01.09.2017
Kropf, Schilddrüsenunterfunktion

Allgemeines

Als Kropf (Struma) wird eine mehr oder weniger deutliche Schwellung unterhalb des Kehlkopfs infolge einer vergrößerten Schilddrüse bezeichnet. Je nach Alter haben 15 bis mehr als 40 von 100 Menschen in Deutschland eine derart vergrößerte Schilddrüse. Noch vor Jahrzehnten trat die Erkrankung im Süden Deutschlands wesentlich häufiger auf als in küstennahen Regionen, weil in Süddeutschland das Trinkwasser weniger Jod enthält als im Norden und die Menschen viel weniger Seefische aßen. Durch die Maßnahmen zur Verbesserung der Jodversorgung der Bevölkerung und durch veränderte Ernährungsgewohnheiten sind die regionalen Unterschiede in der Kropfhäufigkeit jedoch nicht mehr ganz so groß.

Eine aktuelle Untersuchung in Vorpommern bestätigt den Erfolg der vor einigen Jahren eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Jodversorgung – vornehmlich die gesetzliche Erlaubnis, Fertiglebensmittel mit jodiertem Salz herzustellen, ferner Tierfutter mit Jod anzureichern – und durch veränderte Ernährungsgewohnheiten. In diesem ehemaligen Jodmangelgebiet gingen jodmangelbedingte Schilddrüsenerkrankungen wie Kropf, Schilddrüsenüberfunktion und Schilddrüsenknoten zurück, ohne dass jodbedingte Autoimmunerkrankungen zunahmen.

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) wird der Körper nicht ausreichend mit Schilddrüsenhormonen versorgt. Die Krankheit kann sich durch eine Vielzahl von Beschwerden äußern. Meistens wird jedoch der Arzt bei einer Laboruntersuchung darauf aufmerksam. Manche Arten von Schilddrüsenunterfunktion sind mit einer Kropfbildung verbunden.

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