01.04.2014
Schizophrenien und andere Psychosen

Allgemeines

Schwere psychische Störungen, die durch nicht korrigierbare wahnhafte Gedanken und abnormes Erleben und Verhalten charakterisiert sind, bezeichnet man in der Psychiatrie als Psychose. Unterschieden werden manische Psychosen, organisch bedingte Psychosen, wie sie zum Beispiel im Rahmen von Demenzerkrankungen auftreten, und paranoide Psychosen beziehungsweise Schizophrenien. Auch im Rahmen einer Depression können psychotische Symptome auftreten. Im Folgenden werden vornehmlich Schizophrenien besprochen.

Bei Schizophrenien verändern sich das Denken, die Wahrnehmung der eigenen Person und der Umwelt sowie der Antrieb für Handlungen grundlegend. Die eigene Vorstellungswelt wird unbestrittene Realität; sie ist durch Einflüsse aus der Umwelt oder Erlebnisse mit anderen Menschen nicht zu korrigieren. Dabei wird diese Innenwelt oft als "von außen gemacht" (paranoid) erlebt.

Die meisten schizophrenen Menschen meinen zwar, genau zu wissen, was hinter Ereignissen und dem Verhalten anderer steckt, doch wie sie das Wahrgenommene deuten, passt nicht zur Realität. "Außen" und "innen" verschwimmen. Die Innenwelt eines schizophrenen Menschen ist für Außenstehende oft nicht nachvollziehbar, sie erscheint als Wahnvorstellung und Halluzination.

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Von Gegenanzeigen und Wechselwirkungen

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