Medikamente im Test

Aknemittel: Azelainsäure (äußerlich)

Wirkungsweise

Azelainsäure tötet Bakterien ab und wirkt dadurch entzündungshemmend.

Akne

Die therapeutische Wirksamkeit bei Akne ist belegt. Die Talgbildung beeinflusst das Mittel jedoch nicht. Zur Behandlung von leichter und mittelschwerer Akne mit Papeln oder Pusteln ist Azelainsäure geeignet.

Rosazea

Als Gel ist Azelainsäure auch bei Rosazea, die mit Papeln und Pusteln einhergeht, geeignet. Das Mittel verbessert das Hautbild deutlich, häufig verschwinden Rötung und Pusteln damit sogar völlig. Das Mittel ist ähnlich wirksam wie das bei Rosazea ebenfalls häufig eingesetzte Metronidazol. Azelainsäure scheint aber etwas häufiger die Haut zu reizen.

Anwendung

Sie säubern die Haut morgens und abends mit lauwarmem Wasser und gegebenenfalls einer Reinigungslotion. Danach tragen Sie die Creme oder das Gel auf die betroffenen Hautstellen auf und massieren sie leicht ein. Die Umgebung von Augen, Nasenlöchern und Mund müssen Sie aussparen, weil Azelainsäure die Schleimhäute stark reizen kann. Ist Ihnen Creme oder Gel an oder in das Auge oder an andere Schleimhäute geraten, müssen Sie die Stelle sofort mit viel klarem Wasser spülen. Halten die Reizungen an, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Akne

Bei der Aknebehandlung sollte etwa nach vier Wochen die Anzahl der Pickel abnehmen. Hat sich die Akne nach einem Monat noch immer nicht nennenswert gebessert, sollten Sie in Absprache mit dem Hautarzt ein anderes Mittel wählen. Bildet sich die Akne mit der Behandlung zurück, können Sie das Mittel mehrere Monate lang anwenden.

Rosazea

Bei Rosazea müssen Sie das Gel über mehrere Wochen täglich anwenden. Erste sichtbare Effekte sind nach vier bis acht Wochen zu erwarten. Hat sich das Hautbild danach nicht erkennbar gebessert, sollten Sie das Mittel absetzen und das weitere Vorgehen mit einem Arzt besprechen. Schlägt die Therapie an, können Sie das Gel mehrere Monate lang weiter anwenden.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Bei 1 bis 10 von 100 Behandelten trocknet Azelainsäure die Haut an der damit behandelten Stelle stark aus. Dabei kann sie auch schuppen.

Muss beobachtet werden

Die Haut kann sich röten und brennen (bis mehr als einem von zehn Behandelten). Ist diese Reaktion besonders ausgeprägt, sollten Sie das Mittel nur noch einmal täglich anwenden oder auch für ein bis zwei Tage damit aussetzen. Spätestens nach acht Wochen sollten diese Beschwerden nachlassen, anderenfalls sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen.

Auch wenn die Haut anschwillt und/oder sich Bläschen bilden, sollten Sie zum Hautarzt gehen. Solche Hauterscheinungen sind vermutlich Anzeichen einer allergischen Reaktion.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Mangels Erfahrung sollten Sie das Mittel bei Kindern unter zwölf Jahren nicht zur Behandlung einer Akne anwenden.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Im ersten Drittel der Schwangerschaft sollten Sie Azelainsäure sicherheitshalber nicht anwenden. Bisher gibt es keine Hinweise auf eine schädigende Wirkung auf das Ungeborene oder – in der Stillzeit – auf den Säugling. Allerdings liegen nur wenige dokumentierte Erfahrungen vor. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft oder in der Stillzeit sollten Sie das Mittel deshalb nur anwenden, wenn der Arzt Nutzen und Risiken sorgfältig abgewogen hat.

In der Stillzeit müssen Sie darauf achten, dass der Säugling nicht mit den behandelten Hautstellen in Berührung kommt.

Sie sehen nun nur noch Informationen zu: ${filtereditemslist}.

Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs