15.08.2018
Neuropathien

Ursachen

Als Ursache für die Schädigung einzelner Nerven kommen Druckschäden und Unfallfolgen (z. B. Zerrungen, Prellungen) infrage, die sich auf die Nervenfunktion auswirken und so eine Neuropathie auslösen können. Beispiel für einen eingeklemmten Nerv ist das Karpaltunnelsyndrom, eine neuropathische Schmerzerkrankung der Hand.

Zwei Drittel aller Polyneuropathien beruhen auf Diabetes oder dem regelmäßigen Konsum größerer Mengen Alkohol. Weitere Ursachen sind Störungen des Immunsystems (akute und chronische inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (AIDP und CIDP) wie zum Beispiel das Guillain-Barré-Syndrom, bei dem die Nervenschädigungen so weit fortschreiten können, dass sogar Lähmungen der Atemmuskulatur möglich sind), Nierenversagen, ein Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure, aber auch Schädigungen durch Medikamente. Beispielsweise können Nitrofurantoin (bei Harnweginfektionen), Ethambutol und Isoniazid (bei Tuberkulose), Thiouracil (bei Schilddrüsenüberfunktion) sowie Mittel gegen Virusinfektionen, bei Krebserkrankungen und auch Vitamin B6 in zu hoher Dosierung Neuropathien auslösen.

Auch infolge von Infektionen kann es Neuropathien geben. Ein Beispiel sind die langanhaltenden Schmerzen nach einer Gürtelrose, die wiederum auf einer Infektion mit Herpes-zoster-Viren beruht. Die durch Zeckenbiss übertragenen Borrelien verursachen die Lyme-Borreliose, die in der Folge zu Nervenschäden führen kann (Neuroborreliose).

Nur selten sind mangelnde Durchblutung, unzureichende Ernährung, Gifte wie Blei und Thallium oder eine Strahlenbehandlung die Ursache der Nervenstörung.

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