15.03.2019
Menière-Krankheit

Allgemeines

Charakteristikum der Menière-Krankheit ist anfallartig auftretender Schwindel, der mit Übelkeit und Ohrsymptomen (Ohrendruck, Tinnitus, Hörminderung) verbunden ist. Den Betroffenen scheint es, als würde sich die Umgebung um sie drehen. Bei 80 von 100 Betroffenen hören die Anfälle innerhalb von fünf bis zehn Jahren von selbst auf.

Über Schwindelgefühle klagen etliche Menschen. Die Menière-Krankheit ist aber nur relativ selten die Ursache. Viel häufiger hat Schwindel andere Gründe. Kurze Schwindelattacken gibt es besonders häufig nach raschen Kopfbewegungen und zum Beispiel nach abruptem Aufsetzen oder -stehen aus dem Liegen. Man nimmt an, dass dieser Lagerungsschwindel folgendermaßen zustande kommt: Winzige Partikel im hinteren Bogengang des Innenohrs, das für den Gleichgewichtssinn notwendig ist, − sogenannte Ohrsteinchen oder Otolithen – haben sich aus ihrer Verankerung gelöst, schweben nun frei in der Flüssigkeit des Gleichgewichtsorgans und führen so zur Irritation desselben. Diese Ablösung der Ohrsteinchen kann altersbedingt sein, aber auch durch Kopfverletzungen, Operationen und Erkrankungen im Innenohr bedingt sein. Des Weiteren kann Schwindel auf Störungen im Zentralnervensystem, wie z. B. Migräne, beruhen. Auch vorübergehende Durchblutungsstörungen, Tumorerkrankungen und Multiple Sklerose können mit Schwindel verbunden sein. Schwindel, der nicht auf der Menière-Krankheit beruht, muss anders behandelt werden als mit den hier besprochenen Medikamenten.

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