15.03.2019
Hodenhochstand

Allgemeines

In der Zeit, in der sich beim Embryo die Organe entwickeln, werden bei einem Jungen auch die Hoden angelegt. Sie liegen zunächst im Bauchraum und wandern durch einen Verbindungsgang in den Hodensack. Bei etwa 3 von 100 neugeborenen Knaben – aber bei 30 von 100 Frühgeborenen – ist dieser Prozess bis zur Geburt noch nicht abgeschlossen (Kryptorchismus). Bei etwa 7 von 100 betroffenen Jungen geschieht das dann im Laufe des ersten Lebensjahrs, meist innerhalb der ersten sechs Monate.

Hat einer der Hoden oder haben beide in dieser Zeit den Bestimmungsort nicht von selbst erreicht, muss ärztlich eingegriffen werden; andernfalls drohen schwerwiegende Schäden.

So kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigt sein; im schlimmsten Fall droht Sterilität. Das beruht darauf, dass bei der Temperatur, die im Bauchraum herrscht, in den Hoden keine befruchtungsfähigen Spermien reifen. Je früher behandelt wird, desto größer ist die Chance, dass der Mann später eine normale Zahl gereifter Spermien produziert.

Bei Hoden, die im Bauchraum verbleiben, steigt darüber hinaus das Krebsrisiko. Üblicherweise erkrankt einer von 50 000 Männern an Hodenkrebs. Wenn nicht dafür gesorgt wird, dass die Hoden außerhalb des Körpers liegen, steigt dieses Risiko um mehr als das Sechsfache.

Um auf Veränderungen frühzeitig aufmerksam zu werden, sollten alle Jungen ab dem 15. Lebensjahr und Männer, deren Hodenhochstand behandelt wurde, ihre Hoden regelmäßig selbst untersuchen. Dabei sollten sie insbesondere auf schmerzlose Vergrößerungen achten.

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