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Aknemittel: Adapalen + Benzoylperoxid (äußerlich/Kombination)

Wirkungsweise

In diesen Präparaten ist das Arotinoid Adapalen mit dem Schälmittel Benzoylperoxid kombiniert. Adapalen verkleinert die Talgdrüsen und vermindert die Talgproduktion. Außerdem wirkt es entzündungshemmend. Benzoylperoxid trocknet fettige Haut aus und tötet Entzündungskeime ab, die typischerweise am Entstehen von Pickeln beteiligt sind. Darüber hinaus weist es eine leichte Schälwirkung auf und reizt die Haut.

Für beide Wirkstoffe ist die therapeutische Wirksamkeit bei leichter bis mittelschwerer Akne belegt, auch ergänzen sich beide Substanzen sinnvoll in ihrer Wirkung.

Adapalen und Benzoylperoxid gemeinsam verabreicht verbessern das Hautbild deutlicher als jedes der Einzelmittel allein. Bei leichteren Akneformen genügt aber in der Regel die Anwendung eines Einzelmittels. Zur Behandlung einer leichten Akne ist Epiduo daher nur mit Einschränkung geeignet. Wenn das Hautbild hingegen bereits deutliche Entzündungsherde aufweist, wirken Einzelmittel nur noch unzureichend. Dann ist schon zu Beginn der Aknebehandlung die Kombination aus Adapalen und Benzoylperoxid sinnvoll. Hierfür ist Epiduo geeignet.

Einigen Studien zufolge scheint Epiduo besser verträglich zu sein als eine Kombination aus Benzoylperoxid und Isotretinoin oder Tretinoin.

In Epiduo forte ist der Anteil von Adapalen dreifach höher dosiert. Es wirkt daher stärker als Epiduo. Es sollte allerdings nur angewendet werden, wenn bereits zu Beginn der Behandlung zahlreiche Entzündungsherde vorliegen, etwa das gesamte Gesicht von Papeln oder Pusteln bedeckt ist.

Anwendung

Sie tragen die Mittel jeweils einmal täglich dünn auf die betroffenen Stellen auf, am besten vor dem Schlafengehen. Die Umgebung von Augen, Nasenlöchern und Mund müssen Sie aussparen, weil die Wirkstoffe die Schleimhäute reizen.

Innerhalb von ein bis vier Wochen sollte sich das Hautbild gebessert haben.

Wie verträglich die Kombination in der Langzeitanwendung ist (länger als zwölf Wochen), lässt sich derzeit noch nicht sagen, weil es dazu noch relativ wenig dokumentierte Erfahrungen gibt.

Achtung

Benzoylperoxid macht die Haut empfindlicher für UV-Licht. Während Sie das Mittel anwenden, sollten Sie deshalb keine Sonnenbäder nehmen und auch kein Solarium besuchen. Bei starker Sonneneinstrahlung sollten Sie die Haut tagsüber mit Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor schützen.

Das Mittel kann bunte Wäsche und Kleidung bleichen, wenn diese damit in Berührung kommen. Auch Haut und Haare können vorübergehend heller werden. Nach dem Auftragen des Mittels sollten Sie daher Ihre Hände sorgfältig waschen.

Gegenanzeigen

Wenn Sie Neurodermitis haben oder sich auf der Haut ein Ekzem gebildet hat, dürfen Sie die Mittel auf den davon betroffenen Hautstellen nicht anwenden, weil sie die Haut zu stark austrocknen. Auch auf verletzte oder sonnenverbrannte, entzündete Hautstellen dürfen die Mittel nicht aufgetragen werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Sie sollten die Mittel nicht in Kombination mit anderen Präparaten verwenden, die ebenfalls Benzoylperoxid oder Retinoide enthalten, weil die Wirkstoffe die Haut dann zu stark reizen und austrocknen.

Auch sollten Sie während der Anwendung von Epiduo oder Epiduo forte keine Seifen, Waschlotionen oder Kosmetika mit stark austrocknendem Effekt verwenden, ebenso wenig alkoholhaltige Gesichtswässer oder gerbstoffhaltige Kosmetika. Besprechen Sie am besten mit Ihrem Hautarzt, welche Art von Hautpflege und Make-up geeignet ist.

Nebenwirkungen

Keine Maßnahmen erforderlich

Die Haut kann sich röten und warm anfühlen, außerdem können sich trockene, raue Stellen bilden, vor allem in der ersten Anwendungswoche.

Muss beobachtet werden

Bei 1 bis 10 von 1 000 Behandelten kommt es zu stärkeren Hautreizungen mit Juckreiz, Rötung und Brennen. Sie können die Symptome etwas eindämmen, indem Sie eine milde Feuchtigkeitscreme auftragen oder das Mittel nur jeden zweiten Tag verwenden. Bessern sich die Beschwerden dennoch nicht, sollten Sie die Behandlung abbrechen und den Arzt aufsuchen.

Schmerzen die behandelten Stellen, schwellen sie an oder bilden sich Bläschen, reagieren Sie vermutlich allergisch auf die Wirkstoffe. Bei solchen  Hauterscheinungen sollten Sie das Mittel absetzen und einen Arzt aufsuchen.

Besondere Hinweise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Sicherheit und Wirksamkeit von Epiduo sind bei Kindern unter neun Jahren nicht ausreichend untersucht. Sie sollten es bei ihnen deshalb nicht anwenden.

Epiduo forte sollte aus denselben Gründen nicht bei Kindern unter zwölf Jahren angewendet werden.

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Für die Anwendung in Schwangerschaft liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Sie dürfen es daher in der Schwangerschaft nicht anwenden.

Es gibt auch keine Erfahrungen mit der Anwendung während der Stillzeit. Experten halten eine punktuelle Anwendung in der Stillzeit für akzeptabel, aber keinesfalls an der Brust. Der Säugling sollte damit nicht in Berührung kommen.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs