15.03.2019
Fieber

Allgemeines

Durch die Arbeit des Stoffwechsels und der Muskeln erzeugt der Körper ununterbrochen Wärme. Die normale Körpertemperatur beträgt etwa 37 °C, unterliegt aber tagesrhythmischen Schwankungen. Am frühen Morgen ist sie etwa 1 Grad niedriger als am späten Nachmittag.

Fieber ist eine positive und wünschenswerte Reaktion des Körpers, mit der er zum Beispiel eine Infektion bekämpft. Eine erhöhte Temperatur bis ca. 38,5 °C steigert die Abwehrtätigkeit des Immunsystems und bremst die Vermehrung der Erreger. Allerdings sind dem Körper bei der Erhöhung seiner Betriebstemperatur relativ enge Grenzen gesetzt. Ab etwa 41 °C zeigen Apathie und Verwirrung, dass das Gehirn Schaden nimmt; ab 42 °C kommt es zu Bewusstlosigkeit und Krämpfen.

Das Regulationszentrum für die Körpertemperatur liegt im Gehirn. Wird es durch fiebererzeugende Substanzen angeregt, sorgt es für einen Anstieg der Körpertemperatur. Dazu werden die Blutgefäße an der Körperoberfläche enggestellt. Das Blut konzentriert sich im Körperinnern. Damit steigt dort die Temperatur und zugleich verringert sich der Wärmeverlust an der Körperoberfläche. Der Kranke friert. Um zusätzliche Wärme zu produzieren, ziehen sich die Muskeln in der Haut rhythmisch zusammen: Der Kranke hat Schüttelfrost. Die Bemühungen des Körpers, Wärme zu erzeugen und zu speichern, dauern an, bis das Blut die vom Regulationszentrum vorgegebene Temperatur erreicht hat. Wird später wieder die Normaltemperatur vorgegeben, fließt das Blut in die Haut zurück, und der Kranke schwitzt. Auf diese Weise bemüht sich der Körper, überschüssige Wärme abzugeben.

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