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Ätzendes Mittel: Ameisensäure

Wirkungsweise

Ameisensäure ist eine ätzende und hautreizende Substanz. Bei der Behandlung von Warzen soll sie in die Warze eindringen und diese zum Austrocknen bringen. Testergebnisse Ameisensäure

Für diese Anwendung gibt es keine hochwertigen wissenschaftlichen Untersuchungen. Allerdings ist bekannt, dass Ameisensäure fehlerhaft angewendet oder überdosiert ernsthafte Hautschäden verursachen kann. Das Mittel ist deshalb zur Behandlung von Warzen wenig geeignet. Für die Selbstmedikation werden besser geeignete Warzenmittel empfohlen.

Das Mittel ist als Medizinprodukt im Handel, nicht als Arzneimittel.

Anwendung

Die Lösung wird einmal pro Woche mithilfe eines Wattestäbchens zwei- bis dreimal hintereinander auf die Warze getupft.

Der Pen wird einmal pro Woche für drei Sekunden auf die Warze gedrückt. Ist die Hautdicke der von Warzen befallenen Stelle dünn – etwa auf der Oberseite von Händen, Fingern oder Füßen – kann das Mittel weniger häufig aufgetragen werden.

Bei jeder Anwendung ist zu beachten, dass keine gesunde Haut mit der Ameisensäure in Berührung kommt. Bei weicher und dünner Haut, zum Beispiel Kinderhaut oder Haut auf dem Handrücken, sollte nur einmal getupft werden und auch nur jede zweite bis dritte Woche.

Sie dürfen die behandelte Stelle nicht mit einem Pflaster bedecken, da dadurch Hautschäden entstehen können. Halten Sie die Warze zwischen den Behandlungen mit einer normalen Körperlotion oder einem Hautöl weich. So sind die Reste der Warze besser zu entfernen.

Wenn die Warze mit einer Hautschicht bedeckt ist, die wie ein Deckel über der Warze liegt, sollte diese Hautschicht zum Beispiel mit einer Pinzette geöffnet werden. Bei einer stark verhornten Warze soll man den betroffenen Bereich vor der Behandlung in warmem Wasser baden, um die Haut aufzuweichen.

Die Behandlung soll beendet werden, wenn keine schwarzen Pünktchen mehr sichtbar sind oder wenn die Warze abgefallen oder eingeschrumpft ist. Meist bleibt dann ein kleines Loch in der Haut zurück. Die Haut regeneriert sich nach Abschluss der Behandlung. Eine erfolgreiche Behandlung dauert im Allgemeinen mehrere Wochen. Je nach Alter des Betroffenen und der Warze können es zwischen 5 und 15 sein.

Wenn Sie eine größere Menge Ameisensäure angewendet haben als empfohlen oder wenn versehentlich gesunde Haut mit dem Mittel in Berührung kam, spülen Sie die Hautstellen sofort mit reichlich Wasser ab. Sollte das Mittel in die Augen gelangt sein, müssen Sie diese sofort mindestens 15 Minuten lang mit reichlich handwarmem Wasser ausspülen. Falls erforderlich müssen Sie die Augen mehrmals spülen. Im Anschluss müssen Sie einen Augenarzt aufsuchen.

Das Mittel darf nicht in Kombination mit anderen Warzenentfernungsmethoden angewendet werden.

Achtung

Das Mittel wirkt ätzend und hat einen stark reizenden Geruch. Riechen Sie daher nicht an der geöffneten Flasche, denn Atemwege und Augen können gereizt werden. Beachten Sie unbedingt die Anwendungshinweise. Durch falsche Anwendung und Überdosierung können ernsthafte Hautschäden entstehen.

Wenn Ihre Immunabwehr geschwächt ist oder Sie an Krankheiten leiden, die mit Glucocorticoiden zum Einnehmen behandelt werden (z. B. schwere chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder schwere rheumatoide Arthritis), kann sich die Behandlungszeit verlängern.

Gegenanzeigen

Das Mittel darf nicht im Gesicht oder im Genitalbereich angewendet werden. Verwenden Sie das Mittel zudem nicht bei Dellwarzen oder Hautveränderungen wie Hühneraugen, Verhornungen oder Muttermalen.

Wenn Sie an folgenden Erkrankungen leiden, sollten Sie die Behandlung nur nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt durchführen:

  • Sie haben Diabetes mellitus und infolge davon eine Empfindungsstörung in den Gliedmaßen, an denen die Warzen sitzen (Fuß, Hand).
  • Sie haben arterielle Durchblutungsstörungen in den Beinen und Füßen, an welchen die zu behandelnden Warzen sitzen.

Nebenwirkungen

Muss beobachtet werden

Sollte die Warze während der Anwendung des Mittels schmerzen, pochen oder bluten, muss die Behandlung unterbrochen werden, bis sich die empfindliche Stelle erholt hat. Wenn Sie direkt nach dem Auftragen ein Stechen oder Brennen verspüren, können Sie die Haut mit kaltem Wasser abspülen.

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf das Mittel. Haben Sie sich das Mittel zur Eigenbehandlung ohne Rezept besorgt, sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen auch einige Tage nach dem Absetzen nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Allergische Reaktionen treten nur in Einzelfällen auf.

Wenn die Haut an der Anwendungsstelle stark schmerzt und entzündet aussieht, sollten Sie baldmöglichst einen Arzt aufsuchen. Das Gewebe kann schwer geschädigt sein.

Besondere Hinweise

Für Schwangerschaft und Stillzeit

Über die Risiken einer Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine Erkenntnisse. Sicherheitshalber sollten Sie das Mittel daher nicht anwenden.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Bei Kindern unter vier Jahren sollten Sie das Mittel nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt anwenden.

Da die therapeutische Wirksamkeit nicht ausreichend nachgewiesen ist, sollten Sie bei älteren Kindern besser bewertete Warzenmittel in der Selbstmedikation vorziehen.

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Anwendungsgebiete dieses Wirkstoffs