromycin und Roxithromycin dürfen Sie unter den folgenden Bedingungen nicht einnehmen. Bei Azithromycin sollte der Arzt den Nutzen gegen die möglichen Risiken sorgfältig abwägen:

  • Ihre Leberfunktion ist stark eingeschränkt. Bei einer mäßig ausgeprägten Funktionsstörung sollte der Arzt Nutzen und Risiken der Anwendung besonders sorgfältig abwägen.
  • Sie haben Herzrhythmusstörungen und werden deshalb mit Medikamenten behandelt, die den Herzrhythmus beeinflussen wie das Antiarrhythmikum Chinidin.
  • Sie haben Migräne, niedrigen Blutdruck oder die Parkinsonkrankheit und nehmen Mittel mit Mutterkornalkaloiden (zum Beispiel Ergotamin, Bromocriptin) ein. Wenn Sie diese Mittel gleichzeitig mit Makrolidantibiotika einnehmen, können Durchblutungsstörungen auftreten.
  • Sie haben eine Psychose und werden dagegen mit Pimozid (Handelsname Orap) behandelt. Die Kombination mit Makrolidantibiotika kann bedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen.

Clarithromycin und Erythromycin dürfen Sie außerdem nicht einnehmen,

  • wenn Sie wegen einer koronaren Herzerkrankung mit Ivabradin behandelt werden.
  • wenn Sie erhöhte Blutfettwerte haben und deshalb die Lipidsenker Atorvastatin, Lovastatin und Simvastatin einnehmen. Bei gemeinsamer Anwendung können sich unerwünschte Wirkungen der Statine auf die Muskelzellen verstärken.
  • wenn Ihr Salzhaushalt gestört ist und ein Kaliummangel vorliegt, da ansonsten das Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen steigt.

Clarithromycin dürfen Sie zudem nicht einnehmen,

  • wenn Sie einen Herzinfarkt hatten oder eine instabile koronare Herzkrankheit und den Gerinnungshemmer Ticagrelor einnehmen, weil dann das Risiko für innere Blutungen steigt.
  • wenn Sie eine koronare Herzkrankheit haben und mit dem Herzmittel Ranolazin behandelt werden, weil dann das Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen steigt.
  • wenn Sie an Gicht leiden und deshalb Colchicin einnehmen. Dann wird Colchicin langsamer abgebaut und es kann zu einer lebensgefährlichen Colchicin-Überdosierung kommen.
  • wenn Sie bei einem epileptischen Anfall Midazolam einnehmen, weil dann das Risiko für Atemlähmung mit Erstickungsgefahr steigt.

Erythromycin dürfen Sie außerdem in den folgenden Fällen nicht einnehmen, weil dann ein hohes Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen besteht:

  • Sie haben Depressionen und nehmen Amitriptylin ein.
  • Sie leiden an der Parkinsonerkrankung und nehmen Budipin ein.
  • Sie haben eine innerliche Pilzinfektion und nehmen Mittel mit den Wirkstoffen Ketoconazol, Fluconazol oder Itraconazol ein.
  • Sie bekommen einen Gyrasehemmer wie Ciprofloxacin (bei bakteriellen Infektionen).
  • Sie nehmen ein Mittel gegen Malaria, zum Beispiel Hydroxychloroquin, ein.

Wenn Sie unter einer ausgeprägten Herzschwäche leiden, sollte die Ärztin oder der Arzt Nutzen und Risiken der Anwendung von Makrolidantibiotika sorgfältig abwägen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Bei der gleichzeitigen Anwendung von Makroliden und anderen Arzneimitteln gibt es eine Vielzahl von Wechselwirkungen. Im Folgenden sind die wichtigsten benannt. Wenn Sie Medikamente einnehmen, die in dieser Aufzählung nicht enthalten sind, sollten Sie sicherheitshalber mit dem Arzt oder Apotheker sprechen und klären, ob Wechselwirkungen zu erwarten sind. Folgendes ist zu beachten:

  • Erythromycin oder Azithromycin sollten Sie nicht gleichzeitig mit Clindamycin einnehmen, weil sich die Mittel in ihrer Wirkung gegenseitig abschwächen können.
  • Makrolide verstärken die nierenschädigende Wirkung von Ciclosporin (bei rheumatoider Arthritis und Schuppenflechte sowie nach Organtransplantationen).
  • Makrolide verstärken die Wirkung und Nebenwirkungen von Theophyllin (bei Asthma), Carbamazepin (bei Epilepsien), Methylprednisolon (bei Entzündungen, Immunreaktionen) sowie Midazolam (bei einem Krampfanfall) und Triazolam (bei Angststörungen). Dann steigt das Risiko für unerwünschte Wirkungen. Die Ärztin oder der Arzt muss gegebenenfalls die Blutspiegel bestimmen und die Dosis verringern.
  • In Kombination mit Bromocriptin (bei Parkinsonkrankheit) können Durchblutungsstörungen, vor allem in den Fingern, auftreten (Raynaud-Phänomen). Diese Mittel sollten Sie deshalb nicht gleichzeitig mit Makrolidantibiotika einnehmen.

Clarithromycin und Erythromycin können außerdem

  • die Wirkungen und Nebenwirkungen von Cilostazol (bei arteriellen Durchblutungsstörungen) verstärken.
  • den Abbau von Calciumantagonisten wie Felodipin, Diltiazem oder Verapamil (bei hohem Blutdruck oder Brustenge) verhindern. Bei gleichzeitiger Einnahme kann sich das Risiko erhöhen, dass der Blutdruck stark absinkt, sich der Herzschlag verlangsamt und die Erregungsleitung im Herzen gestört wird. Ältere Menschen über 60 Jahre sollten diese Mittel nicht gleichzeitig einnehmen, weil bei Ihnen die Gefahr einer Nierenschädigung besteht.
  • die Wirkung von Tacrolimus und Sirolimus (nach Organtransplantationen) verstärken und verlängern.

Unbedingt beachten

  • Makrolide verstärken die Wirkung von Digoxin (bei Herzschwäche) sowie von Flecainid, Propafenon, Amiodaron und Dronedaron (alle bei Herzrhythmusstörungen), sodass sich die Gefahr für Herzrhythmusstörungen erhöht. Näheres hierzu lesen Sie unter Mittel bei Herzrhythmusstörungen: verstärkte Wirkung.
  • Makrolide verstärken die Wirkung der gerinnungshemmenden Mittel Phenprocoumon und Warfarin, die bei erhöhter Thrombosegefahr als Tabletten eingenommen werden. Sie müssen deshalb die Blutgerinnung häufiger als sonst selbst kontrollieren oder vom Arzt kontrollieren lassen und gegebenenfalls nach Absprache mit dem Arzt die Dosis der Gerinnungshemmer verringern. Näheres hierzu lesen Sie unter Mittel zur Blutverdünnung: verstärkte Wirkung.
  • Makrolide dürfen Sie nicht gleichzeitig mit Terfenadin (bei Allergien) oder Pimozid (bei Schizophrenien und anderen Psychosen) einnehmen, weil dabei schwere, unter Umständen lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen vom Typ Torsade de pointes auftreten können. Möglicherweise kann diese unerwünschte Wirkung auch in Kombination mit Ebastin und Mizolastin (beide bei Allergien) und Ivabradin (bei koronarer Herzkrankheit) auftreten.
  • Makrolide erhöhen das Risiko, dass es bei gleichzeitiger Einnahme von Lipidsenkern (Statinen) zu einer Schädigung der Skelettmuskulatur kommt. Sie dürfen Sie daher nicht gleichzeitig mit Simvastatin oder Lovastatin einnehmen. Erythromycin darf außerdem nicht mit Atorvastatin eingenommen werden. Wenn Sie andere Statine einnehmen, sollten Sie unerklärliche Muskelschmerzen oder Muskelschwäche sofort einer Ärztin oder einem Arzt melden.
  • Makrolide dürfen nicht zusammen mit Ivabradin (bei koronarer Herzkrankheit) eingenommen werden, weil dann die Blutspiegel von Ivabradin um ein Vielfaches ansteigen und das Risiko für unerwünschte Wirkungen am Herzen steigt.

Bei Clarithromycin sind zusätzlich noch die folgenden Wechselwirkungen unbedingt zu beachten:

  • Sie dürfen das Mittel nicht gleichzeitig mit dem Gerinnungshemmer Ticagrelor (nach einem Herzinfarkt, bei instabiler koronarer Herzkrankheit) einnehmen, weil dann das Risiko für innere Blutungen steigt.
  • Gleichzeitig mit Ranolazin (bei koronarer Herzkrankheit) eingenommen steigt das Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen.
  • Zusammen mit Colchicin (bei Gicht) drohen lebensgefährliche Überdosierungen des Gichtmittels. Colchicin wird dann nur noch langsam abgebaut, was zu schweren Vergiftungserscheinungen führen kann (starkes Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Muskelkrämpfe). Das gilt insbesondere, wenn die Nierenfunktion eingeschränkt ist.
  • Wenn Sie einen epileptischen Anfall mit Midazolam beendet haben, dürfen Sie Clarithromycin nicht einnehmen. Es besteht das Risiko einer Atemlähmung mit Erstickungsgefahr.

Erythromycin dürfen Sie über die oben genannten Einschränkungen hinaus nicht zusammen mit den folgenden Mitteln einnehmen, da ansonsten die Gefahr für schwere Herzrhythmusstörungen steigt:

  • trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin (bei Depressionen)
  • Budipin (bei Parkinsonkrankheit)
  • Ketoconazol oder Fluconazol (bei schweren Pilzinfektionen)
  • Gyrasehemmer wie Ciprofloxacin (bei bakteriellen Infektionen)
  • Malariamittel, zum Beispiel Hydroxychloroquin

Nebenwirkungen

Angaben hierzu lesen Sie unter "Unerwünschte Wirkungen" bei Antibiotika allgemein. Zusätzlich ist zu beachten:

Die Mittel können Ihre Leberwerte beeinflussen, was Zeichen einer beginnenden Leberschädigung sein kann. Sie selbst bemerken in der Regel davon nichts, sondern es fällt nur bei Laborkontrollen durch den Arzt auf. Ob und welche Konsequenzen dies für Ihre Therapie hat, hängt sehr vom individuellen Fall ab. Bei einem lebensnotwendigen Medikament ohne Alternative wird man es oft tolerieren und die Leberwerte häufiger kontrollieren, in den meisten anderen Fällen wird Ihr Arzt das Medikament absetzen oder wechseln.

Keine Maßnahmen erforderlich

Bei 5 von 100 Behandelten können Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, weicher Stuhlgang, Durchfall oder Verstopfung auftreten.

Bei 1  bis 10 von 1 000 Behandelten kommt es zu vorübergehenden Störungen des Geruchs- oder Geschmackssinns.

Bei 1 bis 10 von 10 000 Behandelten können Hörstörungen (Hörverlust, Taubheit, Ohrgeräusche) auftreten, die wieder verschwinden, wenn die Makrolidantibiotika abgesetzt werden. Diese unerwünschte Wirkung kommt vor allem bei Personen über 60 Jahre vor.

Muss beobachtet werden

Bei 1 bis 10 von 1 000 Behandelten können sich Missempfindungen an Armen und Beinen mit Taubheitsgefühl, Kribbeln und Brennen entwickeln. In der Regel vergehen diese Beschwerden nach Absetzen der Mittel wieder. Sind die Erscheinungen sehr unangenehm oder verstärken sie sich, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Sofort zum Arzt

Die Mittel können die Leber schwer schädigen. Typische Anzeichen dafür sind: eine dunkle Verfärbung des Urins, eine helle Verfärbung des Stuhlgangs oder es entwickelt sich eine Gelbsucht (erkennbar an einer gelb verfärbten Augenbindehaut), oft begleitet von starkem Juckreiz am ganzen Körper. Tritt eines dieser für einen Leberschaden charakteristischen Krankheitszeichen auf, müssen Sie sofort zum Arzt gehen.

Bei diesen Wirkstoffen können seltene, aber möglicherweise lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen, die Torsade de pointes auftreten, die unbehandelt zum plötzlichen Herztod führen können. Besonders gefährdet für diese Rhythmusstörung sind Patienten, die bereits Arzneimittel einnehmen müssen, die typische Auswirkungen auf die Reizleitung am Herzen (QT-Verlängerung) haben.

Erythromycin: Insbesondere bei Neugeborenen in den ersten Lebenswochen besteht das Risiko für eine Verengung des Magenausgangs (Pylorusstenose), die mit unstillbarem Erbrechen einhergeht. Bei ersten Anzeichen, zum Beispiel Nahrungsverweigerung oder Reizbarkeit bei der Nahrungsaufnahme müssen Sie umgehend einen Arzt darüber informieren.

Besondere Hinweise

Allgemein

Beachten Sie weitere wichtige Hinweise zur Empfängnisverhütung sowie für Kinder und Jugendliche unter Antibiotika allgemein.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn in der Schwangerschaft Makrolidantibiotika eingesetzt werden sollen, weil Penicilline oder Cephalosporine nicht angewendet werden können, stehen alle hier bewerteten Wirkstoffe zur Auswahl. Für diese Wirkstoffe liegen ausreichende Erfahrungen für die Anwendung in dieser Zeit vor.

Zwar beobachteten einige wenige Studien ein leicht erhöhtes Fehlbildungsrisiko im Zusammenhang mit der Einnahme von Makroliden, insbesondere für Herzfehlbildungen beim Kind. Aber die Mehrheit der Studien, darunter auch solche mit einer großen Zahl an Teilnehmerinnen, zeigt dieses Risiko nicht.

Auch während der Stillzeit ist der Einsatz von Makroliden möglich. Allerdings sollten Sie ein solches Antibiotikum möglichst nicht in den ersten beiden Wochen nach der Geburt einnehmen. Der Wirkstoff tritt in die Muttermilch über und kann beim Neugeborenen möglicherweise zu Veränderungen der glatten Muskulatur am Übergang zwischen Magen und Zwölffingerdarm führen (Pylorusstenose), was sich durch schwallartiges Erbrechen bemerkbar macht.

Ist ein Antibiotikum in Schwangerschaft oder Stillzeit notwendig, sollten generell Penicilline oder Cephalosporine bevorzugt werden.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Azithromycin dürfen Kinder ab einem Jahr oder einem Körpergewicht von mehr als zehn Kilogramm erhalten. Das Mittel wird entweder drei Tage lang in gleichbleibender Dosis eingenommen oder fünf Tage lang, wobei dann an den Tagen zwei bis fünf nur die halbe Dosis gegeben wird.

Mittel mit Clarithromycin können Kinder ab sechs Monaten bekommen. Für die Anwendung bei Kindern unter sechs Monaten liegen nur begrenzte Erfahrungen vor. Die Behandlung dauert üblicherweise fünf bis zehn Tage.

Mittel mit Erythromycin können Kindern ab der Geburt gegeben werden. Werden Neugeborene in den ersten Lebenswochen mit Erythromycin behandelt, kann es in einzelnen Fällen zu Veränderungen der glatten Muskulatur am Übergang zwischen Magen und Zwölffingerdarm kommen (Pylorusstenose), was sich durch schwallartiges Erbrechen bemerkbar macht. Das Mittel wird etwa eine Woche lang eingenommen.

Tabletten mit 150 oder 200 Milligramm Roxithromycin können an Kinder mit einem Körpergewicht von mehr als 40 Kilogramm verabreicht werden.

Für ältere Menschen

Bei hoher Dosierung können vorübergehend Hörstörungen auftreten, die sich mit dem Ende der Behandlung wieder geben.

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