Medikamente im Test
  • Über 9 000 Medikamente
  • Geprüft durch unabhängige Experten
  • Ständig aktualisiert

Aknemittel: Erythromycin + Zink (äußerlich/Kombination)

Wirkungsweise

In diesem Präparat ist das Antibiotikum Erythromycin mit Zink kombiniert. Erythromycin tötet die Entzündungsbakterien in Aknepickeln ab und kann eine Akne auf diese Weise abklingen lassen. Zink trocknet die Haut aus und wirkt leicht antibakteriell. Es soll lediglich das Abheilen von Papeln und Pusteln fördern.

Bei leichter bis mittelschwerer Akne ist das Mittel trotz dieser positiven Eigenschaften nur wenig geeignet.

Werden Antibiotika alleine auf die Haut aufgetragen, besteht die Gefahr, dass die Bakterien rasch gegen das Antibiotikum oder einen Vertreter aus der gleichen Wirkstoffgruppe unempfindlich werden, insbesondere bei langfristiger Anwendung. Das gilt auch für Erythromycin. Verursachen resistent gewordene Bakterien dann eine Infektionskrankheit, bleiben sie gegenüber Erythromycin sowie anderen Vertreter dieser Wirkstoffgruppe unempfindlich, auch wenn diese als Tabletten, Kapseln oder als Infusionen angewendet werden.

Dass eine Beimischung von Zink die Resistenzrate vermindert, ist nicht ausreichend belegt. Mehrere klinische Studien zeigen aber, dass sich weniger Resistenzen ausbilden, wenn Antibiotika gemeinsam mit Benzoylperoxid aufgetragen werden. Im vorliegenden Fall müsste also neben Zineryt ein zweites Mittel auf der Haut angewendet werden. Die Anwendung mehrerer Mittel zum Auftragen ist aber wenig praktikabel. Hierzu stehen Kombinationspräparate zur äußerlichen Anwendung zur Verfügung, denen der Vorzug gegeben wird, falls Antibiotika zum Auftragen erforderlich sind.

Anwendung

Sie tragen das Mittel ein- oder zweimal täglich auf die betroffenen Hautareale auf und zwar beispielsweise auf das gesamte Gesicht und nicht nur auf die entzündeten Stellen. Die Umgebung von Augen, Nasenlöchern und Mund müssen Sie aussparen, weil das Mittel aufgrund des Alkoholgehalts die Schleimhäute stark reizen kann.

Nach etwa vier bis sechs Wochen sollte sich die Haut deutlich gebessert haben. Länger als sechs Wochen sollten Sie das Mittel möglichst nicht anwenden, weil mit der Anwendungsdauer auch die Gefahr steigt, dass die Bakterien gegen das Mittel resistent werden.

Achtung

Die äußerliche Anwendung von Antibiotika wird kritisch gesehen, besonders wenn diese über einen längeren Zeitraum erfolgen soll, da sich dann Resistenzen gegen diese oder auch gegen vergleichbare Antibiotika ausbilden können. So können sich beispielsweise wechselseitig Resistenzen gegen Erythromycin und Clindamycin (ebenfalls ein Antibiotikum zur äußerlichen Anwendung bei Akne) ergeben.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Damit sich keine Resistenzen gegen verschiedene Antibiotika entwickeln, sollten nicht mehrere Antibiotika gleichzeitig oder direkt hintereinander eingesetzt werden, weder äußerlich noch innerlich. Auch vorbeugend sollten Sie diese Mittel nicht anwenden.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Die Lösung trocknet die Haut oft stark aus, sodass sie brennen, stechen und sich röten kann – am stärksten unmittelbar nach dem Auftragen. Meist gibt sich das wieder.

Muss beobachtet werden

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, die behandelten Stellen schmerzen, anschwellen oder sich Bläschen bilden, reagieren Sie vermutlich allergisch auf das Mittel. Bei solchen Hauterscheinungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Bei langfristiger Anwendung können sich die Haarbälge der Haut entzünden (Follikulitis). Verschlimmern sich die Knötchen und Pusteln unter der Behandlung, sollten Sie nach Rücksprache mit dem Hautarzt das Mittel absetzen und sich ein antibiotikumfreies Präparat verschreiben lassen.

Sie sehen nun nur noch Informationen zu: ${filtereditemslist}.

Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs