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Antiarrhythmikum der Klasse III: Amiodaron

Wirkungsweise

Amiodaron gehört zu den Antiarrhythmika der Klasse III. Es soll helfen Extraschläge des Herzens und falsche "kreisende" Ströme bei der Reizleitung wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Der Wirkstoff hemmt den Ausstrom von Kalium aus der Herzmuskelzelle. Diese ist dann nicht so schnell wieder bereit erneut Signale zu empfangen und weiterzugeben.

Die Behandlung mit Amiodaron birgt viele Besonderheiten und Gefahren und sollte erst nach eingehender Untersuchung und vorzugsweise durch Herzspezialisten (Kardiologen) erfolgen, die über ausreichende Erfahrungen verfügen. Keinesfalls sollte Amiodaron vorschnell verschrieben werden, nur weil das EKG einige Auffälligkeiten zeigt, z. B. zusätzliche Herzschläge. Diese sind oft völlig harmlos und keine behandlungsbedürftigen Herzrhythmusstörungen. In der Klinik wird Amiodaron trotz seiner vielfältigen Störwirkungen bei der Behandlung bedrohlicher Herzrhythmusstörungen häufig angewendet, wenn sich diese mit anderen Maßnahmen nicht ausreichend bessern lassen. Ob Amiodaron lebensverlängernd wirkt, indem es die gefährlichen Rhythmusstörungen nach einem Infarkt verhindert, ist noch nicht endgültig geklärt.

Amiodaron ist geeignet, um sowohl Rhythmusstörungen der Vorhöfe (supraventrikuläre Rhythmusstörungen) als auch der Herzkammer (ventrikuläre Herzrhythmusstörungen) zu behandeln. Es wirkt auch bei Rhythmusstörungen, bei denen andere Antiarrhythmika versagt haben, schwächt nicht die Herzleistung und löst selbst kaum Rhythmusstörungen aus. Es kann daher auch angewendet werden, wenn bereits eine schwere Erkrankung des Herzmuskels vorliegt, wie z. B. bei Herzschwäche. Allerdings hat es vielfältige unerwünschte Wirkungen und es wird nur sehr langsam, über Wochen und Monate hinweg, abgebaut. Es kann zeitlich begrenzt bei schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen der Herzvorhöfe und -kammern eingesetzt werden, wenn diese mit anderen Maßnahmen nicht ausreichend gebessert werden konnten. Zur längerfristigen Behandlung von Rhythmusstörungen ist Amiodaron wegen der möglichen schwerwiegenden Störwirkungen nur mit Einschränkung geeignet.

Anwendung

Zunächst muss in den ersten acht bis zehn Behandlungstagen eine hohe Konzentration von Amiodaron im Blut erreicht werden. Das geschieht in der Regel mit einer Dosis von 600 Milligramm in Form von Tabletten oder Injektionen. In einigen Fällen müssen täglich bis zu 1 200 Milligramm Amiodaron in dieser Zeit verabreicht werden. Die Symptome der Herzrhythmusstörungen wie Schwindel, Übelkeit, Luftnot, Herzklopfen sollten dann nachlassen. Anschließend wird die Tagesdosis von Amiodaron auf üblicherweise 200 Milligramm pro Tag mit einer Einnahmepause am Wochenende abgesenkt. Bei manchen Patienten ist aber auch eine tägliche Einnahme erforderlich.

Amiodaron wird vom Körper extrem langsam abgebaut. Das führt dazu, dass es auch noch Wochen oder Monate wirkt, nachdem es abgesetzt wurde. Sowohl die erwünschten als auch die unerwünschten Wirkungen können so lange anhalten. Positiv daran ist, dass es nichts ausmacht, wenn Sie einmal eine Tablette vergessen. Sie nehmen dann die nächste zum vorgesehenen Zeitpunkt ein.

Der Arzt muss die Herzfunktion mit dem EKG regelmäßig kontrollieren, und zwar anfangs zur Dosiseinstellung im Abstand von zwei bis drei Tagen oder erforderlichenfalls noch häufiger. Nach der Dosiseinstellung genügt monatlich ein EKG und alle drei Monate ein Langzeit-EKG.

Wegen der möglichen unerwünschten Wirkungen sollte der Arzt während der gesamten Einnahmezeit die Augen sowie die Funktion von Leber, Schilddrüse und Lunge sorgfältig überwachen. Das heißt konkret: Sie sollten regelmäßig alle sechs Monate vom Augenarzt den Augenhintergrund sowie die vorderen Augenabschnitte untersuchen lassen. Außerdem sollte der Arzt alle sechs Monate die Leber- und Schilddrüsenwerte im Blut kontrollieren, alle drei bis sechs Monate die Lunge röntgen und die Lungenfunktion prüfen. Die Schilddrüsenwerte sollten auch noch nach Absetzen des Mittels sechs Monate lang kontrolliert werden, bis der Wirkstoff komplett abgebaut ist.

Sofern keine unerwünschten Wirkungen auftreten, die ein Absetzen erfordern, können Sie Amiodaron so lange wie nötig einnehmen.

Achtung

Die Haut wird durch dieses Mittel empfindlicher für UV-Strahlen. Wenn Sie sich in der Sonne aufhalten oder ein Sonnenbad nehmen, bekommen Sie rascher einen Sonnenbrand oder es bilden sich auf der Haut Pickel und Pusteln. Sie sollten sich deshalb vorzugsweise im Schatten aufhalten und im Freien Ihre Haut immer mit einer Creme mit hohem Lichtschutzfaktor (Sunblocker) schützen. Diese erhöhte Lichtempfindlichkeit besteht auch noch einige Zeit nach Absetzen des Mittels fort.

Insbesondere bei operativen Eingriffen mit Vollnarkose wurden bei Patienten, die Amiodaron erhielten, schwerwiegende unerwünschte Wirkungen am Herzen beobachtet. Bei geplanten Operationen sollte daher überlegt werden, ob eine Vollnarkose tatsächlich unverzichtbar ist oder ob gegebenenfalls eine rückenmarknahe Anästhesie oder ein anderes lokales Verfahren angewendet werden kann.

Da Amiodaron nur sehr langsam aus dem Körper ausgeschieden wird, sollten Frauen mit Kinderwunsch eine Schwangerschaft frühestens sechs Monate nach Beendigung der Amiodaronbehandlung planen.

Gegenanzeigen

Unter folgenden Bedingungen dürfen Sie Amiodaron nicht einnehmen:

  • Sie reagieren auf Jod allergisch (Amiodaron ist jodhaltig).
  • Ihr Herz schlägt sehr langsam.
  • Die Funktion Ihrer Schilddrüse ist gestört.
  • Der Kaliumspiegel im Blut ist zu niedrig.
  • Sie haben Depressionen und werden dagegen mit Moclobemid oder Tranylcypromin aus der Gruppe der MAO-Hemmer behandelt.
  • Sie werden bereits mit Arzneimitteln behandelt, die den Herzrhythmus beeinflussen und gefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen können, siehe Abschnitt Wechselwirkungen mit Medikamenten.
  • Sie haben erhöhte Blutfettwerte und werden mit Simvastatin (in einer Dosierung von mehr als 20 Milligramm pro Tag) behandelt.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wenn Sie zusätzlich zu Amiodaron eines der nachfolgend genannten Arzneimittel einnehmen müssen, kann sich der Herzschlag deutlich verlangsamen und der Blutdruck kann absinken. Gegebenenfalls sollte der Arzt die Dosis dieser Medikamente anpassen:

  • Betablocker (bei hohem Blutdruck, koronarer Herzkrankheit)
  • Diltiazem und Verapamil aus der Gruppe der Calciumantagonisten (alle bei hohem Blutdruck, koronarer Herzkrankheit).

Amiodaron kann die Blutkonzentrationen von Ciclosporin (bei Schuppenflechte und Rheuma, nach Organtransplantationen) erhöhen. Der Arzt sollte dann die Dosierung von Ciclosporin anpassen.

Wenn Sie Amiodaron gleichzeitig mit Simvastatin (bei erhöhten Blutfetten) anwenden, kann es vermehrt zu schwerwiegenden Schäden an den Skelettmuskelzellen kommen, bis hin zu deren Zerfall (Rhabdomyolyse). Simvastatin sollte daher nicht höher als 20 Milligramm pro Tag dosiert werden. Bei Lovastatin liegt die Grenze bei 40 Milligramm pro Tag. Diese Wechselwirkung wird auch für andere Statine vermutet.

Unbedingt beachten

Amiodaron dürfen Sie nicht gleichzeitig mit Medikamenten anwenden, die selbst Herzrhythmusstörungen verursachen können oder die Wirkung der Antiarrhythmika verstärken und somit das Risiko für unerwünschte Wirkungen erhöhen. Dazu gehören:

  • Antiarrhythmika der Klasse I wie Flecainid oder Propafenon
  • Virustatika wie z. B. Ritonavir (bei HIV-Infektionen, Aids)
  • die Antibiotika Clarithromycin, Erythromycin und Roxithromycin (bei bakteriellen Infektionen)
  • trizyklische Antidepressiva (z. B. Amitryptilin, Trimipramin) und selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (z. B. Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin, Venlafaxin, alle bei Depressionen)
  • Neuroleptika (z. B. Chlorpromazin, Haloperidol, Lithium, alle bei Schizophrenien und anderen Psychosen)
  • Mizolastin aus der Gruppe der Antihistaminika zum Einnehmen (bei Allergien)
  • Diphenhydramin (bei Allergien, Reisekrankheit, Schlafstörungen).

Wenn Sie Amiodaron zusammen mit wasserausschwemmenden Mitteln (Diuretika, z. B. Furosemid, Thiazide, bei hohem Blutdruck), cortisonhaltigen Mitteln (bei Entzündungen, Immunreaktionen) oder Abführmitteln einnehmen, besteht die Gefahr für einen zu hohen Kaliumverlust und dadurch bedingte zusätzliche Herzrhythmusstörungen.

Wenn Sie gleichzeitig Mittel mit den Wirkstoffen Digoxin (bei Herzschwäche oder zu schnellem Herzschlag) einnehmen müssen, kann es zu einer gefährlichen Verstärkung der Wirkung von Digoxin kommen. Näheres hierzu lesen Sie unter Mittel bei Herzschwäche: verstärkte Wirkung. Der Arzt sollte dann die Dosis von Digoxin anpassen.

Amiodaron verstärkt zudem die Wirkung gerinnungshemmender Mittel wie Phenprocoumon und Warfarin, die bei erhöhter Thrombosegefahr und Vorhofflimmern eingenommen werden müssen, um Blutgerinnseln vorzubeugen. Sie müssen deshalb die Blutgerinnung insbesondere zu Therapiebeginn häufiger als sonst selbst kontrollieren oder vom Arzt kontrollieren lassen und gegebenenfalls nach Absprache mit dem Arzt die Dosis der Gerinnungshemmer verringern. Näheres hierzu lesen Sie unter Mittel zur Blutverdünnung: verstärkte Wirkung.

Dieses Mittel dürfen Sie außerdem nicht zusammen mit MAO-Hemmern wie Moclobemid oder Tranylcypromin (bei Depressionen) einnehmen. In Einzelfällen wurden schwerwiegende Nebenwirkungen wie starker Blutdruckanstieg beschrieben.

Wechselwirkungen mit Speisen und Getränken

Wenn Sie dieses Mittel einnehmen, sollten Sie keinen Grapefruitsaft trinken und keine Grapefruit essen.

Nebenwirkungen

Die meisten unerwünschten Wirkungen sind dosisabhängig. Bei niedriger Dosierung treten sie seltener auf. Daher sollte zur Dauertherapie die niedrigste noch wirksame Dosierung gewählt werden.

Da Amiodaron nur sehr langsam abgebaut wird, bilden sich unerwünschte Wirkungen auch nur sehr langsam zurück.

Keine Maßnahmen erforderlich

Übelkeit und Erbrechen sowie Verstopfung mit Völlegefühl können besonders zu Beginn der Behandlung auftreten. Darüber hinaus kann das Mittel Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schwindel verursachen.

In der Hornhaut des Auges können sich kleine Ablagerungen bilden, die Sehstörungen auslösen können. Dann können Sie z. B. nur noch verschleiert sehen oder es bilden sich um das Gesehene herum farbige Höfe. Wenn Sie das Mittel absetzen, bildet sich diese Störung innerhalb von sechs bis zwölf Monaten wieder zurück.

Die Haut kann sich – insbesondere bei länger andauernden Behandlung – bei etwa 1 bis 10 von 100 Behandelten schiefergrau bis schwarzviolett verfärben, insbesondere an Stellen, die der Sonne ausgesetzt sind. Diese Verfärbung bildet sich nach Absetzen des Mittels innerhalb von ein bis vier Jahren wieder zurück.

Bei 1 bis 10 von 1 000 können Nervenschäden mit Kribbeln, Missempfindungen, Taubheitsgefühl und Koordinationsstörungen auftreten. Diese unerwünschten Wirkungen bilden sich nach Absetzen des Mittels zurück.

Muss beobachtet werden

Die Haut kann sich röten und jucken und es bilden sich Bläschen. Vermutlich reagieren Sie dann allergisch auf den Wirkstoff. Bei diesen Hauterscheinungen sollten Sie sich an einen Arzt wenden.

Der Wirkstoff kann die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen (bei 1 bis 3 von 100), wobei sowohl Über- als auch Unterfunktion vorkommen können. Eine Schilddrüsenüberfunktion macht sich mit Hitzewallungen, Haarausfall, Herzrasen, Schwitzen und Schlaflosigkeit bemerkbar. Eine Unterfunktion äußert sich mit Müdigkeit, rauer Stimme, Antriebslosigkeit, Wassereinlagerung im Gewebe und starker Kälteempfindlichkeit.

Die Leberwerte können ansteigen. Bei etwa jedem Fünften ist dieser Anstieg nur leicht und sollte lediglich weiter beobachtet werden. Bei bis zu 10 von 100 Behandelten ist der Anstieg deutlicher. Dann kommt es darauf an, dass auch Sie selbst auf Anzeichen achten, die auf eine Leberfunktionsstörung oder -entzündung hinweisen können. Treten Übelkeit, Erbrechen und/oder dunkel gefärbter Urin auf und ist der Stuhl auffällig hell, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Sofort zum Arzt

Amiodaron kann selbst Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Einerseits kann das Mittel die Herzfrequenz und die Reizüberleitung von den Vorhöfen zu den Kammern verlangsamen, andererseits können sich daraus Rhythmusstörungen mit zu schnellem Herzschlag entwickeln. Das Risiko für solche medikamentös bedingten Herzrhythmusstörungen wird durch bestimmte Begleitumstände (zu niedriger Kaliumspiegel, Vorschädigung des Herzens, Einfluss weiterer Medikamente) erhöht. Die Störungen selbst können durch regelmäßige EKG-Kontrollen erkannt werden. Wenn sich der Herzschlag auf über 100 Schläge pro Minute beschleunigt und dies nicht auf körperliche Belastung oder Aufregung zurückzuführen ist, sollten Sie sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben.

Der Sehnerv kann sich bei einer Behandlung mit Amiodaron entzünden. Dann lässt die Sehkraft innerhalb von wenigen Stunden oder auch Tagen nach, und die Augenbewegungen sind schmerzhaft. Wenn solche Beschwerden einsetzen, müssen Sie rasch einen Augenarzt aufsuchen.

Trockener Husten ohne Auswurf und zunehmende Luftnot sowie Gewichtsverlust, Fieber und Schwächegefühl zeigen an, dass das Mittel die Lunge geschädigt hat. Diese Schäden können z. B. eine Rippenfellentzündung sein, aber auch eine Entzündung der kleinen Bronchien oder ein bindegewebiger Umbau der Lunge. Diese Veränderungen fallen auf, wenn der Arzt regelmäßig die Lunge überprüft. Wenn Sie Atembeschwerden und trockenen Husten haben, sollten Sie möglichst rasch einen Arzt aufsuchen. Veränderung des Lungengewebes können auch Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sein. Dann sollte das Medikament abgesetzt werden.

Amiodaron kann die Leber auch schwer schädigen. Sehr selten kommt es zu einem lebensbedrohlichen akuten Leberversagen. Eine schwere Leberschädigung kann sich dadurch bemerkbar machen, dass sich Ihre Haut und Augenbindehaut gelblich verfärben. Auch anhaltende Oberbauchbeschwerden, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, zusammen mit Fieber und Unwohlsein können auf eine Leberschädigung hinweisen. Wenn Sie zusätzlich einen starken Juckreiz am ganzen Körper spüren, müssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Sicherheit und Wirksamkeit des Mittels wurden bei Kindern bisher nicht in kontrollierten Studien nachgewiesen. Wenn Herzrhythmusstörungen bei Kindern den Einsatz von Amiodaron dennoch erforderlich machen, sollte dies nur durch erfahrene Kinderkardiologen erfolgen.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Der Wirkstoff kann beim Ungeborenen die Schilddrüsenfunktion stören. Wenn Sie schwanger geworden sind, während Sie Amiodaron eingenommen haben, müssen Sie das Mittel absetzen und das weitere Vorgehen mit dem Kardiologen und dem Frauenarzt besprechen. Es gibt in Tierversuchen Hinweise auf Wachstumsverzögerungen beim Ungeborenen. Nach der Geburt sollte der Arzt die Schilddrüsenfunktion des Babys überprüfen.

In der Stillzeit sollten Sie Amiodaron nicht anwenden, weil der Säugling zu große Mengen Jod aufnehmen würde.

Zur Verkehrstüchtigkeit

Das Mittel kann schwindlig machen und die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen. Dann sollten Sie nicht aktiv am Verkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und keine Arbeiten ohne sicheren Halt verrichten.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs